Donnerstag , 22. Februar 2018
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Blick in die Zukunft: Die Architekten haben ein neues Bettenhaus in Winsen entworfen. Foto: reichardt+partner architekten

Krankenhäuser in Winsen und Buchholz auf Wachstumskurs

Winsen/Luhe. Die Krankenhäuser in Winsen und Buchholz sollen erweitert werden. Und es gibt gute Chancen auf eine finanzielle Unterstützung vom Land. „Das ließ N iedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt bei ihrem Besuch im Krankenhaus Winsen erkennen“, erklärt der Krankenhaus-Betreiber in einer Pressemitteilung zum Besuch der Ministerin in Winsen. Rundt habe verlauten lassen, dass der Antrag der Krankenhäuser auf Aufnahme in das Investitionsprogramm 2018 durchaus positiv gesehen werde.

Anlass des Ministerinnen-Besuchs war die Inbetriebnahme des neuen OP-Bereichs im Krankenhaus Winsen. Dieser war im Anschluss an den Neubau eines Notfall- und Diagnostikzentrums (NDZ) umfassend saniert und erweitert worden. Das 2016 eröffnete NDZ gehört ebenso wie der 2015 eröffnete viergeschossige Anbau an das Bettenhaus West in Buchholz zu den Maßnahmen, von denen sich die Krankenhäuser mehr Raumkapazitäten für Patientenbetten erhofft hatten.

„Doch durch die unvorhergesehene Übernahme des Versorgungsauftrags vom insolventen Krankenhaus Salzhausen hat sich die Zahl der Patienten inzwischen so erhöht, dass es auf den Stationen schon wieder eng wird“, heißt es in der Mitteilung der Krankenhäuser. Deshalb plant das Krankenhaus Buchholz die Aufstockung des Bettenhauses West um weitere drei Stockwerke. Baukosten: insgesamt fünf Millionen Euro. Im Krankenhaus Winsen sei ein Anbau an das Bettenhaus für neun Millionen Euro geplant. Dadurch sollen in Buchholz 43 und in Winsen 50 zusätzliche Betten geschaffen werden.

Wettbewerb mit Hamburger Kliniken

„Unser Ziel ist, alle Patienten in Zweibettzimmern unterzubringen“, erklärt Norbert Böttcher, Geschäftsführer der Krankenhäuser Buchholz und Winsen. Die Schaffung zeitgemäßer Unterbringungsstandards solle insbesondere dazu dienen, im Wettbewerb mit Hamburger Kliniken auch zukünftig erfolgreich zu bestehen.

Harburgs Landrat Rainer Rempe machte beim Besuch der Ministerin auf die Anstrengungen aufmerksam, die ein „Zuzugslandkreis“ wie der Landkreis Harburg mit ständig steigender Bevölkerung erbringen müsse, um die sehr gute medizinische Versorgungsstruktur auch langfristig zu sichern. In den vergangenen Jahren hätten die Krankenhäuser mehr als zwölf Millionen Euro aus Eigenmitteln investiert. Der Landkreis als Träger der Krankenhäuser werde sich auch weiterhin engagieren. Diese Zusage bezog Rempe sowohl auf den Bau dringend benötigter Parkplätze als auch auf die Einrichtung von zusätzlichen Kreißsälen in beiden Häusern. Baubeginn ist voraussichtlich Ende des Jahres. lz