Aktuell
Home | Lokales | Offenburger Filmteam dreht im Libeskind-Bau
Ein Teil des Teams: (v.l.) Kamera-Assistent Noé Henkes, Kameramann Matthis Paul Waetzel, Produktionsleiter Josua Tobias Krüger und Model Lucia Grell. Foto: phs

Offenburger Filmteam dreht im Libeskind-Bau

Lüneburg. Drei Tage lang war das Foyer des Libeskind-Baus Schauplatz für einen Filmdreh. Studenten aus Offenburg haben Szenen für einen Modeclip aufgenommen. Initiiert wurde das Projekt von einem gebürtigen Lüneburger: Josua Tobias Krüger. Der 23-Jährige studiert im fünften Semester Mediengestaltung in Offenburg. Er hatte die Idee, bei der Leuphana anzufragen, und die gab bereitwillig grünes Licht.

Kleidung von Designer Tim Labenda 

Das zehnköpfige Team erhielt eine Einweisung im Gebäude, ehe dann gedreht wurde – auch mit einer Drohne –, bis zu zehn Stunden täglich. Mit dem Verlauf ist Krüger zufrieden. „Alles ist gut gelaufen, natürlich dauert es oft länger als man denkt.“ Auch ist der junge Mann dankbar, dass die Leuphana das Gebäude für den Dreh zur Verfügung gestellt hat.

Er habe sofort an den Neubau denken müssen, als er die Idee hatte, einen Fashion-Film zu drehen. „Das Gebäude wurde zu der Zeit fertig. Es ist sehr abstrakt in seinen geometrischen Formen, damit wollten wir bewusst einen Kontrast zu der organischen, natürlichen Mode setzen.“ Tim Labenda, der in Berlin ein Modelabel führt, hat dafür eine seiner Kollektionen zur Verfügung gestellt. Ein Nachwuchsmodel konnte das Team über eine Hamburger Agentur anheuern.

Lucia Grell ist die Protagonistin in dem Modefilm. Sie spielt eine junge Frau, die sich nach der Natur sehnt. „Diese Verbundenheit wird durch die Kleidung verkörpert“, sagt Josua Tobias Krüger. Für manche Szenen musste das Filmteam etwas tricksen: So blickt die junge Frau beispielsweise sehnsüchtig aus dem Fenster. Da das Außengelände des Libeskind-Baus zurzeit jedoch noch eine Baustelle ist, wird die Natur noch nachträglich eingefügt. Das soll nun in der Postproduktion geschehen.

Krüger hat das Projekt erneut in seinem Berufswunsch bestärkt, es bereitet ihm Freude, Storyboard und Drehplan zu schreiben, also zu planen, wo und wann welche Kamera-Einstellungen aufgenommen werden und wann das Licht am besten fällt. Das Zentralgebäude sei ein dankbarer Ort zum Drehen gewesen, sagt er, „wegen der vielen Fenster“. ap

One comment

  1. „Foyer des Libeskind-Baus Schauplatz für einen Film“

    Man gut, daß nicht im Keller gedreht werden mußte. Sonst hätten die jungen Leute eine Unterwasserkamera gebraucht.