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In der Samtgemeinde Ostheide hat mit großer Wahrscheinlichkeit schon wieder ein Wolf zugeschlagen und in Sülbeck eine Schnucke und zwei Lämmer gerissen. Symbolbild: A/t&w

Wolf tötet drei Tiere in Sülbeck

Sülbeck. Wieder hat der Wolf zugeschlagen – und wieder in der Samtgemeinde Ostheide. Vor wenigen Tagen hat ein Tier eine Schnucke und zwei Lämmer auf einer Weid e in Sülbeck gerissen. „Das war wahrlich kein schöner Anblick“, sagt Schnuckenhalterin Angelika Schön, als sie morgens die Kadaver im Gatter entdeckte. „Eines der Lämmer war noch nicht ganz tot“, berichtet die Sülbeckerin. „Das ist ein unhaltbarer Zustand“, sagt sie. Die Jagd auf den Wolf dürfe kein Tabu mehr sein.

Die Wolfsdiskussion spaltet die Region wie kaum ein anderes Thema: Während sich die einen über die Rückkehr der Grauhunde freuen, würden die anderen, allen voran die Nutztierhalter auf dem Land, am liebsten sofort eine Obergrenze für die Tiere einführen. „Die normale Sterblichkeitsrate oder der Tod durch Verkehrsunfall reichen längst nicht aus, um die Zahl der Wölfe zu regulieren“, sagt Angelika Schön. Vergleicht man den Anstieg über die vergangenen Jahre, kann von einem jährlichen Wolfszuwachs in Deutschland von 30 Prozent ausgegangen werden. Allerdings weist die „Gesellschaft zum Schutz der Wölfe“ darauf hin , dass dies nur so lange der Fall sei, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Mit anderen Worten: Irgendwann reguliere sich die Wolfspopulation von selbst.

Die Stimmung auf dem Land schlägt um

Doch so lange wollen viele betroffene Weide- und Nutztierhalter nicht warten. Den Stimmungswandel auf dem Lande spüren auch die Politiker: So forderte bereits der CDU-Bundestagsabgeordnete Henning Otte jüngst bei einer Veranstaltung in Uelzen, dass der Schutzstatus des Wolfes gesenkt und seine Population reduziert werden müsse. In die gleiche Kerbe schlug seine SPD-Kollegin Kirsten Lühmann. Allerdings fußt der strenge Schutz des Wolfes auf Internationalem Recht, Europäischem Recht, Bundesrecht und Landesrecht. Wer also auf ihn anlegt, verstößt gegen eine Vielzahl von Gesetzen.

Ende April waren neun Wolfsrudel, ein Wolfspaar und ein Einzelwolf in Niedersachsen nachgewiesen. Bundesweit gehen offizielle Zahlen von 46 Wolfsrudeln und 15 Paaren (Stand September 2016) aus. Ist Deutschland auf dem Weg zum Wolfsland? Angelika Schön kritisiert: „Der Wolf wird idealisiert.“ Dass von ihm für den Menschen keine Gefahr ausgehen soll, kann sich die studierte Biologin nicht vorstellen. Seitdem der Wolf in Sülbeck auf der Weide ihres Lebenspartners, dem stellvertretenden Reinstorfer Bürgermeister Rolf-Bernd Zantop (Grüne), das Muttertier und zwei Lämmer gerissen hat, muss die restliche Herde nun jeden Abend in den Stall gebracht und morgens wieder rausgelassen werden. Denn das ganze Areal mit einem stromführenden Zaun wolfssicher zu machen, „ist für uns unmöglich“, sagt Angelika Schön.

Landkreis zählt bislang elf Wolfsrisse in 2017

Elf Wolfsrisse wurden in diesem Jahr bereits dem Landkreis Lüneburg gemeldet. „Von denen sind sieben bereits bestätigt“, sagt Kreissprecherin Katrin Holzmann, einige seien noch in Bearbeitung. Denn bis das Niedersächsische Landesamt für Wasserwirtschaft,- Küsten- und Naturschutz (NLWKN) den eindeutigen genetischen Beweis erbracht hat, ob Isegrim tatsächlich den Riss verursacht hat, können schon einige Wochen vergehen.

