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Mit „Der See brennt“ startete am Sonnabend das 68. Heideblütenfest in Amelinghausen. Foto: be

Amelinghausen eröffnet 68. Heideblütenfest +++ mit Fotogalerie

Amelinghausen. Pünktlich zum Auftakt des 68. Heideblütenfestes in Amelinghausen hatte sich am Sonnabend der Himmel über dem Lopausee aufgeklärt und der Regen au fgehört – dennoch kamen zu der Eröffnungsveranstaltung „Der See brennt“ so wenige Besucher wie seit Jahren nicht mehr. Auf die Stimmung der rund 3000 Gäste hatte das aber keinerlei Auswirkungen. Jung und Alt genoss das malerische Ambiente am Ufer des Lopausees, feierte zu Live-Musik und bestaunte wieder die bunte Wasserorgel sowie das schillernde Feuerwerk.

„Das Wetter hat uns dieses Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht“, ärgert sich Hans-Jürgen Pyritz, der seit 2004 den Vorsitz des Heideblütenfestvereins innehat. Zwischen 2500 und 3000 Menschen machten sich am Sonnabend auf den Weg zum Lopausee – rund 2000 Besucher weniger als zum Beispiel 2016. Zwar hatte es sich im Laufe des Abends noch gefüllt, da viele erst nach Einbruch der Dunkelheit kamen, um die Wasserorgel der Freiwilligen Feuerwehr Soltau sowie das Höhen-Brilliant-Feuerwerk von K3 zu sehen, „aber das ist schon ordentlich weniger. So wenige hatten wir noch nie in den letzten zehn Jahren“, bedauert Pyritz.

Wasserorgel und Feuerwerk als Höhepunkt des Abends

Trotz des matschigen Bodens rund um den See waren die erschienenen Gäste aber begeistert – von der stimmungsvollen Beleuchtung, der schwimmenden Bühne, der großen kulinarischen Auswahl und natürlich dem Höhepunkt des Abends: der Wasserorgel und dem Feuerwerk. Für ausgelassene Stimmung sorgte außerdem die Musik von den Coverpiraten aus Hamburg, Trommel-Rhythmen durch die Samba das Salinas aus Lüneburg und das Blasorchester des MTV Amelinghausen.

Die Veranstaltung lockte auch wieder zahlreiche Gäste von außerhalb nach Amelinghausen: Ansger Volke mit seiner Frau Anke und Tochter Emma (4) zum Beispiel. Die Familie aus Marsberg im Sauerland hat ihren Urlaub extra so geplant, dass ein Besuch bei „Der See brennt“ möglich ist. „Ich kenne das Heideblütenfest von meiner Schwiegermutter, die gebürtig aus Amelinghausen stammt“, erzählt der 40-Jährige. „Wir wollten unbedingt mal zu ‚Der See brennt‘ – und es ist super hier!“

Gäste reisen von Weit an

Extra auf den Weg gemacht hatten sich auch Silvia Kaps und ihr Freund Sven Kurtenbach – aus dem 70 Kilometer entfernten Trittau in Schleswig-Holstein. Die beiden waren bereits zum zweiten Mal mit dabei – und hatten es sich mit kuscheligen Decken auf zwei extra mitgebrachten Plastikstühlen direkt am Ufer gemütlich gemacht. Von dort hatten sie den perfekten Blick auf die schwimmende Seebühne. „Das Ambiente hier am Wasser ist einfach einzigartig. Es ist total gemütlich und man ist sehr nah dabei – eine tolle Veranstaltung“, findet die 44-Jährige.
Eine Neuheit war „Der See brennt“ für die 25-jährige Hepke Weiland. Sie ist gerade erst von der Insel Fehmarn nach Lüneburg gezogen. „Hier herrscht eine einzigartige Atmosphäre mitten in der Natur, direkt am Wasser. Dass sich die bunte Beleuchtung überall so hübsch im Wasser spiegelt ­– das macht das hier ganz besonders.“

Trotz der guten Stimmung am Sonnabend ist Hans-Jürgen Pyritz enttäuscht. „Wettertechnisch hatten wir dieses Jahr keine Chance, das ist schade. Denn mit dieser Veranstaltung finanzieren wir die ganze Festwoche.“ Nun muss der Heideblütenfestverein mit seinen rund 100 Mitgliedern abwarten, wie diese verläuft. Denn für das nächste Heideblütenfest hat er große Pläne: „Wir wollen die Festbühne auf dem Kronsberg neu gestalten. Nach der diesjährigen Festwoche soll es losgehen“, sagt Pyritz. Erneuert werden soll der Bühnenboden und der Innenraum, sowie die Plattform, auf der die Heidekönigin sitzt. Kosten: rund 12 000 Euro. „Das wirft uns jetzt ein bisschen zurück. Aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand, sondern freuen uns auf die kommende Festwoche.“

Von Patricia Luft

Der See brennt 2017