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Bürgermeister Rolf Roth vor dem neu gestalteten Mitteltrakt des Rathauses der Samtgemeinde Elbmarsch. Foto: pet

Rathaus Marschacht fit für die Bürger

Marschacht. Eine lange Geschichte geht zu Ende: Seit rund zehn Jahren wird in der Samtgemeinde Elbmarsch immer wieder über die Sanierung des Rathauses in Marschacht diskutiert. 2009 wurde erstmals Geld dafür in den Haushalt eingestellt. Ein dickes Loch im Etat stoppte das Vorhaben. Erst 2014 ging es mit den Arbeiten los, deren Ende jetzt abzusehen ist. Insgesamt dürfte die Sanierung des Rathauses rund 700 000 Euro kosten.

Das heutige Rathaus der Samtgemeinde Elbmarsch wurde etwa 1957 erbaut, damals als Schulgebäude. In den Jahren 1987/88 erfolgte der Umbau zum Rathaus, das am 29. April 1988 feierlich eingeweiht wurde.

Laut Bürgermeister Rolf Roth war die Wärmedämmung „so gut wie null“ gewesen, vor allem im Mitteltrakt mit seiner Glasfassade und den Alufensterrahmen. Teilweise „nicht mehr zeitgemäß“ (Roth) seien Einteilung und Ausstattung der Räumlichkeiten gewesen.

Einwohnermeldeamt noch nicht fertig

Schon im Herbst 2014 war der erste Bauabschnitt der Sanierung fertiggestellt worden – alle alten Fenster, sofern sie nicht von späteren Sanierungsmaßnahmen betroffen waren – wurden damals gegen moderne, energetisch zeitgemäße Fenster ausgetauscht. Kosten: 110 000 Euro. Es folgte der zweite Bauabschnitt, als unter anderem das Samtgemeindearchiv aus dem Ostflügel auszog und die Finanzabteilung der Samtgemeinde dort neue Räume übernahm. Kosten: 200 000 Euro.

Schon seit dem vergangenen Herbst ist der eigentliche Haupteingang des Rathauses im Mitteltrakt gesperrt, Besucher kommen über einen provisorischen Eingang im Osttrakt ins Haus. Am auffälligsten ist die Aufstockung des Mitteltrakts um eine zweite Etage, die in diesem Frühjahr fertig wurde – dort ist für die 25 Rathausmitarbeiter, die 22 Stellen besetzen, ein komfortabler Sozialraum entstanden, außerdem der neue EDV-Bereich. Außerdem wurde die Front des Verwaltungssitzes ein Stück nach vorn gezogen. Dieser Abschnitt ist mit 400 000 Euro der aufwändigste.
Einige Monate werden die Handwerker im Marschachter Rathaus noch zu tun haben. „Wir hoffen, dass wir bis zum Jahresende durch sein werden“, sagt Bürgermeister Roth. Noch fertigzustellen sind der Eingangs- und der Wartebereich im Mitteltrakt, ebenso das angrenzende Einwohnermeldeamt. Zum Abschluss steht im Ostflügel noch die Umwandlung von bisherigen Büroräumen in den künftigen Sitzungsraum an.

Tag der offenen Tür geplant

Von den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen erhoffen sich die Verantwortlichen im Rathaus – trotz einer größeren Nutzfläche von rund 150 Quadratmetern – künftig auch moderatere Energierechnungen: Im Jahr 2015 kamen im Rathaus Energiekosten von etwa 17 100 Euro zusammen – 8200 Euro für Gas, 8900 Euro für Strom.

Wenn die Sanierung des Rathauses komplett abgeschlossen ist, möchte Samtgemeindebürgermeister Roth die Bürgerinnen und Bürger aus der Elbmarsch einladen: „Wir denken über einen Tag der offenen Tür nach, vielleicht im Mai 2018.“

Von Ingo Petersen