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Der Kreisausschuss hat Verhandlungen mit „FKP Scorpio“ zugestimmt.

Betreiber für Lüneburger Arena in Sicht

Lüneburg. Das Ausschreibungsverfahren um den Arena-Betrieb ist aus Sicht des Landkreises Lüneburg entschieden: Noch existiert die Veranstaltungshalle „Arena Lüneburger Land“ zwar nur auf dem Papier, aber in Sachen Betreiber ist der Landkreis Lüneburg als künftiger Bauherr nun einen Schritt weitergekommen: Jetzt ist es offiziell, dass der Hamburger Konzertveranstalter „FKP Scorpio“ die Arena bespielen soll (LZ berichtete). Gestern gab der Kreisausschuss des Lüneburger Kreistags in nichtöffentlicher Sitzung grünes Licht, abschließende Vertragsverhandlungen mit den Hamburgern aufzunehmen, das bestätigt auf LZ-Nachfrage Lüneburgs Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer. Kommende Woche sollen die Gespräche stattfinden.

Ausgeschrieben hatte der Landkreis die Pacht der Veranstaltungshalle. Dabei hatte FKP Scorpio das beste Angebot unterbreitet. Während Stadt und Landkreis Lüneburg die Arena mit Investitionskosten in Höhe von rund 13 Millionen Euro über 20 Jahre finanzieren werden, liefe der Betreibervertrag aus rechtlichen Gründen zunächst aber nur fünf Jahre – mit Option auf Verlängerung. Wenn der Vertrag kommende Woche auf Basis eines vorhandenen Entwurfes abschließend verhandelt werden sollte, würde das Papier für den letzten Segensspruch durch die Politik im August noch einmal dem Kreisausschuss vorgelegt.

Erster Kreisrat Krumböhmer stellt klar, dass die Pachteinnahmen in keinem Fall dazu geeignet wären, den Bau der Halle zu refinanzieren: „Unser Ziel ist es, mit dem Geld eine Rücklage aufzubauen, um Unterhaltung und spätere Sanierungen bezahlen zu können.“

Zuletzt war im Lüneburger Kreistag auch Kritik laut geworden, dass während des Diskussionsprozesses aus einer Sporthalle mit der Möglichkeit, Veranstaltungen stattfinden lassen zu können, mittlerweile eine Veranstaltungshalle geworden ist, in der auch mal Sport möglich wäre. Zumal diese Eventhalle von der öffentlichen Hand bezahlt wird, aber von einem privaten Unternehmen mit Gewinnabsicht betrieben werden soll. Dazu sagte jetzt Krumböhmer: „Veranstaltungshallen dieser Art sind nicht davon gekennzeichnet, dass sie unerhörte Überschüsse abwerfen, im Gegenteil.“ Umso wichtiger sei es, einen professionellen Betreiber im Boot zu haben, der mit dem vorhandenen Geld auskäme. Sollten jedoch im betriebswirtschaftlichen Sinne Gewinne auflaufen, „dann werden wir davon einen Teil abbekommen, das ist im Beihilferecht auch so gefordert“. dth

18 Kommentare

  1. Fakt bleibt, unsere beiden Verwaltungshäuptlinge in Kreis und Stadt haben über ein Jahr lang die Bürger und die Gremien belogen, dass sich die Balken biegen.

    Nix mit Schulsport.

    Nix mit Breitensport.

    Nix mit Nutzung durch Vereine und private Gruppen.

    NUR SVG UND KOMMERZEVENTS!

    • Da haben Sie recht Herr Mentz tragisch, dass so etwas keine Konsequenzen für Nahrstedt und Co. hat. Er wurde ja schon als Pudel von Mädge bezeichnet und als jemand umschrieben, der in seiner Aufgabe heillos überfordert ist.

  2. Ich bin schon sehr gespannt, wie Nahrstedts (und Mädges) „Narrativ“ im August (vor dem „letzten Segensspruch durch die Politik“) lauten wird, wenn sich – Oh Wunder über Wunder! Oh Pfeil in die Zukunft! Oh gutes Omen! – herausstellt, dass die „abschließenden Vertragsverhandlungen mit“ Folkert Koopmans‘ „FKP Scorpio“ ergeben hätten, eine „Kooperation“ komme überraschend doch nicht zustande und derjenige, der die Arena nun bespielen solle, weil er (von zwei Bietern) das zweitbeste Angebot „für die Pacht“ der Veranstaltungshalle „unterbreitet“ habe, sei der ¡Vamos!-Geschäftsführer Klaus Hoppe.

