Donnerstag , 15. November 2018
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Unterstützen Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben: Hans-Jürgen Dietrich, Regionalleiter Heinrich Bär und Klaus-Dieter Meier (v.v.l.)vom Patenmodell Lüneburg stellten Landrat Manfred Nahrstedt die Arbeit der Ausbildungsbrücke vor. Foto: lk/nh

Hilfe beim Weg ins Berufsleben

Lüneburg. Den Schulabschluss schaffen, einen Ausbildungsplatz finden und dann den ersten Job ergattern: Dabei helfen in der Region Lüneburg die Paten der Ausbil dungsbrücke. Rund 70 Ehrenamtliche sind zurzeit an sieben Schulen in Stadt und Landkreis Lüneburg aktiv und unterstützen mehr als 100 Schüler. Wenn es nach Regionalleiter Heinrich Bär geht, könnten es aber noch mehr werden: „Viele Jugendliche wollen von einem Paten unterstützt werden, deswegen suchen wir noch Menschen, die sich engagieren wollen.“

Erst Anfang der Woche stellten Bär und seine Mitstreiter die Ausbildungsbrücke in der Lüneburger Kreisverwaltung vor. „Es geht hier um viel mehr als um Arbeitsvermittlung“, sagte Landrat Manfred Nahrstedt anschließend, „die Paten der Ausbildungsbrücke unterstützen Jugendliche dabei, den passenden Weg von der Schule bis in den Beruf zu finden und schaffen so die Grundlage für ein erfolgreiches und erfülltes Berufsleben der Erwachsenen von morgen.“ Die Paten engagieren sich ehrenamtlich, pro Schüler investieren sie etwa zwei bis drei Stunden pro Woche. In dieser Zeit unterstützen sie die Jugendlichen – etwa bei der Suche nach dem passenden Beruf oder beim Schreiben von Bewerbungen. Weit mehr als 200 Jugendliche haben die Paten bereits erfolgreich begleitet. „Was im Fußball der Trainer ist, macht bei uns der Pate“, sagt Heinrich Bär, „der Trainer beobachtet, analysiert, entwickelt Strategien. Aber er macht auch auf Schwächen und ungenutzte Stärken aufmerksam und drängt so zum Erfolg.“

Niemand ist auf sich allein gestellt

Mitmachen kann jeder, der es sich zutraut. „Bei uns engagieren sich Unternehmer oder ehemalige Lehrer, aber auch Studenten“, sagt Bär. Die Paten werden regelmäßig geschult und haben die Möglichkeit, sich regelmäßig auszutauschen. „So ist keiner auf sich allein gestellt, alle können von den Erfahrungen der andren profitieren“, so der Leiter.

Mit dabei sind bereits die Christianischule, die Volkshochschule Region Lüneburg, die Schule am Katzenberg Adendorf, die Hugo-Friedrich-Hartmann Schule Bardowick, die Georg-Sonnin-Schule (BBS II) und die Berufsbildende Schule III. Ab dem Schuljahr 2017/2018 kommt auch die Hanseschule Oedeme dazu. Zudem gibt es mit dem Projekt „IdA“ (Integration durch Ausbildung) auch ein Angebot für Zugewanderte.

Wer sich als Pate für die Ausbildungbrücke engagieren möchte, kann sich an Heinrich Bär wenden, (04131) 18475, E-Mail heinrich.baer@tonline.de. Weitere Information zum Patenmodell gibt es unter www.ausbildungsbruecke.patenmodell.de.

Auch im Radio wird die Ausbildungsbrücke sich vorstellen: Am Mittwoch, 26. Juli, sind Heinrich Bär, Claus Petersen und Rocco Golembiewski von 12 bis 13 Uhr in der Sendung „Plattenkiste“ auf NDR 1 zu hören. lk