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Sozialministerin Cornelia Rundt und Stadtbaurätin Heike Gundermann stehen auf der Kaufhausbrücke. Im Hintergrund der Viskulenhof an der Salzstraße Am Wasser, die mit Fördermitteln umgebaut wird. (Foto: be)

Lüneburg soll noch schöner werden

Lüneburg. Es sind nur ein paar DINA-4-Zettel, doch für Lüneburg sind sie bares Geld wert. Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt hatte gleich drei Förderbescheide zu ihrem Besuch in der Hansestadt mitgebracht. Schwarz auf weiß steht darauf geschrieben, dass Lüneburg in diesem Jahr mehr als 1,3 Millionen Euro von Bund und Land für den Städtebau bekommt. Das Geld fließt in die Aufwertung des Stadtteils Kaltenmoor, in das Quartier Am Weißen Turm und in das Westliche Wasserviertel.

Stadt in Sachen Förderanträge rouniert

Überraschend kommt der Geldsegen für Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Stadtbaurätin Heike Gundermann nicht, sie sind quasi „alte Hasen“ was Förderanträge angeht und ein eingespieltes Duo. Seit Jahren beantragen und bekommen sie Bundes- und Landesmittel, um Lüneburg ein wenig schöner zu machen. Allein nach Kaltenmoor flossen innerhalb des Programms „Soziale Stadt“ in den vergangenen Jahren mehr als 8,2 Millionen Euro von Bund und Land, weitere 4,1 Millionen hat die Stadt aus eigener Tasche in ihren bevölkerungreichsten Stadtteil investiert. Denn die Finanzierung wird gedrittelt: Bund, Land und Kommune zahlen somit stets den gleichen Anteil.

„Lüneburg gehört zu den Städten, die diese Städtebaufördermittel sehr professionell in Anspruch nehmen und sehr systematisch verbauen. Das macht sich auch optisch bemerkbar“, lobte die Ministerin beim kurzen Ortstermin am Alten Kran. „Das kenne ich aus anderen Städten auch anders.“ Mädge gibt einen Teil des Lobes gern zurück: „Ohne diese Mittel von Bund und Land hätten wir vieles in den vergangenen Jahren nicht umsetzen können. Die Sozialministerin hat Lüneburg gut im Blick.“

Die Förderungen im Überblick

▶ 666 000 Euro stellen Bund und Land für Kaltenmoor zur Verfügung. Mit dem Geld sollen das Einkaufszentrum am St.-Stephanus-Platz neu geordnet und die Parkpalette an der Carl-Friedrich-Goer­deler-Straße abgerissen werden, um Platz zu schaffen für den Neubau der Awo-Kita;
▶ 333 000 Euro fließen aus den Kassen von Bund und Land ins Viertel Am Weißen Turm, wo neben Instandsetzungen und Modernisierungen von Wohngebäuden auch die Neugestaltung von Freiflächen ansteht;
▶ 333 000 Euro gibt es auch als Zuschuss für das Westliche Wasserviertel. Hier heißt das Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Mit dem Geld sollen das Terrakottenhaus an der Lüner Straße gegenüber der Nicolaikirche aufpoliert und die Salzstraße Am Wasser neu gestaltet werden. Für die Straße wünschen sich Radfahrer, dass auf das holprige Kopfsteinpflaster verzichtet wird. Mädge machte deutlich: „Wir werden da mit Sicherheit keinen Asphalt aufbringen, sondern wollen den historischen Charakter der Straße erhalten.“ Gundermann aber versprach: „Dort werden wir auch für die Radfahrer eine gute Lösung finden.“

Die Stadt hat in allen Fällen die beantragten Fördersummen komplett bewilligt bekommen – mit einer Ausnahme: Für die Frommestraße hatten Stadtbaurätin Heike Gundermann und ihr Team auf 220 000 Euro gehofft, doch da gab es kein grünes Licht. Das liege darin begründet, dass die Senkung, die in den vergangenen Jahren stark zugenommen hatte, dort zwar etwas abgenommen habe, aber noch nicht wieder auf das Niveau früherer Jahre gesunken sei. „Solange das nicht der Fall ist, können wir nicht genau sagen, welche Maßnahmen wir ergreifen. Aber wir sind im Gespräch“, versichern Stadtbaurätin und auch Ministerin.

Für Mädge steht fest, dass die Ministerin – sollte sie im Amt bleiben – auch in den nächsten Jahren Förderbescheide in Lüneburg übergeben darf. Mit einem Lächeln sagte er: „Uns werden da schon noch einige Dinge einfallen, wo es was zu fördern gäbe.“

Von Alexander Hempelmann

One comment

  1. Zurück mit der Statue zum Sande — u das schöne Badehaus in den Kurpark