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Auch in den Sommermonaten brauchen Krankenhäuser gespendetes Blut - doch das ist nicht so leicht. Foto: A/be

Blutreserven werden in den Ferien knapp

Lüneburg. Die Sommermonate bedeuten für viele Menschen Urlaub, Sonne und Strand, für die DRK-Blutspendedienste sind sie aber stets eine Herausforderung: Denn au ch in dieser Zeit müssen Krankenhäuser und klinische Einrichtungen jeden Tag mit Spenderblut für notwendige Operationen versorgt werden. Doch viele der treuen Spender und der Helfer, die die Spendetermine organisieren, sind ebenfalls verreist. Das DRK Rettmer/Häcklingen bietet deshalb einen Sondertermin in den Ferien an: am Freitag, 30. Juni, 16 bis 20 Uhr, im Bonhoeffer-Haus, Margarete-Endemann-Weg 1. Für die Spender gibt es als Bonbon zusätzlich zum Buffet etwas Gegrilltes.

Etwa 108 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden, heißt es vom DRK-Blutspendedienst. Eine Vielzahl von Patienten verdanke ihr Leben fremden Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig gespendet haben. Neben Unfallopfern und Patienten mit Organtransplantationen sind vor allem Krebspatienten auf Blutpräparate angewiesen. Auch bei ungeborenen Kindern im Mutterleib konnten Ärzte bereits Leben erhalten und schwerste Schädigungen vermeiden, dank der aus Blutspenden gewonnenen Präparate.

Ursula Leising, Gebietsreferentin beim DRK-Blutspendedienst, sagt: „In Niedersachsen brauchen wir täglich 2300 Spender, um unseren Versorgungsauftrag zu erfüllen. Aufgrund der Sommer- und Ferienzeit verlieren wir aber bis zu 300 Spender täglich, und Blutkonserven sind nur sehr begrenzt haltbar. Für eine sichere Versorgung brauchen wir deshalb gerade jetzt jeden Spender.“
Grundsätzlich könne jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren Blut spenden, Mehrfachspender nach individueller Entscheidung der Ärzte des DRK-Blutspendedienst bis zu ihrem 73. Geburtstag. Mitbringen sollten die Blutspender ihren Blutspenderpass und einen amtlichen Lichtbildausweis, Erstspender den Personalausweis. red