Mathias Holsten von der Unteren Natuschutzbehörde des Landkreises Lüneburg, zugleich Wolfsberater, hatte die Risse in Sülbeck aufgenommen und von den Kadavern DNA-Proben für das NLWKN entnommen. Der endgültige Täterbeweis steht zwar noch aus, aber der Experte geht laut Holzmann mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit davon aus, „dass die Risse tatsächlich auf das Konto des Wolfes gehen“. Für Rolf-Bernd Zantop und Angelika Schön ist das eine wenig beruhigende Nachricht. Sie sorgen sich jetzt noch mehr um die restlichen fünf Muttertiere und zwölf Lämmer.

Von Klaus Reschke

25 Kommentare

  1. Es schaffen im Moment nur Nutztierhalter, aus einer ,,Sachbeschädigung ,, einen,, Affen,, zu machen, obwohl es um Schafe geht. Wer sich seine Sachen nicht leisten kann, sprich schützen, sollte sich davon trennen. Mir ist nicht bekannt, dass bei uns Schafe und ihre Lämmer an Altersschwäche sterben. Also, worum geht es wirklich? Nur ums Geld, was sonst? Konkurrenz belebt ja sonst das Geschäft, hier nicht? Was tief blicken lässt, ist die Tatsache , dass Autos bei uns schon zum Töten mit eingepreist werden. Der Tod auf unseren Straßen ist schon lange selbstverständlich geworden. Deswegen werden die Autos bei uns bestimmt nicht ,,erschossen,,. Beim Wolf ist dieses natürlich ganz was anderes. Er bedient sich an den wandelnden Fleischtheken ,ohne dafür zu bezahlen. Dieses will man zu gern ändern. Er soll mit seinem Leben bezahlen

    • Dieser Kommentar trifft den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf !!

      • Sie haben recht, Steffen. Klaus Bruns‘ Kommentar ist sowas von genau auffem Punkt drauf hinauf gehau’n, man denkt sofort an seine berühmte Zeile zur Raubtierproblematik: „ein punkt im raum, ein nichts im sein / war da je wolf, je lamm, je schwein?“

        „so ein kleiner raum“, sagt er auch oft über die LZ-Leserbrief- und -kommentarmöglichkeiten, „und so große bewegungen“.

        So klein der Raum, so groß die Bewegungen – Klaus Bruns Kunst ist selbst von dieser Art. Von ihm gibt es keinen Roman, kein episches Gedicht, kein Gemälde in großem Format. Seine Kunst ist an überschaubare Maße gebunden. In ihrer Mitte steht meist keine große Geschichte, sondern ein plötzliches Innehalten, und dann sieht man die Dinge, wie sie gerade sind. Die meisten stehen ein wenig schräg, wie abgebrochen und überrascht, manchmal auch erschrocken, und aus dieser Lage ergibt sich oft eine Pointe. Es schwankt und fällt die Kippfigur, deren ebenso komisches wie tragisches Potenzial Klaus Bruns stets mit einem nur kurzen Blick austarieren kann, mit einem Blick, der ebenso nüchtern und unerbittlich wie aufmerksam und zart ist. Immer wieder macht er sich zum imaginären Gefährten der Niederlage und des Ungeschicks, voller Sympathie für deren Opfer, aber scharfsinnig und deswegen nie mitfühlend genug, um die dramatischen, die bildenden, die erzählerischen Möglichkeiten des Scheiterns nicht ausschöpfen zu wollen.

        Ja, selbstverständlich liebt Klaus Bruns die Pointe. Und was wäre dagegen zu sagen? Dass eine Pointe den Sinn eines künstlerischen Werkes abschließt, während dieser doch offen, frei und unerschöpflich zu sein habe? Wie albern. Das Verrutschen des Sinns, der plötzliche Umschlag in den Unsinn, die Erkenntnis der kleinen und großen Unangemessenheiten des Lebens sind bei Klaus Bruns Akte von schierer Intelligenz, von tiefem Verstehen, ein Spiel mit dem Verhängnisvollen, Unabwendbaren. Und weil er so viel und so genau versteht, wurde er nicht nur zum Theoretiker des Humors literarischen Kommentierens, sondern zum Kritiker der Pose, der Überheblichkeit und der poetischen Hochstapelei.

        Eine aktuelle, Professor Pierangelo Maset gewidmete Schöpfung zum Konflikt von malenden Heidetouristen und Natur aus dem Hause des Meisters:

        die ostheide ist voll von wölfen.
        die wölfe sind voll von gebelle.
        es gibt in der ganzen ostheide keine
        halbwegs ruhige stelle.

        die ostheide ist voll von bildern.
        auf manchen finden sich hunde.
        die sind gemalt und schauen daher
        dankenswert stumm in die runde.

        die ostheide ist voll von fremden.
        wegen der bilder, nicht wegen tieren.
        doch gehn bilder manchmal am arsch vorbei
        und wölfe und hunde voll an die nieren.

