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Kaiser Wilhelm zu Besuch in Berlin. Foto: nh
Kaiser Wilhelm zu Besuch in Berlin. Foto: nh

Kaiser Wilhelm kehrt zurück

Lauenburg. Vor einer Woche hatte sich der Elbe-Raddampfer Kaiser Wilhelm auf große Fahrt begeben – und steuerte die Bundeshauptstadt Berlin an. Von Lauenburg aus fuhr das Schiff drei Tage lang, bis es sein Reiseziel am Montag schließlich erreichte.

„Nach unserer erfolgreichen Fahrt nach Dresden vor zwei Jahren haben wir uns diesmal Berlin ausgesucht“, erzählt Zahlmeister Holger Böttcher. „Um den ,Kaiser‘ bekannter zu machen und um uns in Berlin dankbar zu zeigen“. Der Dank Böttchers, der ehrenamtlicher Geschäftsführer des Vereins zur Förderung des Lauenburger Elbschiffahrts-Museums ist, gilt vor allem dem Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann. „Durch seinen Einsatz hat der Verein vor drei Jahren 400.000 Euro Fördermittel des Bundes erhalten, weitere 950.000 Euro zur Erneuerung des alten Dampfkessels in diesem Jahr.“ Am Mittwoch hatte Brackmann selbst für kurze Zeit das Steuer des Raddampfers übernehmen können.

Fahrt zum Reichstag musste leider abgesagt werden

Während seines Aufenthaltes hatte der Raddampfer mit Kapitän Markus Reich und seiner ehrenamtlichen Crew beim Rathaus Spandau festgemacht und war zu Fahrten auf der Havel, um die Pfaueninsel und Wannsee gestartet. Eine Fahrt zum Reichstag musste leider wegen hoher Wasserstände auf der Spree und damit zu geringer Durchfahrtshöhe unter den Brücken abgesagt werden. Nach dreitägigem Aufenthalt sowie mit 210 Fahrgästen an Bord verließ Kaiser Wilhelm Berlin am Donnerstag nun wieder. Am Sonntag kehrt die Crew dann wieder nach Lauenburg zurück.

Die nächste große Fahrt ist bereits geplant: 2020 soll es an die Weser gehen. Dort war der Raddampfer 70 Jahre lang gefahren – von 1900 bis 1970. „50 Jahre später fahren wir genau dort noch einmal hin“, kündigt Böttcher an.
Von Patricia Luft