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Es muss nicht immer das Auto sein: Bei gutem Wetter fällt der Umstieg vom Pkw auf's Fahrrad besonders leicht, findet Olaf Pahl, Radverkehrsbeauftragter des Kreises.

Umsteigen vom Auto aufs Fahrrad

Lüneburg. Einfach mal das Auto stehen lassen und mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren: Dass sich das Umsteigen lohnt, schon weil Bewegung und frische Luft für gute Laune sorgen, das Radfahren zudem die Umwelt schont, weil Abgase und Lärmbelastung wegfallen, das möchte der Landkreis Lüneburg mit weiner Aktion untermauern: Er sucht nun alle vier Wochen den Umsteiger des Monats: Menschen, die sich entschieden haben, weitgehend aufs Auto zu verzichten und stattdessen mit dem Rad unterwegs zu sein.

„Die Sommerzeit lädt dazu ein, vom Auto aufs Rad umzusteigen“, sagt Olaf Pahl, Radverkehrsbeauftragter des Kreises. „Wer dauerhaft auf sein Auto verzichten oder zumindest die Fahrten reduzieren will, fängt am besten bei gutem Wetter damit an. Wenn das gelingt, fällt der Umstieg später leichter.“ Bis das Radfahren zur Gewohnheit wird, kann es dauern. Für Umstiegswillige aus Stadt und Landkreis hat der Radverkehrsbeauftragte deshalb ein paar Tipps zur Motivation auf Lager.

Schöne Strecken fördern gute Laune

„Wer Spaß an seinem Rad hat, schwingt sich eher mal auf den Sattel“, sagt der leidenschaftliche Radler. „Am Anfang steht also ein Fahrrad, das gut aussieht und sich angenehm fährt. Geiz lohnt sich da nicht. Überlegen Sie lieber: Was brauche ich? Was mag ich? Und dann investieren Sie in das Rad, das Sie in den nächsten Jahren begleiten soll.“ Auf einer schönen Strecke fährt es sich leichter zum Ziel. Wer zum Beispiel für den Weg zur Arbeit das Fahrrad nehmen will, sollte auch darüber nachdenken: „Über Rad- und Feldwege fährt es sich besser als an der stark befahrenen Straße“, sagt Pahl, „mit etwas Glück kann man beim Radfahren die Ruhe und die Natur genießen.“ Und wer ein paar Kilometer entspannt in die Pedale getreten hat, sei meist besser gelaunt als nach dem Stau im Auto.

Wer vom Auto aufs Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen ist und von seinen Erfahrungen berichten möchte, wendet sich an den Landkreis per E-Mail an inga.masemann@landkreis.lueneburg.de. Olaf Pahl und Inga Masemann wählen die besten Umsteiger-Geschichten aus und geben sie an die LZ weiter. Unter allen Einsendungen verlost der Kreis einen Preis. lk

3 Kommentare

  1. Werner Schneider

    Das geht besser: Kopfsteinpflaster weg, klare Beschilderung nur für Radfahrer (insbesondere ausgezeichnete Schleichwege in die Stadt für Auswärtige, siehe Schottland) und die Einrichtung von Fahrradstraßen. Aber ich wette: Das kriegt die Stadt nicht hin.

    • Es wäre auch schlimm wenn die Stadt das „hinkriegen“ und nach und nach ihr historisches Stadtbild (hier Kopfsteinpflaster) nur für fanatische Fahrradfahrer vernichten würde.

      Ich bin zwar auch ein Fahrradfahrer, akzeptiere aber lieber die Umstände, freue mich über das historische Stadtbild und halte mich an die allgemeinen Verkehrsregeln. Was sich von vielen Fahrradfahrern leider nicht behaupten lässt.

      Leider ist Ihre Forderung „Kopfsteinpflaster weg“ symptomatisch für viele Interessengruppen. Nur die eigenen Interessen haben Geltung ohne Rücksicht auf die, die andere Interessen vertreten/haben. Aber das passt auch zur Rücksichtslosigkeit vieler Radler und leider auch zu einem grundlegenden Verhalten und denken in unserer Gesellschaft.

  2. Claudia Schmidt

    Kein entweder oder. Kopfsteinpflaster UND Spuren für die Fahrradfahrer. Wir haben seit 8 Jahren kein eigenes Auto mehr und fahren mit carsharing natürlich auch mal Auto. Schwarz-Weiß ist nie ein guter Lösungsweg

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