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Die Pläne für den Umbau der Schule Barskamp stehen, sind nun auch vom Rat abgesegnet. Grafik: jup-architekten/winsen

Bleckede bringt Ganztagsschulen auf den Weg

Bleckede. Mit 25 Tagesordnungspunkten hatten sich die Bleckeder Politiker bei der letzten Ratssitzung vor den Sommerferien so einiges vorgenommen. Doch die meis ten wurden durchgenickt und abgehakt. Einzig beim Thema Ganztagsschule gab es Diskussionen. Hintergrund: Die Gremien beider Grundschulen haben sich für eine offene Ganztagsschule ausgesprochen. Daher hat die Stadt bei den anstehenden Sanierungsarbeiten an den Schulen für rund 1,3 Millionen Euro auch die dafür notwendigen baulichen Veränderungen im Blick.
Während CDU, SPD und Grüne sich im Wesentlichen einig waren, waren Teile der UWB nicht ganz einverstanden. „Wir möchten, dass über Bleckede und Barskamp getrennt abgestimmt wird“, sagte Ulf Meyer. „Für Bleckede können wir voll und ganz mitgehen, bei Barskamp sehen wir das nicht.“ Er war der Ansicht, dass die Schülerzahlen die Investitionen nicht hergeben, wollte das Geld für den Umbau lieber sparen.

Doch Bürgermeister Jens Böther stellte klar. „Wir holen die Barskamper Schule aus den 1970er-Jahren ins 21. Jahrhundert“, sagte er. „Das hätten wir sowieso machen müssen.“ Heiko Borgert von den Grünen ergänzte: „Wir würden nichts sparen, wenn wir den Ganztagsbetrieb außer Acht lassen.“

Bei der Abstimmung unterlag die UWB. Ab dem Schuljahr 2018 wird in beiden Grundschulen der Ganztagsbetrieb mit einem Nachmittagsangebot dienstags, mittwochs und donnerstags eingeführt. Ergänzend dazu soll eine verlässliche Betreuung bis 17 Uhr von Montag bis Freitag eingeführt und das bisherige Hortangebot eingestellt werden.
Vor den inhaltlichen Tagesordnungspunkten gab es noch eine Formalie für die Ratsmitglieder: Nachdem Helmut Müller von der UWB sein Mandat niedergelegt hatte, rückt jetzt Karina Kopp in die Reihen der Politiker nach. Bürgermeister Jens Böther dankte dem nicht anwesenden Müller noch einmal für sein Engagement und überreichte Meyer ein kleines Präsent für den Scheidenden. Martin Gödecke (UWB) lobte Müllers Fairness und dass er sich nie auf „blöde Spiele“ eingelassen habe.

Karina Kopp wurde von Böther mit Handschlag verpflichtet. Ratsvorsitzende Urte Schwaberau wünschte ihr ein glückliches Händchen und „auch ein wenig Freude“ an der Arbeit.
Noch eine weitere Personalie stand im Raum: der neue Bauamtsleiter René Ringhand verlässt Bleckede wieder. Nachdem in seiner Heimatstadt Parchim der Posten des Bauamtsleiters frei wurde, hatte er sich dort beworben und bat nun um Versetzung. Der Rat stimmte dem zu. Die Stelle wird erst im kommenden Jahr neu ausgeschrieben, bis dahin übernehmen der Bürgermeister oder Kerstin Rohloff kommissarisch die Leitung.

Von Claudia Wesch