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Unter dem Schwarzlicht lässt sich die Handhygiene überprüfen. Foto: A/Klinikum

Hygienesiegel für Pflegeheime

Lüneburg. Ausgezeichnete Hygiene in der Pflege: Der Landkreis Lüneburg und das Niedersächsische Landesgesundheitsamt haben erstmals elf Pflegeeinrichtungen aus Hansestadt und Landkreis Lüneburg mit dem Niedersächsischen Hygienesiegel ausgezeichnet. Im Rahmen einer Feierstunde in der Kreisverwaltung überreichten Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer und Gesundheitsamtsleiterin Dr. Marion Wunderlich den Vertretern der Alten- und Pflegeheime die Urkunden. Ein Jahr hatten sie Zeit dieses Ziel zu erreichen – jetzt wurden ihre Anstrengungen für mehr Hygiene mit dem Niedersächsischen Hygienesiegel belohnt.

„Hygiene ist ein Thema, das alle Menschen ganz erheblich betrifft“, sagte Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer, „es geht letztendlich darum, schwere Erkrankungen und Todesfälle zu verhindern.“ Heime, die mit dem Siegel ausgezeichnet sind, verfügen über einen besonders hohen Hygiene-Standard, der zudem regelmäßig auf den Prüfstand gestellt wird. Alle zwei Jahre muss das Siegel neu erworben werden.

Alle Teilnehmer erreichten 80 Prozent

„Das Siegel bedeutet viel Arbeit“, betonte der Kreisrat, „innerhalb der Einrichtungen müssen viele Abläufe neu organisiert, viele Fortbildungen besucht und viel Zeit investiert werden, bis Ergebnisse sichtbar werden.“ Nach dem ersten Jahr können sich die Ergebnisse in den elf Einrichtungen aber bereits sehen lassen: „Wir haben es auf Anhieb geschafft, alle teilnehmenden Heime erreichten sofort 80 Prozent“, freute sich auch Peter Bergen vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt.

Dieser Wert muss laut den Regularien eigentlich erst nach dem zweiten Jahr erreicht werden. Die teilnehmenden Heime haben die Ziele wie etwa die Einrichtung einer Hygienekommission, die Ausbildung eines Hygienebeauftragten und die Überprüfung der Hygienemaßnahmen aber so gut umgesetzt, dass sie bereits jetzt die zweite Siegelstufe bekommen könnten. Unterstützt wurden die Pflegeeinrichtungen dabei von Dr. Frank Oppenheimer, Leiter der Hygieneabteilung im städtischen Klinikum.

Der Fachmann stand als Ansprechpartner und Referent in Fortbildungen Rede und Antwort. „Jetzt müssen die Heime den erreichten Standard ein Jahr halten“, sagte Carmen Bergner Koordinatorin des Hygiene-Netzwerks beim Lüneburger Gesundheitsamt, die das Projekt betreut, „im Sommer 2018 können sie dann mit der zweiten Stufe beginnen.“ lk/wö

Diese Einrichtungen haben es geschafft
Diese Einrichtungen im Landkreis Lüneburg tragen ab sofort das Niedersächsische Hygienesiegel: Senioren- und Pflegeheim „Zum Alten Gutshof“ GmbH, Posener Altenheim, Senioren- und Pflegeheim Elb­uferpark GmbH, DRK- Augusta- Schwesternschaft e.V., Alten und Pflegeheim, Haus Herbstrose, GBS Senioren Residenz Lüneburg, Senioren-Zentrum „Reppenstedt“, Seniorenzentrum „Alte Stadtgärtnerei“, Albert- Schweitzer- Altenhilfe Bleckede, Seniorenhaus Vögelsen, Pflege und Therapiezentrum Gut Wienebüttel