        • Kööööössstlich !!!

          Vielen Dank!

        • Gustv Furhop
          sie wissen doch, menschen verurteilen ist erheblich einfacher, als sie zu beurteilen. in diesem sinne, sie dürfen noch üben. ich bin dann mal weg. für diese woche darf sich auch herr jenckel entspannen. schmunzeln. p.s. ich muss jetzt los, die wölfe warten.

        • Aber, Herr Bruns, dies ist der beste Wolf-Kommentar seit Langem. Steffen und Nicola haben es sogleich bestätigt. Und von Menschen war doch gar nicht die Rede, sondern von Naturwesen, Touristen und Literaten.

        • Find ik ook. Bei Furhop sein Text steckt allens drinne, was die annern sich noch lange nich ausdenken können. Seinse doch stolz drauf, Bruns!

          Nich imma so neckatief!

    • genau so sieht das aus.. es geht NUR ums Geld.. sie wird ihre Schnucken sicher nicht auf der Weide halten, weil sie Schnucken so niedlich findet..

      vielleicht sollten Sie den Wölfen eine Art Hartz IV bezahlen.. sicher gehen die dann in den Lidl ihr Fleisch besorgen…

      wieso klappt das seit Jahrhunderten in anderen Ländern? wieso werden die Herdenschutzhunde nicht endlich eingesetzt? – jeder bekommt vom Staat Unterstützung beim Zaunbau und Einsatz von Herdies – in der Türkei heisst es: wo der Kangal wacht, können alle gut schlafen… das kann doch nicht so schwer sein, die Hunde ihren Job machen zu lassen – stattdessen sollen Wilderer sich einen aufgeilen, wenn sie ein Tier erlegt haben – denn DAS macht stark..

      aufwachen Herdenhalter – aber ganz schnell – mit Eurem gelebten „Nicht-Schutz“ und anschliessendem Gejammer sorgt ihr nur dafür, dass immer mehr Wölfe eure Lämmer holen – anstatt im Wald das nun wirklich massenhaft vorhandene Wild zu erlegen.. ist ja so einfach, so lange die Menschen so blöd sind..

  2. Wieso machen Sie einen Artikel mit folgender Headline auf: „Wolf tötet drei Tiere in Sülbeck“ – wenn im Artikeltext folgendes steht: Zitat: Mathias Holsten von der Unteren Natuschutzbehörde des Landkreises Lüneburg, zugleich Wolfsberater, hatte die Risse in Sülbeck aufgenommen und von den Kadavern DNA-Proben für das NLWKN entnommen. Der endgültige Täterbeweis steht zwar noch aus…

  3. Wie soll man das verstehen? Das ein stellvertretender Bürgermeister seine Interessen und nur seine Interessen vertritt und somit sein Amt missbraucht? Wenn er keine Zeit,Lust, usw. hat sein ganzes Areal dann sollte er sich uberlegen, ob Schafe das richtige für ihn sind. Die Grünen sollten sich überlegen, ob er für die Partei nocn tragbar ist.Die Aussagen der SPD-Politikerin? Ein Fähnchen im Wind. Kein Wunder das die Partei Deutschlandweit im Keller hinvegetiert. Das die CDU ein großes Herz für Bauern und Jägerverband habed ist auch nichts neues. Da ändert man zu deren Gunsten einfach mal die Artenschutzgesetze. Die Welt macht es uns vor, wie einfach es ist, Gesetze manipulieren zuungunsten von Mensch, Tier und Umwelt.

    • …und FDP-Chef Lindner machte noch schnell seinen Jagdschein, damit er besser gegen Wölfe hetzen kann! Auch diese Partei ist out of order für mich! Dass die Grünen nichts mehr mit Umwelt- und Naturschutz gemein haben, sieht man auch in Hessen. Aber Macht ist eben geil! Natur- und Tierschutz nicht.

