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Eine Kooperation zwischen dem Carsharing-Unternehmen Cambio, der Stadt und der Avacon Natur: (v.l.) Cambio-Geschäftsführer Klaus Hoppe, Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Avacon-Technikvorstand Dr. Stephan Tenge. Foto: t&w

E-Fahrzeuge: Das Netz in Stadt und Kreis wird größer

Lüneburg. Für Besitzer von Elektrofahrzeugen gibt es jetzt 23 öffentliche Ladesäulen in Stadt und Landkreis. Oberbürgermeister Ulrich Mädge hat gemeinsam mit de r Avacon Natur am Sankt-Ursula-Weg eine Stromtankstelle in Betrieb genommen. Ein Novum: Denn an dem Standort wurde gleichzeitig auch die erste E-Mobil-Station für Carsharing geschaffen. Das Unternehmen „Cambio“ hat das erste Fahrzeug mit Elektromotor in seinen Fuhrpark aufgenommen. So sollen auch Lüneburger Zugang zu E-Mobiliät erhalten, die über kein eigenes Auto verfügen.

Auf dem linken Parkplatz steht künftig ein Renault Zoe mit 300 Kilometer Reichweite für Cambio-Kunden zum Ausleihen bereit, rechts können Elektrofahrzeugbesitzer tanken. Klaus Hoppe, Geschäftsführer von Cambio, betont, dass der Wagen in dieser Qualität erst seit April auf dem Markt sei. Die verbesserte Reichweite hätte den Ausschlag gegeben. „Wir können damit im Carsharing auch Mittelstrecken gewährleisten.“ Das würde Hemmnisse auch von Kundenseite verringern. An sich sei Elektromobilität in diesem Geschäftsfeld noch nicht wirtschaftlich, dennoch wolle man den Weg gehen und die eigene Flotte auch in den nächsten Jahren umstellen.

Denn das Thema findet in Lüneburg immer mehr Anklang. 120 reine Elektro-Autos sind in Stadt und Landkreis zugelassen, Ende Dezember waren es noch 99. Weitere 417 Fahrzeuge sind teilweise strombetrieben. Und auch bundesweit nehmen die Zahlen zu: So sind zurzeit rund 35.000 Elektroautos und 165 000 Fahrzeuge mit Hybridantrieb unterwegs.

Eine Entwicklung, die Avacon-Technikvorstand Dr. Stephan Tenge beeindruckend findet: „Noch vor zwei, drei Jahren wurde die Bundesregierung belächelt, als sie verkündete, dass man bis 2020 eine Million E-Fahrzeuge auf die Straßen bringen wolle.“ Er sei da zuversichtlich. Auch die rund 1000 Betriebsfahrzeuge der Avacon sollen bis 2025 durch E-Fahrzeuge ersetzt werden.

Und es sind auch weitere Ladestationen geplant, zum Teil auch in Kooperation mit Cambio. So soll im Hanseviertel am Tartuer Tor eine Säule aufgestellt werden, ebenso in der Thorner Straße auf dem Kreideberg und in Kaltenmoor, gegenüber von der St.-Stephanus-Passage. Tenge spricht von einer Umsetzung Ende des Jahres oder Anfang 2018.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge sieht in der Kooperation einen „Quantensprung“. Durch die Förderung der Elektromobiltät könne man zwar das eigene ökologische Gewissen beruhigen, gleichzeitig sei es aber nicht das Ziel, mehr Autos auf den Lüneburger Straßen zu haben als vorher. „Es ist wichtig, umzudenken. Drei Autos pro Wohnung braucht man heutzutage nicht mehr“, sagt er. „Carsharing und Elektromobilität zu verbinden, bringt den Klimaschutz und die Verkehrswende in Lüneburg weiter voran.“

Von Anna Paarmann

Tanken

Ladestationen in Stadt und Kreis

15 der 23 Ladestationen liegen im Stadtgebiet. Drei Säulen sind im Umfeld der Leuphana zu finden, weitere drei im Stadtteil Kaltenmoor. Sieben Stationen wurden im Bereich der Innenstadt aufgestellt, dazu zählt beispielsweise seit kurzem die Ladesäule auf dem Parkplatz der Berufsbildenden Schule (BBS II).
Tanken können Besitzer von E-Fahrzeugen außerdem in der Hamburger Straße. Außerhalb der Hansestadt gibt es Lademöglichkeiten in Reppenstedt, Adendorf, Embsen, Amelinghausen, Volkstorf, Dahlenburg und Bleckede.

▶ Die genauen Adressen sind auf dem Energieportal des Landkreises unter www.landkreis-lueneburg.de im Internet zu finden.

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