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Gaben den Startschuss für das neue Fahrgastinformationssystem: Bernward Franzky, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Bachstein, die Landtagsabgeordnete Petra Tiemann, Stades Erster Kreisrat Dr. Eckart Lantz, KVG-Geschäftsführer Michael Fastert, Verkehrsminister Olaf Lies, Kreisrätin Monika Scherf vom Landkreis Harburg, VNO-Geschäftsführer Dietmar Opalka und Lüneburgs Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer (v.l.).

Genau wissen, wann der Bus kommt

Lüneburg. Mit Informationen in Echtzeit können sich Fahrgäste im Landkreis Lüneburg künftig minutengenau über Ankunftszeiten oder Verspätungen von Bussen inform ieren – per Smartphone-App, im Internet sowie an ausgewählten Haltestellen (LZ berichtete). Schritt für Schritt werden Busse und Haltestellen nun für 3,2 Millionen Euro mit moderner Technik ausgestattet, rund zwei Drittel der Kosten übernimmt das Land. Den Rest teilen sich die KVG und die beteiligten Landkreise Lüneburg, Stade und Harburg, die jeweils rund 100 000 Euro investieren.

Wartezeiten vermeiden 

„Mit dem neuen System können die Fahrgäste Wartezeiten vermeiden und ihre Fahrt besser planen“, sagt Lüneburgs Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer. Um Echtzeitdaten bereitzustellen, werden technische Zusatzausstattungen angeschafft und in die Busse eingebaut. Alle Linien im südlichen Gebiet des Hamburger Verkehrsverbunds sollen integriert werden. „Das ist besonders für Berufspendler inte­ressant, die täglich mehrere Verkehrsmittel wie Bus und Bahn nutzen“, sagt Krumböhmer.

Zunächst wird jetzt ein neues Betriebsleitsystem angeschafft, das die Positionsdaten der Busse empfängt. Fahrgäste, die vom Zug auf den Bus umsteigen, können so ihre Verbindungen genau im Auge behalten. Zudem werden neue Bordrechner für die Busse angeschafft, über die Echtzeitinformationen beispielsweise an dynamische Anzeigen an den Haltestellen und in den Bussen sowie an die Fahrplanauskunft im Internet weitergeleitet werden. In den drei Landkreisen werden rund 495 Fahrzeuge mit neuen Systemen ausgestattet. Zentrale Haltestellen wie der Lüneburger Bahnhof und Am Sande werden außerdem mit digitalen Anzeigen ausgestattet. lk

2 Kommentare

  1. „Das ist besonders für Berufspendler inte­ressant, die täglich mehrere Verkehrsmittel wie Bus und Bahn nutzen“, sagt Krumböhmer.

    Na toll, dann kann ich im Metronom in Echtzeit sehen, dass ich meinen Anschlussbus nicht erreichen werde. Berufspendler haben in der Regel die Fahrpläne ihrer Anschlüsse im Kopf. Aus meiner Sicht rausgeschmissenes Geld.

    Es könnte aber ein Schuh drauss werden, wenn denn die Anschlussbusse Verspätungen der Züge übermittelt bekommen würden. Diese könnten dann in einem bestimmten Zeitfenster warten und somit Zeitverluste von nicht nur Berufspendlern minimieren. Z. Zt. ist es doch so, dass der Bus planmäßig am ZOB startet während der Zug mit einer Verspätung von bis zu 5 Minuten in LG ankommt. Da nützt mir das tolle System nichts, ich muss auf die nächste Verbindung warten.

  2. Die 3,2 Millionen Euro hätte man tatsächlich sinnvoller nutzen können. Was helfen Echtzeitinformationen, wenn wenig bis keine Busse fahren – so wie am Wochenende im Landkreis Lüneburg bzw. außerhalb der Pendlerzeiten? Ein Ausbau des Verkehrsnetzes wäre wünschenswert!

    Man hätte hier außerdem von der DB lernen können: deren Echtzeitinformationen in der App sind so zuverlässig wie der Wetterbericht. Stellt man sich darauf ein, dass der Zug 10 Minuten Verspätung hat, kommt er doch pünktlich und wenn man pünktlich am Bahnsteig steht, hat der Zug statt 10 Minuten bereits 20 Minuten Verspätung.