Aktuell
Home | Lokales | Sanierung der Amselbrücke in zwei Schritten
Die Schadstellen an den Holzbohlen der Amselbrücke werden immer größer. Nun soll der Belag komplett erneuert werden. Foto: us

Sanierung der Amselbrücke in zwei Schritten

Lüneburg. Seit einem Jahr ist klar: Die Amselbrücke muss saniert werden. Nun nennt die Stadt auch Umfang und Kosten der anstehenden Arbeiten. Möglichst noch im September soll mit ersten Arbeiten an der Holzbrücke nach Wilschenbruch begonnen werden. Eine längerfristige Sperrung der maroden Holzbrücke, wie von einem Wilschenbrucher befürchtet, ist damit – vorerst – vom Tisch.

Keine Vollsperrung der Amselbrücke zu erwarten

„Dass die Brücke durch Tempo-Überschreitung so Schaden nehmen könnte, dass sie komplett gesperrt werden müsste, ist nicht zu erwarten“, sagt Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck. Diese Gefahr aber hat Helmut Kubitz auf die Wilschenbrucher zukommen sehen. Weil die Autofahrer seiner Beobachtung zufolge stets deutlich schneller als mit den erlaubten 10 km/h die Brücke passierten, gerate der ohnehin schon stark angegriffene Fahrbahnbelag noch mehr in Mitleidenschaft. „Die donnern da mit 50 bis 60 Sachen über die Brücke, selbst schwere Transporter“, sagt Helmut Kubitz.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Sanierungsbedarf an der Amselbrücke erkannt, einen genauen Schadensumfang aber noch nicht nennen können. Inzwischen steht fest, dass nicht nur die Bohlen saniert werden müssen. Auch der Unterbau mit Auflagern und Widerlagern weist laut Stadt Rostschäden auf.

„Knall-Geräusche“ sollen reduziert werden

In zwei Schritten soll die Brückensanierung nun angegangen werden: Voraussichtlich Mitte September soll zunächst der Fahrbahnbelag gemeinsam mit der geplanten Deckensanierung des Amselwegs erneuert werden. „Ein genauer Termin steht aber noch nicht fest, das hängt von der Firma ab, die auch die Deckensanierung macht“, sagt Moenck. Kosten für die neuen Bohlen: rund 15 000 Euro. Ab 2023 soll dann die Haupt­instandsetzung folgen, hier rechnet die Stadt mit Kosten von rund 600 000 Euro.

Die Holzbohlen nicht wie bisher rechtwinklig, sondern handwerklich traditionell in einem 30-Grad-Winkel zu verlegen, schlägt LZ-Leser Jost Meyer vor. Damit könnten die „Knall-Geräusche“ und das Gewicht pro Bohle beim Drüberfahren reduziert werden, sagt der Mechterser. Pressesprecherin Moenck: „Schräge Bohlen sind prinzipiell gut, so bewertet das auch unsere Fachbereichsleiterin für Straßen- und Ingenieurbau. Bei der bestehenden Brücke aber sieht die Unterkonstruktion gerade Bohlen vor. Daran hängt auch der Gehweg, das kann man nicht einfach so verändern.“

Etwa zwei Wochen werden die Arbeiten im September dauern, in dieser Zeit wird die Brücke für den Autoverkehr gesperrt. „Fußgänger und Radfahrer können aber weiter passieren“, sagt Moenck. Damit konnte sie Helmut Kubitz eine weitere Sorge nehmen: Er hatte sich gefragt, wie die Schulkinder aus Wilschenbruch zu ihrer Grundschule im Roten Feld kommen sollen, wenn die Brücke gesperrt wird. Spätestens bei der Hauptinstandsetzung wird das Thema aber wohl erneut auf die Stadt zukommen.

Von Ulf Stüwe

One comment

  1. Im Zuge der Sanierung bitte auch gleich die sinnlose Ampel entfernen. Meine damit nicht die Fußgänger-Ampel.. aber für die Autos ist sie absolut überflüssig. Fußgänger-Ampel auf „Bedarf“ schalten … fertig. Gibt schon genügend überflüssige Ampeln in der Gegend. Und die Nächste kommt bald (neue Kreuzung vor dem AudiMax).