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Umweltminister Stefan Wenzel stellte gestern die „Nachhaltigkeitsstrategie für Niedersachsen“ vor, hier mit der Landesbeauftragten Jutta Schiecke (l.) und der Landtagsabgeordneten Andrea Schröder-Ehlers. Foto: t&w

Umweltminister Wenzel stellt Nachhaltigkeitsstrategie in Lüneburg vor

Lüneburg. Im Lüneburger Behördenzentrum stellte Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) jetzt erstmals die „Nachhaltigkeitsstrategie für Niedersachsen“ vor. Fast zwei Jahre lang haben die Ressorts der Landesregierung in Hannover und die Staatskanzlei unter Federführung des Umweltministeriums für ihre Geschäftsbereiche Ziele und Schwerpunkte zugunsten einer nachhaltigen Politik zusammengetragen. Eine Hoffnung ist nun, dass verschiedene gesellschaftliche Akteure den Ball aufnehmen und sich an dem Prozess beteiligen, der wissenschaftlich von der Leuphana Universität Lüneburg begleitet wird. Laut Wenzel müssen künftig neue Gradmesser für Wohlstand her, die auch den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen für folgende Generationen berücksichtigen.

Wenzel: „Das Bruttoinlandsprodukt ist blind für gesellschaftliche Fehlentwicklungen.“ Das zeige sich auch in der niedersächsischen Wirtschaft: Die wachse weiter und gleichzeitig seien bei der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren bedrohliche Rückgänge zu verzeichnen. „Diese Nachhaltigkeitsstrategie versucht das nun viel differenzierter darzustellen und versucht zu zeigen, wo müssen wir tatsächlich hin. Wie können wir das Ziel erreichen, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten, aber auch gleichzeitig den Zusammenhalt der Gesellschaft zu gewährleisten und eine gute wirtschaftliche Entwicklung zu schaffen.“

In der Region gibt es solche Konzepte längst

Ausgangspunkt der Überlegungen sind die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die 2015 die sogenannten Millenniumsziele abgelöst haben und weltweit Gültigkeit haben sollen. Angefangen bei dem Ziel „Armut in jeder Form und überall beenden“, über „Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen“ bis hin zu „Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern …“. Darauf baut auch die Nachhaltigkeitspolitik der EU auf und ähnlich auf nationaler Ebene. Und auch in der Region Lüneburg gibt es längst Konzepte, darauf wies im Behördenzentrum Gastgeberin Jutta Schiecke in ihrem Grußwort hin.

Die Lüneburger Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung stellte dabei den Bereich „Natur und Umwelt“ heraus, den ihr Landesamt mit einer eigenen Handlungsstrategie bereits seit 2014 bearbeitet mit konkreten Projekten von Dorfentwicklung bis E-Mobilität. Und auch alte Instrumente seien nachhaltig einsetzbar, sei es die Flurbereinigung, die Hilfestellung leisten kann bei der Bildung von Gewässerrandstreifen bis hin zu flächensparender Siedlungsentwicklung im Innenbereich. Von manchen wird Ökologie zum Dogma erhoben. Dazu sagte Schiecke: „Zwar ist Ökologie nicht alles, aber ohne den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist alles nichts.“

Nach den Grußworten teilten sich die anwesenden Vertreter von Kommunen, Verbänden, Unternehmen, Schulen bis hin zu Naturschutzstiftungen in kleine Workshop-Runden auf. Ziel war es, im Gespräch aus lokaler Perspektive Lösungsvorschläge zu sammeln, die in dem vom Land gesteckten Rahmen passen. Die „Nachhaltigkeitsstrategie“ soll nun auch in anderen Landesteilen offiziell vorgestellt und im Herbst zudem ein Nachhaltigkeitsbeirat unter Vorsitz der Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz gegründet werden.

Von Dennis Thomas

One comment

  1. ein herrliches foto. gratuliere demjenigen,der es gemacht hat. schau mir in die augen, kleines. gab es da schon einen oskar?