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Die Lüneburgerin Michaela App gehört zu denen, die gern am Elbe-Seitenkanal bei Erbstorf spazieren gehen. Noch lieber, seit dort eine Bank steht. Auch sie hat hat sich schon in das ausliegende Gästebuch eingetragen. Foto: t&w

Neue Bänke für Adendorf: Schöne Aussicht garantiert

Adendorf. Gäbe es einen Wettbewerb um die Sitzbank mit dem schönsten Ausblick in Adendorf, diese Bank hätte beste Chancen: Ein engagierter Erbstorfer hat das ne ue Sitzmöbel gebaut und in Erbstorf, in der Nähe des Friedhofs und mit Blick in Richtung Felder und Lüneburg, aufgestellt.

Aus einem halben Baumstamm hat der engagierte Bürger, der namentlich nicht genannt werden will, die Bank gefertigt. Die Gemeinde Adendorf hat den Standort, etwa 100 Meter südlich des Friedhofs und etwas erhöht gegenüber dem umliegenden Gelände, genehmigt.

„Sunsetbank“, zu Deutsch Sonnenuntergangsbank, hat der Erbstorfer sein Geschenk an Spaziergänger, Wanderer und Hundehalter genannt. Und er hat sogar – in einer Box – ein Gästebuch ausgelegt, in der Nutzer Kommentare abgeben können. Auch bei Facebook können Banksitzer Kommentare abgeben.
Unter den zahlreichen Einträgen im Gästebuch heißt es etwa: „Der perfekte Platz für diese wunderschöne Bank.“ Oder: „Coole Idee. Wie nett.“ Und auch: „Ein supertoller Platz, um den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen.“ Besonders beliebt ist die Bank nämlich gegen Abend, wenn am Westhimmel – mit Blick auf die Türme von Lüneburg – die Sonne untergeht.
Gut leben lässt es sich in Adendorf, davon sind viele der mehr als 10 000 Bürgerinnen und Bürger fest überzeugt. Noch besser sitzen lässt es sich künftig nicht nur am Elbe-Seitenkanal in Erbstorf. Dank weiterer neuer Bänke, die in Adendorf aufgestellt wurden oder aber noch werden.

Auch in der Teichaue lässt es sich ab sofort besser sitzen: Der Bürgerverein Adendorf hat hier eine Picknickbank gespendet, die gerade installiert wurde. Vereinsvorsitzende Gundula Meyer sagt: „Mit der Teichaue haben wir fast mitten im Dorf einen wunderschönen Park, der kaum von den Adendorfern genutzt wird. Selbst viele Adendorfer kennen die Teichaue und ihre Geschichte gar nicht. Warum das so ist, darüber kann auch im Vorstand nur spekuliert werden. Zum einen könnte es an der schlechten „Einsehbarkeit“ liegen. Zum anderen gibt es aber auch – außer direkt am Teich – keine Sitzmöglichkeiten. Auf jeden Fall haben sich Gundula Meyer und ihre Mitstreiter „auf die Fahnen geschrieben, die Teichaue attraktiver zu machen“.

Und auch die Gemeinde war aktiv: Eine neue Bank steht am Verbindungsweg zwischen Kirchweg und Kirchwald, eine weitere hinter dem Rathaus, an der Verbindung zwischen von-Stauffenberg-Straße und Bonnestraße.

Ein weiteres Sitzmöbel ist für den Bereich Kirchweg/Königsberger Weg geplant. „Unser Bauhof hat im Moment noch andere Dinge zu tun, aber die Bank kommt“, sagt Bürgermeister Thomas Maack. Die Aufstellung weiterer Bänke sei in Planung, Vorschläge für mögliche Aufstellplätze nimmt die Gemeinde Adendorf entgegen.

Von Ingo Petersen