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Ärzte informieren am heutigen Dienstag im Gesundheitsforum über Therapien bei Inkontinenz.

Inkontinenz: Aufklärung über Volkskrankheit

Lüneburg. Anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche lädt das Klinikum Lüneburg für Dienstag, 20. Juni, in Kooperation mit der LZ zum „Gesundheitsforum spezial“ ein. B ereits um 18 Uhr stellen Ärzte des Interdisziplinären Kontinenz- und Beckenbodenzentrums des Klinikums anhand verschiedener Fallbeispiele die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Inkontinenz­erkrankungen vor. Ab 19 Uhr informiert Karin Lindemann, Leiterin der Abteilung für Physiotherapie, gemeinsam mit ihrem Team über „Physiotherapie bei Harn- und Stuhlinkontinenz“.

In Deutschland leidet jeder Zehnte unter Inkontinenz, hat also Probleme mit unwillkürlichem Harnverlust oder Stuhlabgang. Obwohl diese Volkskrankheit bei Männern und Frauen, jungen und alten Menschen gleichermaßen auftreten kann, fällt es vielen Betroffenen schwer, sich ärztliche Hilfe zu suchen. Über die Hälfte der Erkrankten bleibt unbehandelt. Für viele kommt es zu massiven Einschränkungen ihrer Lebensqualität. Sie trauen sich nicht mehr, an gesellschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen, bleiben lieber zu Hause und verlieren ihre sozialen Kontakte.

Dass das nicht so sein muss, ist die Kernbotschaft der 9. Welt-Kontinenz-Woche. Denn Inkontinenz kann zwar unterschiedliche Ursachen und Ausprägungen haben, für alle gibt es aber auch sehr gute Behandlungsmöglichkeiten. Von 19. bis 25. Juni ermuntern bundesweit Aufklärungsveranstaltungen zum Arztbesuch, senken die Hemmschwelle und klären über Therapiemöglichkeiten auf.
In Lüneburg beschreiben am Dienstag zunächst Oberarzt Rüdiger Martensen und Fachärztin Dr. Tina Priesack aus der Frauenklinik mit Dr. Björn Kaftan, Oberarzt der Klinik für Urologie, und Dr. Georg Klein, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, einzelne Erkrankungsbeispiele.

Sie erläutern die Beschwerden, mit denen die Patienten ins Klinikum gekommen sind, und erklären, welche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in interdisziplinärer Zusammenarbeit angewandt wurden. Nach einer kurzen Vorstellung der physiotherapeutischen Möglichkeiten bei Inkontinenzerkrankungen durch Karin Lindemann besteht die Möglichkeit, in kleineren Gruppen unter anderem praktische Übungen zur Funktionsverbesserung des Beckenbodens kennenzulernen.

Die Teilnehmer erhalten auch Informationsblätter mit Beispielen für Übungen zu Hause sowie Literaturhinweise und Kontaktadressen zur weiteren Beratung. Eingeladen sind Betroffene und ihre Angehörigen sowie alle Interessierten. Im Anschluss bleibt ausreichend Zeit für die Fragen der Zuhörer. lz