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Bienja Lünnemann hat sich mit der Ausbildung zur Tischlerin ihren Kindheitstraum erfüllt. Foto: t&w

Die neuen Azubis legen los

Lüneburg. Für viele junge Frauen und Männer war am Montag ein besonderer Tag. Sie beginnen mit ihrer Ausbildung und erlernen nun in verschiedenen Unternehmen in Stadt und Landkreis über mehrere Jahre einen Beruf. So zieht es die einen ins Rathaus oder in eine Tierklinik, die anderen in eine Gärtnerei oder Werkstatt. Insgesamt haben sich seit Oktober 1145 Bewerber bei der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen gemeldet, das sind 43 junge Menschen weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden 928 Ausbildungsstellen ausgeschrieben, Ende Juni waren noch insgesamt 372 Plätze unbesetzt und 500 Jugendliche auf der Suche.

Arbeitsmarkt bleibt in Bewegung

Die Zahlen würden ein ähnliches Bild wie im vergangenen Jahr zeichnen, sagt Salvatore di Benedetto, Bereichsleiter bei der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich in den kommenden Wochen noch viel am Arbeitsmarkt bewegt.“ Er geht davon aus, dass einige Ausbildungsstellen noch neu gemeldet werden, weil Jugendliche sich kurzfristig doch für eine andere Lehrstelle entscheiden oder zusätzlicher Bedarf in den Betrieben besteht.

Kräfte werden zurzeit vor allem noch im Einzelhandel und im Bankwesen gesucht. Aber auch an Handelsfachwirten, Verkäufern und Köchen mangelt es in Stadt und Landkreis Lüneburg (siehe Info-Box). Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Jobs im Einzelhandel oder Büromanagement am größten. Aber auch der Beruf eines Kfz-Mechatronikers ist für viele interessant. Dass Angebot und Nachfrage nicht immer übereinstimmen, weiß di Benedetto. Einige Berufe seien bei Jugendlichen nicht präsent oder ihrer Meinung nach nicht attraktiv.

Flexibiliät ist gefragt

Denjenigen, die bislang noch keine Stelle gefunden haben, empfiehlt er die Berufsberatung der Arbeitsagentur. Auch sollten sich Jugendliche nicht auf einige wenige Berufswünsche einschränken, sondern auch über den Tellerrand schauen und vielleicht sogar zunächst ein Praktikum erwägen. „Auch bieten mehr und mehr Betriebe duale Studiengänge als Alternative zum Hochschulstudium an“, sagt er.

Einen Termin zur Berufsberatung können Jugendliche telefonisch unter (0800) 4555500 oder im Internet über die Seite www.arbeitsagentur.de vereinbaren.
Viele junge Frauen und Männer sind auf ihrer Suche aber auch fündig geworden. Die LZ hat mit fünf Auszubildenden aus der Region über ihren neuen Job, Ziele und Zukunftsperspektiven gesprochen.

Von Anna Paarmann

Top 10: Hier gibt es die meisten Bewerber

  • 1. Kaufmann/-frau im Einzelhandel ↔ 82
  • 2. Kaufmann/-frau Büromanagement ↔ 59
  • 3. Kfz-Mechatroniker PKW-Technik ↔ 49
  • 4. Verkäufer/in ↔ 45
  • 5. Medizinische/r Fachangestellte/r ↔ 40
  • 6. Industriekaufmann/-frau ↔ 34
  • 7. Koch/Köchin ↔ 28
  • 7. Verwaltungsfachangestellte/r Kommunalverwaltung ↔ 28
  • 9. Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung ↔ 26
  • 10. Immobilienkaufmann/-frau ↔22

Quelle: Arbeitsagentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, Stand: Juni 2017

Top 10: Hier gibt es die meisten freien Stellen

  • 1. Kaufmann/-frau im Einzelhandel ↔ 26
  • 2. Bankkaufmann/-frau ↔ 23
  • 3. Handelsfachwirt/-in ↔ 19
  • 4. Verkäufer/-in ↔ 16
  • 5. Koch/Köchin ↔ 14
  • 6. Fachverkäufer/-in Lebensmittelhandwerk/Bäckerei ↔ 13
  • 7. Fachkraft Lagerlogistik ↔ 12
  • 7. Restaurantfachmann/-frau ↔12
  • 7. Kaufmann/-frau Büromanagement ↔ 12
  • 10. Zerspanungsmechaniker/-in ↔ 10

Quelle: Arbeitsagentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, Stand: Juni 2017