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Einen Pavillon im Garten des Gildehauses hat die Samtgemeinde Bardowick errichtet. Es ist der erste gewidmete Außentrauort der Kommune. Darüber freuen sich die Standesbeamtinnen Nicole Schwarz (v.r.), Astrid Fallapp und Heike Neumann. Foto: dth

Ein neuer Ort für Ja-Sager

Bardowick. Das Projekt stand schon lange auf der Wunschliste nicht nur der Bardowicker Standesbeamten. Jetzt ist er wahr geworden: Ein Pavillo n im Garten des historischen Gildehauses im Domflecken Bardowick als Ort für Eheschließungen im Freien. Es ist der erste offizielle Außentrauort in der Samtgemeinde Bardowick. Petra Gebert von der Samtgemeindeverwaltung sagt: „Wir freuen uns, dass wir nun einen besonderen Trauort in historischem Ambiente anbieten können und hoffen, dass er von vielen Leuten genutzt wird.“ Die erste Anmeldung liege bereits vor, im Juli möchte sich laut Gebert das erste Brautpaar im Gildehaus-Garten das Ja-Wort geben.

Rund 7000 Euro hat sich die Samtgemeinde das neue Plätzchen im Grünen kosten lassen. Entstanden ist ein rustikaler Pavillon mit grünem Stoffdach und verschnörkeltem Eisengestell, das mit einer orange-roten Rostpatina belegt ist. Insofern fügt er sich in das historisch gewachsene Umfeld des Heimatmuseums an der St. Johannis-Straße 3 mit seinem kleinen Gärtchen ein. In der Grundausstattung findet unter dem Pavillondach der Trautisch Platz mit Stühlen für Standesbeamte, Brautpaar und Trauzeugen sowie zehn Gäste

Angebot nicht nur für Bardowicker

Dass der Garten des vom Windmühlenverein betriebenen Heimatmuseums zum ersten Außentrauort auserkoren wurde, hängt damit zusammen, dass ein Außentrauort immer in der Nähe eines bedachten und gewidmeten Trauortes sein muss. Das ist beim Heimatmuseum Gildehaus der Fall. Seit jeher werden in dem einstigen Amtssitz der Gemeinde Ehen geschlossen: gemütlich, rustikal, neben einem offenen Kamin. Auf Wunsch auf Plattdeutsch mit dem Bardowicker Siegfried Wolter als Trauredner. Alternativ steht das Trauzimmer im Bardowicker Rathaus bereit.
Zirka 70 Trauungen werden derzeit in der Samtgemeinde Bardowick pro Jahr vollzogen. „Wir würden gerne mehr machen“, sagt Schwarz mit ihren Kolleginnen Heike Neumann und Astrid Fallapp. So erhoffen sie sich, dass der neue Trauort im Freien einen Impuls gibt, dass die Nachfrage steigt. Bardowicker muss man dafür nicht sein. Die Außentrauungen können ab sofort stattfinden.

Von Dennis Thomas