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Theateraufführungen, hier „Pension Schöller“ von der Niederdeutschen Bühne Sülfmeister, waren 2016 der Renner bei den Plattdeutschen Wochen. Foto: A/t&w

Vorbereitungen für „Plattdeutsche Wochen 2018“ laufen

Lüneburg. Günther Wagener, Plattdeutschbeauftragter für Stadt und Landkreis Lüneburg, hat genau nachgezählt: 5360 Besucher kamen im vergangene n Jahr zu den rund 65 Veranstaltungen der Plattdeutschen Wochen. Die Vorbereitungen für die „Plattdüütschen Weeken“ 2018 laufen bei Wagener schon wieder auf Hochtouren.

Die Plattdeutschen Wochen waren zuletzt Thema bei der Vorstandssitzung des Vereins Lüneplatt. Kernzeit für die Veranstaltungsreihe soll der Zeitraum vom 15. Februar bis 15. April 2018 sein. Vor allem plattdeutsche Theaterstücke waren 2016 die Schlager des Programms – 3000 Besucher sahen sich die an, allein zu den 15 Aufführungen der Niederdeutschen Bühne Sülfmeister kamen 1550 Zuschauer. Konzerte, Lesungen, Filme, Stadtführungen und „Klön­snacks“ ergänzten das Programm.

Alle, die damals Beiträge zu den Plattdeutschen Wochen geliefert hatten, hat Günther Wagener jetzt angeschrieben und um ihre Termine für 2018 gebeten. Außerdem die Ortsverbände des DRK und der Landfrauen sowie plattdeutsche „Krings“, Gesprächskreise. Man sei auch offen für weitere Angebote, etwa plattdeutsche Betriebsbesichtigungen. Wagener: „Außerdem wollen wir mit unserem Programm verstärkt Kinder und Jugendliche ansprechen.“

Mit 3500 ausführlichen Programmheften war im vorigen Jahr für die Veranstaltungen der Plattdeutschen Wochen geworben worden. Vielleicht nicht so ausführlich, „dafür noch breiter gestreut“, soll die Werbung für die Veranstaltungsreihe im kommenden Jahr sein. Wagener: „Wir arbeiten an einem Konzept.“

Auch die Vorbereitungen für das fünfjährige Bestehen von Lüneplatt laufen schon: Am 27. November 2012 war der Verein, der die Aktivitäten für den Erhalt der niederdeutschen Sprache in der Region bündelt, in Adendorf gegründet worden. 13 Gründungsmitglieder waren damals dabei. Günther Wagener, der in seiner Funktion als Plattdeutschbeauftrager dem Vorstand angehört: „Inzwischen ist die Mitgliederzahl auf etwa 80 gewachsen.“

Lüneplatt feiert seinen fünften Geburtstag

Für Sonnabend, 18. November, ist eine Veranstaltung in der Scharnebecker Domäne geplant. Eingeladen werden alle Leiter der plattdeutschen „Krings“ und Theatergruppen im Landkreis, alle Autoren und Musikanten in der Region, die sich dem Plattdeutschen verbunden fühlen.

In Gruppen und im Plenum soll über die Förderung der Niederdeutschen Sprache in der Region diskutiert werden. Ein gemütlicher Teil mit Büfett und Konzert, zu dem auch die Öffentlichkeit eingeladen ist, soll den Tag abschließen.

Mit zahlreichen weiteren Aktionen will der Verein im Gespräch bleiben. Wagener: „Unter anderem wollen wir nach den Sommerferien noch einmal die Initiative in Sachen Ortsschilder ergreifen.“ Gemeinden können ergänzend auch die plattdeutsche Schreibweise darauf anbringen lassen. Unter „Adendorf“ würde „Adendörp“, unter dem Namen des Ortsteils „Erbstorf“ würde „Arvstörp“ stehen.

Für ein weiteres Vorhaben des Vereins Lüneplatt sind noch Anmeldungen möglich: Vom 9. bis 13. Oktober geht es mit dem Bus nach Prag. Näheres gibt es bei Günther Wagener unter (04131) 981204.

Von Ingo Petersen