Donnerstag , 18. Oktober 2018
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Landrat Manfred Nahrstedt (v.l.) nimmt die Unterschriftenliste entgegen von Silke Bachem, Christiane Albien und Aurica Gabriel. Foto: t&w

Bleckede: 2281 Unterschriften für den Schul-Erhalt

Bleckede/Lüneburg. Die Pläne zur Einrichtung einer Oberschule in Bleckede hat der Landkreis Lüneburg vorerst auf Eis gelegt, doch ausruhen will sich der Arbeits kreis „Für den Erhalt der Realschule Bleckede“ darauf nicht. Insgesamt 2281 Unterschriften haben die Eltern aus Bleckede zwischen dem 19. April und 18. Juni gesammelt – und nun an Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) übergeben. Der nahm die Listen entgegen und versicherte: „Wir haben das Thema bekanntlich von der Tagesordnung genommen und warten erstmal die Entwicklung der Schulen ab.“ Nach den aktuellen Anmeldezahlen würden an beiden Schulen ab Sommer wieder zwei fünfte Klassen gebildet. „Und auch die Anmeldezahlen im kommenden Jahr wollen wir abwarten“, betonte Nahrstedt.

Wie berichtet, hatte die Kreisverwaltung Mitte Februar einen Vorstoß zur Umwandlung der Haupt- und Realschule in eine Oberschule gestartet – und damit den Zorn Bleckeder Eltern auf sich gezogen. Es folgten zum Teil hitzige Diskussionen während der Sitzungen des Kreisschulausschusses, außerdem bei einer Informationsveranstaltung des Landkreises in Bleckede. Mitte Mai zog die Kreisverwaltung ihren Vorstoß schließlich zurück, endgültig vom Tisch ist das Thema damit allerdings noch nicht. „Also bleiben wir dran“, sagt Arbeitskreissprecherin Silke Bachem.
Gesammelt hat der Arbeitskreis die Unterschriften für den Erhalt der Schulen in ihrer bisherigen Form zum einen in Bleckede. „Geschäftsinhaber haben unsere Listen ausgelegt“, berichtet Bachem, „außerdem hatten wir viele fleißige Hände, die aktiv Unterschriften gesammelt haben.“ Darüber hinaus hat der Arbeitskreis die Online-Plattform „openPetition Deutschland“ genutzt. „Insgesamt hatten wir am Ende 1497 Papier- und 784 Online-Unterschriften.“

Damit aber nicht genug: „Die Organisation openPetition hat alle Kreistagsmitglieder gebeten, eine schriftliche Stellungnahme abzugeben“, berichtet Silke Bachem. Insgesamt sollten alle 58 Kommunalpolitiker eine Anfrage erhalten haben, reagiert haben bisher allerdings nur sechs: Martin Dingeldey (AfD), Christoph Podstawa (Die Linke), Rolf Rehfeldt (Grüne), Harald Subke (AfD), Berni Wiemann (FDP) und Frank Rink (AfD). Einsehbar auf der Internetseite www.openpetition.de, Suchwort „Für den Erhalt der Haupt- und Realschule Bleckede“, Unterpunkt „Stellungnahmen“.

Und noch etwas plant der Arbeitskreis: „Am Freitag, 3. November, soll im Bleckeder Haus eine Podiumsdiskussion stattfinden.“ Thema: „Die Zukunft des Schulstandortes Bleckedes – Ist das dreigliedrige Schulsystem ein Auslaufmodell?“ Einladen wird der Arbeitskreis alle vier bildungspolitischen Sprecher der CDU, SPD, FDP und Grünen, eine Vertreterin der Bundesinitiative Differenziertes Schulwesen und einen Vertreter vom Verband Deutscher Realschullehrer.

Von Anna Sprockhoff

2 Kommentare

  1. Werner Schneider

    Wo kommt in Deutschland nur der Hass auf die Kinder her? Lasst ihnen doch die freie Entwicklung bis man weiß, wo die Reise hingeht. Das Einteilen mit 9 Jahren macht international kein Mensch mehr. In Bleckede hätte man gleich eine IGS einrichten sollen.