    • Klaus Hoppe wird am Ende in den sauren Apfel beißen und als Betreiber die pachtfreie Arena mit fünfstelligen monatlichen Kostenzuschüssen aus den Kreis-und Stadtkassen übernehmen müssen, wenn das Hamburger Veranstaltungsunternehmen kurzfristig ausscheidet. Denke ich auch. Das wird bestimmt eine Riesenüberraschung für den SVG-Sponsor vom Campus Wohn- und Kulturkonzern!

  3. Ich finde es TOLL, das Lüneburg endlich wieder eine Veranstaltunghalle bekommt.
    Auf jeden Fall freue ich mich schon auf dieverse Musikkonzerte.

    • Sven, das haben Sie hier ja schon zehntausend Male unter siebentausend verschiedenen Namen zum Ausdruck gebracht.

      Zu befürchten ist bloß, dass die versen Musikkonzerte und auch die versen Volleyballkonzerte per verser Steuergeldbanktransfers auf verse Betreiberkonten unverhältnismäßig teuer von Ihnen und Ihren versen Claqueursfreunden bezahlt werden müssen.

  4. Detlev Behrens

    Ah ja…
    „Unser Ziel ist es, mit dem Geld eine Rücklage aufzubauen, um Unterhaltung und spätere Sanierungen bezahlen zu können.“
    „Veranstaltungshallen dieser Art sind nicht davon gekennzeichnet, dass sie unerhörte Überschüsse abwerfen, im Gegenteil.“ Umso wichtiger sei es, einen professionellen Betreiber im Boot zu haben, der mit dem vorhandenen Geld auskäme. Sollten jedoch im betriebswirtschaftlichen Sinne Gewinne auflaufen, „dann werden wir davon einen Teil abbekommen, das ist im Beihilferecht auch so gefordert“.

    Das heißt ja, wenn man es genau analysiert:

    1) Wir WISSEN, dass die Halle defizitär sein wird
    2) Wir HOFFEN, dass wir zumindest einen kleinen Teil der nötigen Unterhaltskosten wieder reinbekommen
    3) Wir BESTÄTIGEN, dass wir die komplette Zeit die Öffentlichkeit über den eigentlichen Zweck der Halle belogen haben – es geht ausschließlich um Prestige und sinnfreie Unterstützung einer Randsportart

    Es ist doch schön, dass die Bürger in Stadt und Kreis von nun an zusätzliche, weitere Millionen für ein nicht-notwendiges Projekt zahlen müssen.
    Das wäre grundsätzlich nicht tragisch, würden Stadt und Kreis nicht schon seit langem in den roten Zahlen ertrinken. Auf der anderen Seite werden die Politiker, die das kleine 1×1 der Wirtschaftlichkeit nicht kennen, immer weiter im Amt bestätigt – also machen sie ja alles richtig. Und das führt zu der, sagen wir mal, sehr selbstbewussten Art unseres OB und seiner „Pudel“.

    Spannend wird es auch, wenn die Konzession in fünft Jahren wieder ausgeschrieben wird. Vermutlich wird es dann richtig schwer, wenn auch für den Konzessionär kalkulierbar ist, dass sich das Ganze nicht lohnt. Denn im Gegensatz zum Kreis und der Stadt muss ein privates Unternehmen Gewinn erwirtschaften…

    • das problem ist, der billigste soll immer den zuschlag bekommen. es wird nie kontrolliert, ob dieser anbieter so überleben wird. verantwortung ist da nicht weit verbreitet.

      • Klaus Bruns
        Sie schreiben Stuss. Wenn Sie keine Ahnung haben, sollten Sie einfach mal den Rand halten.
        An die Power von Koopmans‘ Scorpio reicht Hoppe in fünfhundert Jahren nicht heran. Das Risiko ist nicht, dass Koopmans den lachhaften Anforderungen von Nahrstedt, Krumböhmer und Bahlburg nicht genügen, sondern dass unsere Spezialagenten denen von Koopmans nicht entsprechen können. Ein Vollprofi wie der wird sich von drei hohlen Landeiern bestimmt nicht über den Löffel balbieren lassen.

