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Dennis Volland und Claudia Kutzick vom Kreisimkerverein begutachten die beiden neuen Bienenstöcke im Kurpark. Foto: t&w
Dennis Volland und Claudia Kutzick vom Kreisimkerverein begutachten die beiden neuen Bienenstöcke im Kurpark. Foto: t&w

Mehr Bienen im Kurpark

Lüneburg. Seit 2014 sind vier Bienenvölker im Lüneburger Kurpark beheimatet, jetzt sind zwei weitere hinzugekommen. Bald soll der zweite Lehrstand nahe dem Kräu tergarten sogar noch um zwei weitere Kästen ergänzt werden. Dann dürften mehr als 400.000 Bienen im Park unterwegs sein. Dahinter steht ein gemeinsames Projekt von Stadt, Landkreis und Kreisimkerverein, das von der Sparkassenstiftung gefördert wird. Ihren Abschluss soll die Maßnahme im August finden: Dann wird auch das Landwirtschaftliche Bildungszentrum (LBZ) über einen Bienenstand verfügen.

Dass deutlich weniger Bienen im Winter unterwegs sind, verdeutlicht Claudia Kutzick. „Dafür leben die Winterbienen länger, sie sichern das Überleben ihres Stocks und kümmern sich um die Königin.“ Die Sommerbienen würden dagegen Nektar sammeln und die Brut aufziehen.

Veterinäramt musste informiert werden

Um die neuen Bienenkästen aufstellen zu dürfen, musste unter anderem das Veterinäramt informiert werden. „Es beauftragt den Kreiswanderwart, der koordiniert die Standorte, an denen Bienenstöcke beheimatet sind“, sagt die Vorsitzende des Kreisimkervereins. Denn im Falle einer Seuche müsse bekannt sein, wo die Bienen unterwegs sind.

Der Standort eines Lehrstandes sei zudem von der Nahrung abhängig. „Das ist in der heutigen Zeit nämlich das Hauptprob­lem, die Nahrung nimmt stetig ab.“ Vor allem auf dem Land könnten Bienen kaum noch überleben, da es immer weniger Randstreifen an den Feldern gebe, alles sauber und schier gehalten werde. Attraktiver sei dagegen der städtische Raum mit bepflanzten Balkonen oder eben dem Kurpark.

Imkerverein eng mit der AGL zusammen

Dort arbeitet der Imkerverein eng mit der Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH, kurz AGL, zusammen. „Wir geben Tipps, wie eine insektenfreundliche Bepflanzung im Kurpark aussehen kann“, sagt Kutzick. Und die Empfehlungen hat das Team von Oliver Freese, der die Abteilung Stadtgrün leitet, auch umgesetzt. „Wir haben den Kräutergarten mit vielen Stauden für die Bienen, besonders attraktiv ist auch der Klee, der hier überall wächst.“ Er erwähnt aber auch die Wildblumenflächen im oberen Teil der städtischen Grünfläche. „Dagegen sind Rosen, die für uns ein Hingucker sind, für die Bienen unattraktiv.“

Um den kleinen nützlichen Insekten das ganze Jahr über Futter bieten zu können, setze man immer wieder Zwiebelpflanzen in die Erde. Freese: „Wir wollen so zeigen, dass intensive Pflege und die Erhaltung von Natur zusammenpassen. Man kann miteinander.“

Von Anna Paarmann

One comment

  1. Mich wundert immer, daß sich die Bauern gar nicht schämen für ihren Kampf gegen die Natur. Da läuft wohl in der Ausbildung (Echem) etwas falsch, und auch das Elternhaus mag eine schlechte Prägung erzeugen. Es ist bedauerlich, daß man, um in Lgs Umgebung etwas Natur zu finden, nach Undeloh oder an die Elbe fahren muß.