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Das Haus im Stadtpark (oben links), die Studentenwohnungen (rechts), das Werkstattzentrum des Handwerks (unten links), das Privathaus in Bardowick (unten Mitte) und das Gemeindehaus in Hitzacker (unten rechts) sind beim Tag der Architektur am Sonntag zu besichtigen. Vor Ort beantworten die Bauherren und die Architekten Fragen zu den Objekten, auch Führungen werden angeboten.

Modernes Bauen beim Tag der Architektur

Lüneburg. Beim bundesweiten „Tag der Architektur“ am Sonntag, 25. Juni, öffnen Bauherren in ganz Deutschland wieder ihre Objekte für die Öffentlichkeit. Mit dab ei sind fünf Gebäude aus der Region: drei in Lüneburg, je eines in Bardowick und Hitz­acker. Die jeweiligen Architekten stehen gemeinsam mit ihren Bauherren zwischen 11 und 17 Uhr für Gespräche und Führungen durch die Häuser und Außenanlagen bereit. Besucher können vor Ort Fragen zur Planung und Realisierung stellen. Die Objekte im Einzelnen:

Werkstattzentrum 1 im Technologiezentrum des Handwerks, Dahlenburger Landstraße 62 in Lüneburg

Bauherrin: Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
Architekten: Prof. Hans Struhk, Jochen Goede, Stefan Mrosek
Landschaftsarchitekt: Christoph Schonhoff
Fertigstellung: August 2015
Führungen: 11, 13, 15 Uhr
Der zweigeschossige Neubau besteht aus einer Stahlbetonverbundkonstruktion mit Holoribdecken. 14 Lehrwerkstätten mit etwa 168 Ausbildungsplätzen für die Gewerke Metallbau, Feinwerk- und Zerspannungsmechanik, Elektrotechnik, Karosserie- und Fahrzeugbaumechanik sowie Land- und Baumaschinentechnik sind so modular angeordnet, dass sie für künftige Ausbildungsberufe zukunftssicher austauschbar sind.

Studentenwohnen Lüneburg, lmenaugarten 151 + 153 in Lüneburg

Bauherrin: Ilmenau Leben GmbH
Architekten: Patrick Denker, Lars Müller, Nico Grashoff
Fertigstellung: Februar 2017
Führungen: 11, 13, 15 Uhr
Das Wohnheim ist in vier „Einzelhäuser“ aufgelöst. Die Haupterschließungen der Häuser liegen in den Gebäudekörpern 1 und 3. Sämtliche Level und Gebäude sind mit Brücken/Stegen verbunden und gewährleisten eine effiziente Verknüpfung. Hausintern verbinden Deckenausschnitte die Level miteinander. Das lichtdurchflutete Atrium mit Brüstungen aus Glas und Beton ist gleichzeitig Kommunikationsfläche und kann für das Selbststudium genutzt werden. Die Höhendifferenz im Grundstück zur Ilmenau wird genutzt, um die Tiefgarage landschaftsplanerisch zu integrieren.

Haus im Stadtpark, Hansestraße 76, 78, 80 in Lüneburg

Bauherrin: Immobilien Development und Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbH IDB & Co. – Objekt Lüneburg – KG
Architekten: Johannes Jakubeit, Michael Rapp, André Krause, Bastian Patron, Marta Wozniak, Christian Dittmann
Landschaftsarchitekten: Bruun & Möllers GmbH & Co. KG
Fertigstellung: 03.2017
Führungen: 12, 14, 16 Uhr
Der Neubau setzt einen kräftigen, konzeptstarken Akzent und vernetzt sich mit dem Freiraum durch vor- und rückspringende Geschossebenen und Bezüge in das Umfeld. Die leicht geneigten Attikalinien stärken die dynamische Gesamtfigur. Alle Wohnungen sind mindestens zweiseitig belichtet und verfügen nach Westen zum Park über Loggien oder Terrassen innerhalb der reliefartig ausgebildeten Fassade. Die Grundrisse sind attraktiv und großzügig entworfen, einige Wohnungsgrundrisse sind durch eingestellte organische Freiformen gegliedert. Zertifiziert DGNB Gold.

Wohnhaus mit Einliegerwohnung, Schillingskamp 2 in Bardowick

Bauherren: Heidemarie Benecke, Florian Fitter
Architekten: batzik meinheit architekten
Fertigstellung: März 2017
Führungen: 11, 14, 15 Uhr
Das eingeschossige Haus mit zwei Wohneinheiten weist einen durch planungsrechtliche Vorgaben bedingten langen und schmalen Baukörper auf, der in vier gegeneinander verschobene Kuben unterteilt ist. Es entstehen geschützte Außenbereiche für Hauseingänge und Terrassen. Das Gebäude verzahnt sich mit dem umgebenden Garten. Unterschiedlich stark geneigte Dachflächen betonen die Struktur des Gebäudes, eine durchgehende Firstlinie hält den Baukörper optisch zusammen. Das von außen flach anmutende Gebäude bietet unterschiedlich hohe Innenräume.

Gemeindehaus An der Kirche 7 in Hitzacker

Bauherrin: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Hitzacker
Architektinnen: Gabriele Meyer-Herms, Sina Brünger; MA: Dirk Heilemann
Fertigstellung: Februar 2017
Führungen: 11, 13, 15 Uhr
Das Gemeindehaus ist ein denkmalgeschütztes Fachwerkgebäude auf der Stadtinsel. Über 35 Jahre gab es einen Sanierungsstau. Um zusätzlichen Raum und eine neue Ausrichtung zur gegenüberliegenden Kirche zu schaffen, wurden Teile des alten Bestands an der Ostseite abgebrochen. Die Fachwerkfassade in diesem Bereich wurde in der Zwischenzeit in Anpassung an den ursprünglichen Zustand rekonstruiert und die Holzbalkendecke durch statische Maßnahmen ertüchtigt. Dazu kamen umfangreiche brandschutztechnische Maßnahmen, um die Gemeindehausnutzung im Erdgeschoss von den Wohnungen im Obergeschoss zu trennen.