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Von August an zahlen auch Eltern mehr, die ihr Kind in der Barendorfer Krippe Zwergentreff betreuen lassen. Doch die Qualität stimmt: Erst Anfang des Jahres waren die Zwerge als erste Einrichtung im Kreis mit dem Deutschen Kindergartensiegel ausgezeichnet worden (Archivbild). Foto: tw

Samtgemeinde Ostheide: Krippen-Gebühren steigen

Bavendorf. Eltern aus der Samtgemeinde Ostheide müssen für den Besuch ihres Kindes in einer Krippe künftig tiefer in die Tasche greifen: Währ end der letzten Sitzung vor der Sommerpause stimmten die Samtgemeinderatsmitglieder einstimmig einer Gebührenanpassung zu. So beträgt der Höchstsatz für die Regelbetreuungszeit (8 bis 14 Uhr) ab dem 1. August 375 Euro statt bislang 350 Euro. „Das ist die erste Gebührenanpassung seit 2013“, erinnerte Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer (SPD). Damals hatte die Samtgemeinde das Krippenwesen übernommen, während die Kindergärten in der Samtgemeinde Ostheide nach wie vor in der Verantwortung der Gemeinden sind. Teuer werden auch die Früh- und Spätdienste in den Krippen: Wer die für sein Kind in Anspruch nimmt, muss statt 30 künftig 35 Euro entrichten.

Gebühren-Anpassungen beschloss der Rat auch für die nachschulische Betreuung – wieder ohne Gegenstimme. Hier liegt der zu zahlende Höchstsatz für die Eltern künftig bei 225 Euro (bisher 210 Euro). In dieser Gebühr enthalten ist ein Essensgeld in Höhe von 80 Euro.

Mit einem Antrag des Unabhängigen Bündnisses Ostheide (UBO) sollen sich zunächst die Verwaltung und dann die entsprechenden Fachausschüsse befassen, bevor der Antrag dann gegebenenfalls wieder im Rat auf der Tagesordnung erscheint. Geht es nach Kay Benson (UBO), der den Antrag für seine Gruppierung vorstellte, sollte die Samtgemeindeverwaltung in Erwägung ziehen, mit ihrer gesamten Hard- und Software im Rathaus dem IT-Verbund Uelzen beizutreten.

Ostheide schließt sich Online-Melder-Portal an

„Der IT-Verbund Uelzen ist eine selbstständige Einrichtung des Landkreises Uelzen, der Hansestadt Uelzen, der Samtgemeinden Aue , Bevensen-Ebstorf und Suderburg sowie der Gemeinde Bienenbüttel in der Rechtsform einer gemeinsamen kommunalen Anstalt“, erläutete Benson den Vorstoß. Er sieht in einem möglichen Zusammenschluss etliche Vorteile für die Samtgemeinde Ostheide: „Da können wir Synergie-Effekte erzielen im Hinblick auf IT-Sicherheit, Softwareauswahl, Administration und Servicelevel, außerdem Schulungen der Mitarbeiter nutzen.“ Benson erklärte zudem, warum das Unabhängige Bürgerbündnis den Blick gen Uelzen richtet: „Eine vergleichbare Anstalt besteht im Landkreis Lüneburg nicht und ist absehbar auch nicht in Planung.“

Einstimmig – bei einer Enthaltung – passierte zum Schluss der Sitzung ein gemeinsamer Antrag von CDU und SPD die Ratshürde – auf Einrichtung eines Melder-Portals „Sag‘s uns einfach!“ Entsprechende Portale gibt es auch schon in den Samtgemeinden Dahlenburg und Bardowick sowie in der Gemeinde Adendorf. Jetzt will auch die Samtgemeinde Ostheide folgen: Über das Melder-Portal können Bürger dem Rathaus auch außerhalb der normalen Erreichbarkeit Nachrichten zukommen lassen. „Beispielsweise können über Handy, Tablet oder PC Anregungen, Schäden, Lob und Kritik ans Rathaus gemeldet werden. Auch können Fotos, etwa von kaputten Straßenlampen oder Bänken hochgeladen werden“, nannte Brigitte Mertz (SPD) Vorteile. Im Rathaus würden diese Meldungen dann abgearbeitet. Zudem könne unter www.ostheide.de parallel der aktuelle Bearbeitungsstatus der Meldungen angezeigt werden.

Von Klaus Reschke

One comment

  1. Das ist die erste Gebührenanpassung seit 2013“, erinnerte Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer (SPD).
    darf ich den spd samtgemeindebürgermeister an das grundsatzprogramm der spd erinnern? kitaplätze sollen kostenlos angeboten werden. von steigerung der preise steht da nichts. warum soll man spd wählen, wenn sie doch nichts tut, was sie ankündigt?