  4. Lieber Kollege Reschke, als Redakteur hat man´s „schwör“, ich kenne das als ehemaliger Kollege nur zu gut. Aber: Ich habe gelernt, dass man – bevor nicht der tatsächliche Beweis erbracht ist – immer von der Unschuld eines anderen auszugehen hat, es sei denn, man schreibt für die Bildzeitung! In Ihrer Überschrift stellen Sie schon Tatsachen heraus, die noch gar nicht erwiesen sind. „Wolf tötet drei Tiere in Sülbeck“. Im Text sprechen Sie davon, dass erst noch der Beweis erbracht werden muss. Ist das ehrlicher Journalismus? Ich habe das früher anders gelernt. Warum weisen nicht darauf hin, dass Nutztierhalter auch finanzielle Unterstützung für den Bau von Schutzzäunen stellen können? Warum sprechen Sie nicht an, dass es auch oft herumstreunende Hunde sind, die so etwas tun? Mittlerweile müsste jeder begreifen, dass durchaus die Möglichkeit besteht, dass Nutztiere, die sich im Freien aufhalten, von einem Wolf oder Hund gerissen werden können, wenn sie nicht entsprechend geschützt sind. Es gibt einige Schäfer, die haben das begriffen und sind trotzdem für das Lebensrecht der Wölfe. Es wäre schön, wenn Frau Schön sich auch mal mit solchen Schäfern in Verbindung setzen würde. Jeden Wolf abknallen, der sich einer Weide nähert? Das wäre keine Reduzierung des Bestandes, das würde dazu führen, dass alle Wölfe, die unliebsam sind, abgeknallt werden. Das wollen die meisten Jäger ja und die ehrenwerten Politiker, denn die wollen ja gewählt werden. Der Wolf hat ein Recht, hier zu leben, er gehört zur Natur. Dank der Vielzahl der Landwirte und der Industrie haben wir unsere Natur schon erheblich zerstört, jetzt kommt der Wolf gerade recht, um davon abzulenken. Fakenews über den Wolf erscheinen täglich und werden in den Medien breit getreten, ohne dass richtig recherchiert wird. Und wenn der Riss dann tatsächlich nicht vom Wolf stammt, wird das irgendwo mit einer kleinen Meldung nachgeschoben. Das ist Journalismus heute…

  5. Der Wolf wird von Leuten gebraucht, die sich gerne einbilden wollen, wir lebten schon irgendwie in einer intakten Natur, und die dabei die Augen zumachen oder einfach nicht wissen, dass das Gegenteil der Fall ist. Den Naturresten in einer durch industrielle Landwirtschaft verhunzten Landschaft wird durch die Wolffans nicht im mindesten geholfen. Stattdessen nimmt man in Kauf, ausgerechnet die Schafhaltung als die am besten weil am naturschonensten an unsere sandige Gegend angepasste Form bäuerlicher Landwirtschaft Riss für Riss zum Verschwinden zu bringen.

  6. Rüger Beatrice

    Großartig recherchiert…geht anders!Es sind nur Mutmaßungen,die DNA Ergebnisse stehen aus,geschützt wurde offenbar auch nicht!Keiner hat einen Wolf gesehen!Langsam wird es albern!

  7. Wieso kommen immer alle mit dem Argument, man könne nicht die die gesamte Weide abzäunen.. Es gibt doch reichlich Alternativen wie Herdenschutzhunde, – Llamas und sogar Esel.

    Klar ist eine Herde von fetten, hilfslosen Beutetieren eine einfache Futterquelle, dass ein Wolf gleich drei Tiere gerissen haben soll halte ich für aber für recht unwahrscheinlich. Die gerissenen Tiere sollten genau untersucht und dem Jäger zugeordnet werden.

    Auch habe ich in anderen Berichten bereits viele Kommentare von Bauern gelesen, welche wieder die Fackeln und Heugabeln in den Händen halten und eine erneute Ausrottung des Tieres fordern.

    Ganz klar sollte man den Wölfen das reißen von Weidetieren mit Effektiven Schutzmaßnahmen erschweren. Wenn jemand dazu finanziell nicht in der Lage ist sollte man diese fördern und den Halter auch entschädigen wenn dennoch etwas passiert. Aber wieder diese unbegründete Angst zu schüren und mit der Flinte in den Wald zu rennen zu wollen halte ich für katastrophal. Wölfe sind entgegen aller Mythen und Märchen hochsoziale Familientiere und ich begrüße die Wiederverbreitung und freue mich, noch einiges von Ihnen lernen zu können.

    • Zu ihrem Satz „Wenn jemand dazu finanziell nicht in der Lage ist sollte man diese fördern und den Halter auch entschädigen wenn dennoch etwas passiert“ folgendes:
      Die Halter von Nutztieren werden entschädigt, es gibt auch überall dort, wo Wölfe sich eingegliedert haben, Förderprogramme für Nutztierhalter, mit denen richtige Schutzzäune und auch Herdenschutzhunde gefördert werden. Das Problem ist nur, dass diese Fördermittel so gut wie nicht abgerufen werden!