      • Detlev Behrens

        Nun ja Herr Bruns, jenseits der schablonenhaftigkeit Ihres Posts gibt es die Verantwortung des Anbieters, die Wirtschaftlichkeit seines Angebots selber zu verantworten.
        Es handelt sich ja nicht um einen unbedarften Privatmenschen mit einem IQ von 75 (den muss man vor sich selber schützen!), sondern um eine GmbH, die schon länger im Geschäft ist und somit weiß (oder wissen sollte!), wie ein für sie tragfähiges Angebot auszusehen hat.
        Daher zieht ihre Forderung (wie ich es verstehe) nach einer Verantwortung des Ausschreibenden (hier des Kreises) nicht. Oder habe ich Sie missverstanden?

    • Sandro Herbert

      Wir schmeißen 13 bis 20 Millionen Euronen aus dem Fenster, um mal herauszufinden, ob wir das wuppen können.

      Das ist der Wesenskern des „Projekts“.

      • Wir?

        Das Schnabeltier, das Schnabeltier
        vollzieht den Schritt vom Ich zum Wir.
        Es spricht nicht mehr nur noch von sich,
        es sagt nicht mehr:“Dies Bier will ich!“
        Es sagt:“Dies Bier,
        das wollen Wir!“
        Wir wollen es, das Schnabeltier!

    • Ich weiß gar nicht, warum eine Kleinstadt wie Lüneburg am Rande Hamburgs mit bester Anbindung an die Großstadt überhaupt solch eine Veranstaltungshalle braucht, wo diese Stadt mit seiner nachtaktiven Bevölkerung kaum eine Disko auslasten kann. Wer in Lüneburg ein anständiges Konzert erleben möchte fährt sowieso nach Hamburg, weil die Stadt Hamburg vor und nach dem Konzert viel mehr zu bieten hat und daher dem Publikum leichter einen unvergesslichen oder abwechslungsreichen Abend bietet. Das ganze Projekt bleibt einfach Unausgegoren, Plan- Bedarfs- und Konzeptlos unter selbst berauschter Leitung eines Herrn Nahrstedt, der wahrscheinlich davon träumt seine jungen Jahre in der Sektbar der Nordlandhalle wieder aufleben zu lassen. Die Stadt hätte lieber in einen vielseitig nutzbaren Sportpark mit Halle investieren sollen, davon hätte die vielen Vereine mit ihren Mitgliedern alle etwas und die ein oder andere Konzertveranstaltung hätte sicher auch stattfinden können. Da wäre die ganze Woche ein Nutzen und etwas los. Nun dürfen wir gespannt sein auf 20-30 Veranstaltungen im Jahr und ein paar für viele uninteressante Volleyballspiele. Das werden nach einer kurzen Anfangseuphorie 20 quälende Jahre mit der Arena. Danke Manfred.

      • Simone Schmöllers

        So isses, Klaus. Und wie Sie ganz richtig schreiben: Mannis Jugend mit dem Leit-Roadie von Peter Alexander an der Sektbar in der Nordlandhalle fand im Herzen unserer Event-City statt. Zwischen Wasserturm und St. Marien-Kirche kochte das Ochtmersleben! Nicht umsonst hat Parkhauskönig Manzke sich das Filetstück von niemandem wegschnappen lassen. Zum Straw und zum Diggi-Diner warens genauso nur ein paar Schritte wie in den Clamartpark zum Koksen unterm Dragonerdenkmal, zu den Transen im Liebesgrund oder zu den Girls und Modellen rund um den Hähnchengrill auf der Rübekuhle gegenüber vom Nightclub, in dem Martin Lühmann jetzt auf Uromis Küche von Anno 1900 macht. Daneben im Gebäude gab’s unten ein Striplokal, und oben im zweiten Stock das „Voodoo“. Das war die Location für die Rocker und die aufblühende Metalszene!

        Aber die hoppenstedtsche Spar-Bahlburg Lüneburger Rand?

        In der Industriebrache auf dem alten Schlachthofgelände neben der privaten Parkbucht von Postbote Andreas Meihsies?

        Ich bitte Sie, wer wollte denn in dieser abgelegenen, von stinkenden Autos umtosten Gewerbewüstenei auch nur tot übern Zaun hängen?

  5. Muß wieder an den Song von Reinhard Mey denken: „Klabautermann führt das Narrenschiff, volle Fahrt voraus und Kurs auf’s Riff“.

    • Narrenmann führt das Klabauterschiff, volle Fahrt voraus und Kurs auf’s Riff, träfe in diesem Fall genauer.