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Schlange an den Informationsschalter: Reisende wollen wissen, wie es mit Verbindungen aussieht.

Pendler kommen nach Hamburg

Lüneburg. Warten heißt es derzeit am Lüneburger Bahnhof. Durch die Sturmschäden fahren Züge noch nicht wieder wie gewohnt. Die Strecke nach Uelzen ist weiterhin gesperrt. Die gute Nachricht: Pendler kommen mit Metronomzügen nach Hamburg. Die Uelzener Eisenbahngesellschaft meldet: „eingeschränkter Zugverkehr mit Verspätungen“.

Reisende reagieren relativ entspannt. So ist eine Gruppe junger Leute auf dem Weg nach Berlin. „Wir wollen zu einem Festival“, sagt ein junger Mann. Mit dem geplanten Zug klappe es nicht: „Ist ok, wir können wohl eine Stunde später fahren.“ Ezard Schmidt-Jorzig, der sonst einen IC nimmt, um zur Arbeit an die Alster zu fahren, muss ausweichen: „Der Zug fällt aus, aber es fährt ein Metronom. Am Ende klappt’s, das ist wichtig.“ Eine lange Schlange gibt es an der Information, Kunden wollen wissen, wie sie weiterkommen. Auch hier herrscht große Geduld.

Eine Streife der Bundespolizei berichtet, dass die Strecke nach Uelzen weiterhin gesperrt ist, auch nach Dannenberg fahren keine Züge. „Trotzdem ist die Lage recht entspannt“, sagt ein Beamter. Metronom meldet: „Strecke weiterhin gesperrt. Es wird versucht, Ersatzverkehr mit Bussen einzurichten, es werden voraussichtlich nicht ausreichend Buskapazitäten zur Verfügung stehen.“
Die Bahn hatte einen Übernachtungszug geschickt. Wie berichtet, hatten ASB und Rotes Kreuz am Donnerstagabend eine Notversorgung für Reisende eingerichtet, denn manche „strandeten“ zumindest vorübergehend in Lüneburg. Sie kamen mit Bussen aus Uelzen, konnten dann mit einem Metronom weiter nach Harburg fahen. Das Problem: Wer in Richtung Bremen musste, kam nicht weiter. Die Strecke war dicht. Das traf junge Leute, die zum Hurricane-Festival nach Scheeßel wollten.

ASB-Sprecher Joschka Schiller zog in der Nacht Bilanz: „In den Einsatzabschnitten Bahnhof Ost und Bahnhof West wurde je eine Betreuungsstelle eingerichtet. Hier gab es die Möglichkeit, sich mit heißen und kalten Getränken, kleinen Snacks und vor allem mit Informationen zu versorgen oder versorgen zu lassen. Zu späterer Stunde wurden die Betreuungsstellen durch die Sanitäter mit Strom und Licht versorgt. Zusätzlich gab es Decken für die Menschen.“

Und weiter: „Insgesamt passierten zum normalen Pendelverkehr rund 3000 Menschen den Bahnhof, die teilweise betreut und versorgt wurden. 9 Personen mussten in einem bereitgestelltem Zug übernachten. Zwei Personen mussten durch Rettungswagen und Krankenwagen transportiert werden. Einsatzende war gegen 1.00 Uhr in der Früh.“ ca