  8. Jeder sollte seine Nutztiere bei Bedarf und Waffenschein mit der Waffe vor Raubtieren schützen dürfen. Das würde einiges vereinfachen und funktioniert in Schweden sehr gut. Dort gibt es Wölfe und die Nutztiere genießen Schutz.

  9. Keine zwei Kilometer von Sülbeck entfernt, in Boltersen, ist ein Wald-Kindergarten. Diese Art von Kinder-Verwahrung ist besonders bei der Fraktion der „Mit-Seidenschal-und-Nickelbrille-zum-Bioladen-im-SUV“ beliebt. Ich warte auf den Tag an dem nicht das Schaf des Existenz-minimalistischen Kleinbauers (welcher ja die einzige Alternative zur angeprangerten Monokultur darstellt), sondern das erste Kind in, ansonsten gleichlautender, Überschrift steht. Denn ja, die Wolfspopulation reguliert sich anhand des Nahrungsangebotes. Aber dazu gehört alles was einem Wolfsrudel physisch unterlegen ist und nicht im Zentrum einer Großstadt verbleibt.

    • angst machen gilt nicht. wieviel menschen hat der wolf schon getötet? weltweit in den letzten 10 jahren? in den usa ein mensch
      http://www.huffingtonpost.de/2015/08/07/fakten-wolf-gefaehrlich_n_7956040.html
      ich bin dann mal eine woche weg. wölfe anschauen, ohne zaun dazwischen.

      • In Indien kommen jährlich mehrere Dutzend Kinder durch Wölfe ums Leben.
        Im arabischen Raum kommt es auch laufend zu Übergriffen.

        Auch in der USA gibt es mehr als ein Todesopfer, dort werden auffällige Wölfe entweder eingefangen und weit in die Wildnis verbracht oder entnommen.
        Ähnlich sollte man in Deutschland auch verfahren.

        Zu dem hat die Bevölkerung auf dem Land in der USA im Wald meist Schusswaffen dabei.

        • Detlev Behrens

          Herr Gork,
          es wäre sehr schön, wenn Sie zu Ihren Behauptungen Belege liefern würden! Ich gehe aber davon aus, dass Sie dies leider nicht könne, denn diese existieren nicht…

          Zu Ihrer Behauptung, dass „…die Bevölkerung auf dem Land in der USA im Wald meist Schusswaffen dabei…“ hat: das ist eine von Ihnen erdachte Mär. Halten Sie sich doch bitte mal länger, insbesondere im Westen der USA auf, dann werden Sie feststellen, dass die Mehrheit ganz ohne Waffen in der Natur umherläuft – aber das würde natürlich nicht zu Ihrem polemischen Statement passen.

    • Karsten Hilsen

      Das Konzept „Wald-Kindergarten“ ist so ziemlich der größte denkbare Gegensatz zu einer „Kinder-Verwahrung“

      Daß Sie trotzdem das die ganz besonders aktive und aktivierende Wald-Kindergarten-Pädagogik mit diesem Attribut versehen, lässt auch auf weitere Unkenntnis oder Ignoranz bei Ihnen schließen.

  10. Actio et Reactio

    Ich weiß nicht, ob sich der Hominus lupophilus darüber im Klaren ist, was er für die Zukunft anrichtet.

    Fakt ist, dass es heute nicht mehr möglich ist, sich alleine und ungeschützt ohne Beklommenheit im Wald aufzuhalten. Das stellt für viele Menschen eine deutliche Verschlechterung ihrer Lebensverhältnisse dar.

    Wozu führt das? Menschen haben die Angewohnheit, auf Gefahren zu reagieren. Wenn im konkreten Fall einer ständigen Bedrohung für Leib und Leben der Staat untätig bleibt, werden sie selbst aktiv. Niemand möchte als letzten Lebensmoment einen Kehlbiss spüren. Die Bewaffnung wird zunehmen. Und die zur Gefahrenabwehr nötige Aggressionsbereitschaft auch.

    Andererseits wird aus Vorsicht der siedlungsferne Raum noch stärker gemieden werden als bisher. Kinder und Jugendliche ohne strikte Aufsicht in den Wald zu lassen, das war in meiner Jugend gut möglich, wird unverantwortlich werden. Dadurch wird die Kenntnis und damit auch der Respekt vor der Natur weiter abnehmen.

    Damit konnte ja nun wirklich niemand rechnen.