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Die Studie kommt zu dem Schluss: Ein Arbeitnehmer, der in Hamburg arbeitet und in Lüneburg lebt, zahlt für Miete und Bahnkosten zusammen weniger als ein Hamburger, der seinen Arbeitsplatz in seiner Heimatstadt hat. Nimmt der Lüneburger sein Auto, ist der Hamburger deutlich im Kostenvorteil. Grafik: lz

Neue Studie zeigt: Pendeln mit der Bahn lohnt sich

Lüneburg. Wer täglich von Lüneburg aus zur Arbeit nach Hamburg muss, kann den Zug nehmen oder das Auto. Wer sich für die erste Variante entscheidet, spart viel Geld – und auch Zeit. Wie viel im Detail, das hat eine neue Studie ermittelt.

Rund 10 300 Lüneburger aus Stadt und Landkreis pendeln laut der Lüneburger Stadtverwaltung werktags, etwa 7500 von ihnen mit dem Ziel Hamburg. Eine Untersuchung des Online-Sparportals CupoNation belegt nun, dass das Bahnfahren monatlich eine Ersparnis von rund 600 Euro bringen kann.

Monatlich bis zu 600 Euro sparen

Laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung zieht es mehr als 60 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland täglich von außerhalb der Großstadtgrenzen in die Metropolen, Tendenz steigend. Vor diesem Hintergrund hat sich das Sparportal die Frage gestellt: Lohnt sich das Pendeln wirklich? Und dabei hat es auch untersucht, wie viel Geld Lüneburger sparen, wenn sie statt mit dem Auto mit der Bahn fahren. Markus Löblein erläutert die Ausgangssituation für die Zahlen: „In der Studie wurden die Mietpreise in zehn deutschen Städten und jeweils fünf umliegenden Orten bis 130 Kilometer Entfernung verglichen und in Korrelation zu den Fahrtkosten gesetzt.

Als Referenz wurde eine Wohnung mit drei Zimmern und einer Größe zwischen 60 und 70 Quadratmetern genommen. Bei den Kosten fürs Auto, wenn ohnehin ein Fahrzeug gehalten wird, sind nach der aktuellen Autokostenrechnung des ADAC für 2017 der anteilige Wertverlust sowie Betriebskosten und Werkstatt-/Reifenkosten enthalten.“ Und bei der Bahn-Variante war der in die Studie eingeflossene Preis der einer DB-Zeitkarte, die vom ICE bis zum Nahverkehr alles abdeckt.

Zeitvergleich spricht für Schienenverkehr

Der Zeitvergleich spricht eindeutig für den Schienenverkehr: Der Autofahrer braucht für eine 56,50 Kilometer lange Strecke nach Hamburg durchschnittlich 52 Minuten, der Zug schafft‘s in 34 Minuten. Wie viel Zeit der Pendler vom Hauptbahnhof bis zum Arbeitsplatz etwa mit der S-Bahn braucht oder der Autofahrer im Hamburger Stadtverkehr und für die Parkplatzsuche, wurde nicht untersucht. Bei den monatlichen Mietkosten in Lüneburg geht die Studie von 621 Euro aus und zieht folgenden Vergleich: Die Auto-Tour nach Hamburg und zurück samt Miete schlägt monatlich mit 1396,26 Euro zu Buche, die Bahn-Tour mit dem DB-Ticket mit 876,40 Euro – eine deutliche Ersparnis von mehr als 400 Euro. Alleine die Autokosten werden also mit 775,26 Euro beziffert.

Doch es geht noch deutlich günstiger auf der Schiene mit dem HVV-Ticket: Wer bei der Metronom-Eisenbahngesellschaft die Monatskarte nutzt, zahlt 210,80 Euro – und spart gegenüber dem Auto 564,46 Euro. Und wer das Ticket im Abo hat, zahlt monatlich nur 172,80 Euro – spart also 602,46 Euro. In diesem günstigsten Fall gibt der Pendler aus Lüneburg also für Miete und Fahrt nach Hamburg monatlich 793,80 Euro aus.

Arbeitnehmer aus Bremen, Norderstedt und Pinneberg

Das Onlineportal CupoNation rechnet auch vor, was ein Hamburger, der in seiner Heimatstadt seinen Arbeitsplatz hat, monatlich für Miete und Fahrtkosten ausgibt. Dabei kalkuliert die Studie mit einer Miete von 775 Euro. Nimmt er den Wagen zur Arbeit, macht dies zusammen 959,49 Euro – die Autokosten sind mit 184,49 Euro veranschlagt. Nimmt er den öffentlichen Personennahverkehr, für den nur 86,40 Euro anfallen, zahlt er inklusive Miete 861,40 Euro.

So steht Lüneburg im Kostenvergleich mit Hamburg durch die niedrigeren Mietkosten bei der Bahnnutzung deutlich besser da – mit dem Auto sieht‘s aber deutlich schlechter aus. Das gilt übrigens auch für Arbeitnehmer aus Bremen, Norderstedt und Pinneberg, die ihren Job in der großen Hansestadt haben.

Von Rainer Schubert

One comment

  1. „Wer täglich von Lüneburg aus zur Arbeit nach Hamburg muss, kann den Zug nehmen oder das Auto. Wer sich für die erste Variante entscheidet, spart viel Geld – und auch Zeit.“

    Dass das Fahrem mit dem Auto teurer ist, dem kann ich zustimmen. Eine Zeitersparnis habe ich alleerdings mit dem Auto, von Lüneburg nach Allernöhe fahre ich höchstens 40 Minuten in eine Richtung, mit dem öffentlichen Nahverkehr sind es ca. 1:45 Stunden eine Richtung. Da ist es doch klar, welches Verkehrsmittel genutzt wird.