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Der Entwurf zeigt die DRK-Seniorenwohnanlage mit betreutem Wohnen. Zeichnung: Architekt Christoph Ahrens

Wohnprojekt nimmt Fahrt auf

Lüneburg. Das Projekt Seniorenwohnanlage mit betreutem Wohnen des DRK-Ortsvereins Lüneburg-Stadt nimmt Fahrt auf. Der Bauantrag ist gestellt u nd wird derzeit von der Stadt geprüft. „Wir warten auf die Baugenehmigung. Parallel dazu läuft die Ausschreibung, an dem Angebotsverfahren beteiligen sich sechs Generalunternehmen. Wir gehen davon aus, dass uns in den kommenden Wochen die Angebote vorliegen.“ Das erklärten Vereinsvorsitzende Birte Schellmann, Geschäftsführerin Sabine Reckermann und Schatzmeister Dr. Harald Grürmann bei der Mitgliederversammlung.

Wie berichtet, hatte die Mitgliederversammlung die Pläne für das 10 Millionen Euro teure Bauvorhaben im vergangenen Jahr abgesegnet. Danach soll auf dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Soltauer Straße, der Straße Hinter der Saline und dem Privatweg zum Postgelände ein Komplex mit 56 Mietwohnungen mit einer Größe von 50 bis 100 Quadratmetern entstehen. Angesiedelt sein soll auch eine Tagespflege für 20 Personen. Ein Ansprechpartner ist täglich in der Zeit von 7 bis 22 Uhr vor Ort, der gegebenenfalls auch Unterstützung vermittelt.

Großes Interesse unter den Senioren

Das Projekt sorgt für große Nachfrage. „Wann immer dazu berichtet wurde, erhielten wir mehrere Hundert Anfragen“, sagt Sabine Reckermann. Wann nun genau mit dem Bau begonnen wird, lasse sich erst sagen, wenn die Angebote der Unternehmen vorliegen, macht Grürmann deutlich. Denn mit Blick auf die eigene Beschäftigungslage des Unternehmens, das dann den Auftrag erhält, solle dieses dann vorgeben, wann es los geht.

Thema bei der Mitgliederversammlung waren auch die Tätigkeitsberichte sowie die Entwicklung der Mitgliederzahl. Die sank im vergangenen Jahr auf 732 (2015: 797). Unter anderem sind 50 ehrenamtliche Mitarbeiter ausgetreten, weil der Bereitschaftsdienst heruntergefahren wurde. Den Grund erläutert Birte Schellmann: „Der ehrenamtliche Leiter hat leider aufgehört. Gerade bei Großveranstaltungen bedarf es aber eines engagierten Kopfes. Deshalb besetzen wir diesen Bereich zurzeit nicht. Die Folge waren leider Austritte. Wir sind aber dabei, eine neue Führungsspitze zu suchen.“

Das gelte ebenso fürs Jugendrotkreuz, ergänzt Sabine Reckermann. Auch da müsse man eine neue Leitung suchen, weil junge Leute aufgrund ihres Studienbeginns die Aufgabe abgegeben hätten. Erfreulich sei, dass es im vergangenen Jahr 30 Eintritte gegeben habe. Als Grund hätten die neuen Mitglieder vor allem das breite Angebot des Vereins benannt, das nicht nur zu Tanz, Gymnastik, Nordic Walking, Gedächtnistraining und QiGong einlädt, sondern auch den Kultur-Treff sowie Reisen und Tagesfahrten offeriert. „Alle Gruppen leben vom Engagement der Leiter. Unserer Erfahrung nach zieht das weitere Interessierte“, so Dr. Grürmann.

Birte Schellmann als Vorsitzende bestätigt

Zur positiven Bilanz des Vereins gehört auch, dass 24 Helfer der „Kleinen Bereitschaft“ bei 21 Bluspendeterminen im Einsatz waren. Es gab 1784 Blutspenden, das waren 366 mehr als im Vorjahr. Davon waren 234 Erstspender (87 mehr als im Vorjahr). 1249 Personen wurden in Erste-Hilfe-Kursen aus- beziehungsweise fortgebildet. In der Kleiderkammer gaben elf Ehrenamtliche 18 232 Kleidungsstücke an 1766 Menschen aus. Die Zahl derer, die die Einrichtung nutzten, sei gestiegen, so Reckermann, darunter viele Flüchtlinge.

Erfreut zeigen sich Vorstandsmitglieder und Geschäftsführung auch, dass Katja Reinhardt nach bestandener Prüfung nun endgültig die Pflegedienstleitung übernommen hat. 14 Mitarbeiter versorgten im vergangenen Jahr 119 Patienten im Rahmen der ambulanten Pflege. Die Qualitätsprüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung habe die Note 1,0 erbracht.
Auch mit der Arbeit des Vorstands scheinen die Mitglieder äußerst zufrieden zu sein. Der alte Vorstand wurde bestätigt: Vorsitzende Birte Schellmann, Stellvertreterin Monika Bernreuther, Schatzmeister Dr. Harald Grürmann, Justiziar Werner von Meding, Beisitzerin Helene Benzin.

Von Antje Schäfer