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Linda Macfalda, Laura Steck und Léa Oltmanns (von links) sind die neuen AStA-Sprecherinnen an der Leuphana. Foto: be

Drei neue Sprecherinnen für die Studentenvertretung

Lüneburg. Weil sie sich für andere engagieren wollen, muss das eigene Studium nun erstmal etwas zurückstehen: „Normal belegt man fünf oder sechs Kurse, jetzt vielleicht drei“, sagt Linda Macfalda. Sie bildet zusammen mit Léa Oltmanns und Laura Steck das neue Team der Sprecherinnen des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) an der Lüneburger Universität. Ein zeitaufwändiges Engagement, für das alle drei in Kauf nehmen, dass sie an der Leuphana nun wohl etwas länger lernen werden. Der Abschluss in der Regelstudienzeit ist mit der neuen Tätigkeit kaum zu schaffen.

Für möglichst gute Studienbedingungen sorgen

Initiativen vernetzen, Engagement koordinieren, Öffentlichkeitsarbeit betreiben, für Transparenz sorgen, Ansprechpartner sein für Probleme der Studenten und ihnen zeigen, wo der AStA helfen kann – so skizzieren die jungen Frauen, allesamt Anfang zwanzig, ihre Aufgabe, für die sie vom Studierendenparlament gewählt wurden. Kurzum: „Wir wollen dafür sorgen, dass man hier unter möglichst guten Bedingungen studieren kann,“ sagt Laura Steck.

Léa Oltmanns ergänzt: „Wir kannten uns vorher nicht, aber ich glaube, dass wir uns ganz gut ergänzen, weil wir aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommen.“ Sie selbst studiert Kulturwissenschaften im vierten Semester, Linda Macfalda beschäftigt sich im sechsten Semester mit Umweltwissenschaften, während Laura Steck Digitale Medien als Studiengang gewählt hat und nunmehr ebenfalls im vierten Semester ist. Gemeinsam wollen sie für „frischen Wind“ sorgen.

Gerade sei ein Student ins Büro gekommen, er sei mit der Bewertung seiner Prüfungsleistungen unzufrieden gewesen, berichtet Linda Macfalda. Ein Fall, in dem das AStA-Team helfen könne. „Wir haben ihm aufgezeigt, welche Rechte er hat und welche Schritte er unternehmen kann.“ Aufzeigen, wo sie unterstützen können, das sei nun eines ihrer Hauptanliegen.
Auch wenn das ganz heiße Eisen, wie es lange Zeit der Bau des immer teurer werdenden Libeskind-Gebäudes war, aktuell nicht anzupacken ist, schwelen doch mehrere Probleme an der Hochschule, welche die Studenten – und damit auch das AStA-Trio – wohl weiter beschäftigen werden, wie etwa der Konflikt um die Krankschreibungsregelung bei Prüfungen (LZ berichtete).

Doch auch das Thema Zentralgebäude bleibt auf der Agenda: „Aktuell findet da noch keine Lehre statt. Es wird spannend zu sehen, wie es in der Praxis laufen wird“, sind sich die drei Studentinnen einig. Ein weiteres Thema ist das neue Semesterticket, da deute sich eine Verbesserung an, weil die Leuphana nun nicht mehr allein mit den Verkehrsbetrieben über die Konditionen und Leistungen verhandelt, sondern sich mehrere Studentenvertretungen verschiedener Unis zusammengetan haben. Linda Macfalda ist zuversichtlich: „Vermutlich werden mehr Strecken hinzukommen“ – bei gleichbleibenden Kosten. Und für die Erstsemester, die im Oktober nach Lüneburg kommen, wollen sie wieder eine Bettenbörse anbieten.

Das AStA-Büro hat während des Semesters werktags von 10 bis 16 Uhr geöffnet, sie wollen versuchen, möglichst oft vor Ort zu sein. Hinzu kommen Abendveranstaltungen und Wochenendfortbildungen. Wie viel Zeit sie in ihre neue Aufgabe stecken werden, das wissen die neuen Sprecherinnen aktuell selbst noch nicht. Léa Oltmanns sagt: „Das ist ein Fass ohne Boden. Man kann immer mehr machen.“

Von Alexander Hempelmann

5 Kommentare

  1. Ach, schau an! Laura, die scharzüngige LZ- und Blog.jj-Kommentatorin will für „frischen Wind“ im AStA sorgen. Ich gratuliere Linda und Léa und dir!

    Es schwelen doch mehrere Probleme an der Hochschule?

    In der Tat!

    Das Thema Zentralgebäude bleibt auf der Agenda: „Aktuell findet da noch keine Lehre statt.“ Wie auch? Oben muss erstmal fertig gebaut werden und unten wird gerade das Schwimmbad eingerichtet: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/884672-berichterstattung-kreistag-lueneburg#comment-101081

    Viel Erfolg und lG, Moritz

    • Sicher, dass Du Laura meinst und nicht Lena? Soweit ich weiß, bloggt die mit Lotze, Löb und Landrat bei Jenckel.

      Laura, Linda und Léa gratuliere ich zum anspruchsvollen Job.

  2. Werner Schneider

    Gratulation und eine Frage: Wieso ausschließlich Frauen? Wird nicht gegendert?

    • Die Frage wäre nur gestattet, wenn ausschließlich Kerle am Start gewesen wären, deren Vornamen alle mit „Gott“ anfangen (Gottbert, Gotthard, Gottmann, Gotthold, etc.) oder aufhören (Fürchtegott, Traugott, Herrgott, etc.).

  3. wie wäre es hier auch eine frauenquote einzuführen, sonst haben die männer selten eine chance. schmunzeln.