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Das Bardowicker Gewerbegebiet wächst weiter. Das Unternehmen Al-Prevent aus Lüneburg will neben der neu errichteten Halle eine zweite bauen und im Oktober einziehen. Foto: uk

Unternehmen zieht es nach Bardowick

Bardowick. Das Bardowicker Gewerbegebiet erfreut sich großer Beliebtheit: Gleich drei Verträgen über den Verkauf von Gewerbegrundstück en gab der Planungsverband Gewerbegebiet B4, der in seiner Zusammensetzung identisch ist mit dem Samtgemeinderat Bardowick, auf seiner jüngsten Sitzung seine Zustimmung. Laut Samtgemeindebürgermeister Heiner Luhmann (CDU) geht es im dritten Bauabschnitt kräftig voran. So wird das Unternehmen Al-Prevent, das sich auf Bettwaren für Allergiker spezialisiert hat, demnächst von Lüneburg nach Bardowick umziehen.

„Als stark wachsendes Unternehmen finden wir im Gewerbegebiet an der B 4 genügend Platz für den kompletten Vertrieb, das Lager und die Versandabteilung“, sagt Al-Prevent-Geschäftsführerin Stephanie Stöfer. Für die erste Lagerhalle wurde kürzlich Richtfest gefeiert, 1000 Quadratmeter für eine zweite Halle sollen nun hinzukommen. „Im Oktober ziehen wir mit mehr als 50 Mitarbeitern um nach Bardowick“, sagt Stöfer, lediglich das Ladengeschäft von Al-Prevent solle in Lüneburg bleiben. Zwei weitere Firmen wollen sich in der Nachbarschaft ansiedeln: Ein ­Toilettenmietservice möchte eine Fläche von 3000 bis 4000 Quadratmetern in der Wittorfer Heide kaufen, ein Entsorgungsservice etwas mehr als 5000 Quadratmeter.

Mit der erfreulichen Nachfrage wächst der Druck, in einem vierten Bauabschnitt weitere Flächen für Gewerbebetriebe zur Verfügung zu stellen. „Wir sind dabei, den Flächenankauf für den vierten Bauabschnitt zu regeln. Auch hier gibt es schon einen Interessenten“, teilte Luhmann mit. Allerdings müsse bei weiterer Ausweitung des Gewerbegebietes wohl eine Abwasserleitung verlegt werden. Wo immer mehr Menschen beschäftigt sind, stelle sich zudem die Frage nach einer Bushaltestelle: „Der Bedarf an öffentlichen Verkehrsmitteln steigt.“

„Als stark wachsendes Unternehmen finden wir im Gewerbegebiet an der B 4 genügend Platz für den kompletten Vertrieb, das Lager und den Versand.“
Stephanie Stöfer, Geschäftsführerin

So zufrieden wie mit dem Wachstum des Gewerbegebietes zeigten sich die Mitglieder des Bardowicker Samtgemeinderates, der unmittelbar vor dem Planungsverband tagte, auch mit dem Jahresabschluss der Abwassergesellschaft Bardowick. Die Jahresbilanz weist zwar einen Fehlbetrag von 324 000 Euro aus, aber damit lägen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 fast im Plan, sagte Luhmann: „Geplant war ein Minus von 316 000 Euro, die kleine Abweichung kann man vernachlässigen.“

Mit dem kalkulatorischen Minus verfolgt die Samtgemeinde Bardowick vor allem das Ziel, die Abwassergebühren stabil zu halten. Keine Überraschung auch, dass auf die Bädersparte mit einem Defizit von 112 000 Euro ein stattlicher Anteil am Gesamtminus entfällt. „Das Naturbad ist uns das Geld wert“, bekräftigte Manfred Mundt (SPD). Man sei sich einig, dass die Eintrittspreise aus sozialen Gründen niedrig bleiben müssten. „Hier kann man für 1,50 Euro Schwimmen gehen, und das auch noch ökologisch vertretbar“, lobte Mundt. Der Rat nahm den Jahresabschluss der Abwassergesellschaft einstimmig zur Kenntnis und erteilte der Geschäftsführung die Entlastung.

Von Ute Klingberg-Struck

One comment

  1. Schön, dass sich mehr Gewerbe hier ansiedelt. Als Anwohner der ehemaligen B4 muss ich aber auch fordern, dass man sich Gedanken über den zunehmenden Straßenlärm zwischen Autobahnabfahrt Bardowick und dem Gewerbegebiet dort macht. Schon jetzt ist es unerträglich laut, wenn LKW und Motorräder vorbei brausen.

    ICH FORDERE DAHER LÄRMSCHUTZWÄNDE FÜR ANWOHNER ENTLANG DER HAUPTSCHNEISE von REWE bis Wittorfer Heide, damit diese ihre Gärten wieder nutzen können!

    Man darf nicht vergessen, dass auch die Autobahn und dreigleisige Bahnstrecke uns schon über Gebühr zusätzlich belastet.