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Auch der 3. ADAC Altstadt Grand Prix begeisterte die mehr als 80 Teilnehmerteams und erwies sich wieder als Publikumsmagnet. Foto: be

3. ADAC Altstadt Grand Prix: Lüneburger Oldie-Fieber

Lüneburg. Die Lüneburger Innenstadt war fest in Oldtimer-Hand. Mehr als 80 historische Fahrzeuge beteiligten sich am 3. ADAC Altstadt Grand Prix – und die autom obilen Kostbarkeiten lockten wieder mehrere tausend Zuschauer an den Rundkurs rund ums Rathaus.

Selbst der Dauerregen versiegte, als am Markt um 14 Uhr der Startschuss für den ersten von drei Umläufen zu je vier Runden fiel. Mit rund 1200 Absperrgittern hatten mehr als 60 fleißige Helfer den Kurs gesichert. Das vorgegebene Durchschnittstempo hielten – wie schon beim ersten Grand Prix 2013 – die Hamburger Christa und Werner Stein am genauesten ein und holten mit ihrem VW Käfer 1303 bereits ihren zweiten Gesamtsieg bei dieser Gleichmäßigkeitsprüfung. Ins Gesamtergebnis floss auch das Abschneiden beim morgendlichen Prolog ein, der das Feld über eine 50 Kilometer lange Schleife um Lüneburg führte. Hier wurde vom SternPartner-Gelände an der Dahlenburger Landstraße gestartet. Pokale für Gesamt- und Klassensieger überreichte Organisator Rolf Moormann abends im Catering-Zelt von „Krone“-Wirt Lutz Stoffregen. Ein „Happy Birthday“-Ständchen brachte die Oldtimer-Gemeinde bei der Gelegenheit ihrem treuen Streckensprecher Gerd Rodewald, der gestern seinen 73. Geburtstag feierte. Nur eine Kleinigkeit trübte das beliebte Spektakel – der Mangel an Toiletten. Dank des höchst entgegenkommenden Personals des Elrado Steakhauses am Markt, das keinen in Not Befindlichen abwies, wurde aber auch diese Klippe – sozusagen – umschifft. Auf ein Neues, hieß es am Ende unisono, bis zum 4. ADAC Altstadt Grand Prix 2019! cst

Grand-Prix-Ergebnisse:

  • Klassensieger, Klasse 1: Florian u. Wiebke Sonnenburg-Weiss, MG TC;
  • Klassensieger, Klasse 3: Lars u. Knuth Lorenzen, VW Käfer;
  • Klassensieger Klasse 4: Ingolt Bergmann/ Alexander Uschkureit, Chevrolet Corvette Stingray;
  • Klassensieger Klasse 5 (und Gesamtsieger): Christa und Werner Stein, VW Käfer 1303;
  • Klassensieger Klasse 6: Christof u. Carmen Gralla, Porsche 911 Targa;
  • bestes Damenteam: Dr. Asnath Gutmann/Gesine Ratajczyk, Mercedes 280 SEL.

3. Altstadt Grand Prix in Lüneburg

7 Kommentare

  1. Das absperren der Straße ist immer wieder zum Schmunzeln oder auch ärgerlich denn im normalen Verkehr rasen mehr Autos am über und um den Markt und es interessiert auch niemanden.

    • @ Thomas kampa. 15. August 2017 at 07:11:

      Bei den Absperrgittern geht es nicht um Sicherheit, sondern um eine Rechtsposition.

      Der Markt, und die umliegenden Straßen, sind eine Fußgängerzone, in der Fußgänger grundsätzlich Vorrang vor Fahrzeugen und Kraftfahrzeugen haben.
      Dass Kraftfahrer sich dort regelmäßig und rechtswidrig trotzden den Vorrang vor Fußgängern erzwingen, bzw Letztere diesen Unterwürfig diesen Einräumen und die Busse einen gewissen Vorrang auch benötigen, um die Fahrpläne einhalten zu können, ändert daran nichts.

      Wenn die Teilnehmer der Kraftfahrzeug-Wettbewerbsveranstaltung sich dort nach den Straßenverkehrsgesetzen vorschriftsmäßig hätten verhalten müssen, wäre diese als Wettbewerb nicht durchführbar gewesen.

      Daher wurde hier per Ausnahmegenehmigung und u.a. den Gittern, den Kraftfahrzeugen wieder Vorrang eingeräumt.

  2. Jens-Peter Koplin

    Eine „Zukunftsstadt“, die Vorreiter für „nachhaltige Verkehrskonzepte“, für „ökologisches Lernen“ und „innovatives Umweltmanagement“ sein möchte, wirft sich einer gnadenlos abkassierenden Milliardenmaschinerie des professionellen Heuchelns, einem der ruchlosesten Lobbyisten und Profiteure der gaunernd täuschenden deutschen Verbrennungsmotorenindustrie bei der Ausrichtung einer Reklameveranstaltung in die Arme!

    Gibt es denn wirklich keinen Zusammenhang zwischen dem jahrelangen systematischen ADAC-Beschiss, der 2014 schließlich mit gewaltigem Getöse aufgeflogen ist, und dem jahrelangen methodischen Kundenbetrug unserer Automobilkonzerne, der zwölf Monate später weltweit bekannt wurde und seitdem begonnen hat, die zahlenmäßig größte Nation „in der Mitte Europas“ an den Abgrund des Ruins zu schieben? Haben nicht die sogenannten Perlen der deutschen Unternehmensführung ihre weithin gerühmte Kompetenz vor allem dafür eingesetzt, Regeln zu unterlaufen und „kosmetische Korrekturen“ am Rechtsstaat vorzunehmen, dessen „Design“ ihnen gegen den Strich geht? Parallel dazu brüsten sie sich drohend mit ihrer „sozialen Verantwortung“ (Arbeitsplätze!) und lassen sich von einem branchenfremden Elektroauto-Hersteller den Rang ablaufen. Am Ende führt die „kriminelle Energie“ zu einem „Totalschaden“ (FAZ), und eine ganze Industrie liefert sich selbst in der „Schrottpresse“ ab (Spiegel).

    Wow, kann man da nur sagen! Es lebe die Stiefelleckerei des geschichtsbewussten Herrenreitertums, das wieder mehrere tausend Zuschauer an den Rundkurs rund ums Rathaus locken konnte, welches in einer Garnisonsstadt steht, die sich in den Augen ihres Bürgermeisters, der sich von bezahlten „Erhebungen“ lässig charmieren lässt , zur Bildungsmetropole entwickelt hat!

    Vornehm sich in die eigenen Taschen lügend geht die Welt zugrunde.

  3. Wer sich für blöd verkaufen lassen möchte, ist frei, das zu tun, lieber Berti. Aber, wenn das auf Kosten anderer geht, haben die etwas mitzureden. So ist das in einer Demokratie. Jedenfalls solange die Bosse der Autoindustrie und die von deren Propagandamaschinerien wie VDA und ADAC unseren Vertretern in Land und Bund die Gesetze noch nicht direkt in die Feder diktieren.