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Schäfer Graumann zeigt eines der gerissenen Schafe. Sein Verdacht: „Das war ein Wolf.“ Foto: ca

Schafe bei Rettmer gerissen

Lüneburg. Für Klaus Hoppe und seinen Schäfer Sven Graumann war es gestern ein Schock: Fünf Schafe lagen blutig auf der Streuobstwiese an der alten Ziegelei Rett mer. Hoppe, Geschäftsführer der Campus-Gesellschaft und Öko-Landwirt, berichtet: „Zwei waren tot, zwei musste der Tierarzt einschläfern, eins konnte er retten und die Wunden vernähen.“ Der Verdacht: Ein Wolf hat die Moorschnucken getötet. Graumann, seit 25 Jahren Schäfer, sagt: „Ein Hund hätte ein Schaf nicht gerissen, ich bin mir sicher, dass es ein Wolf war.“

Das schließt auch Wolfsberater Uwe Martens nicht aus: „Von der Gegend her, könnte dort ein Wolf unterwegs sein.“ Er wollte die Spuren auswerten und entsprechende Proben nehmen, die dann analysiert werden, um Gewissheit zu erlangen.

Hoppe findet, dass sich der Wolf sehr weit an die Stadt heranwagt. Es ist nur ein paar Hundert Meter bis zum Ortsrand in Rettmer, auch nach Oedeme ist es nicht weit. Martens erklärt, es sei nicht ungewöhnlich, dass Wölfe auch durch besiedeltes Gebiet ziehen. Das wisse man von anderen Tieren.

Hoppe hat seine anderen 45 Schafe, aber auch seine Hühner und Enten zusammengetrieben: „Die kommen in den Stall. Der Wolf kann ja Gefallen daran gefunden haben, sich wie an der Fleischtheke zu bedienen.“ ca

18 Kommentare

  1. Mir fehlt in den Berichten Retter und Sülbeck:Der Schutz der Tiere war ignorant schlecht.Drr Bericht sähe anders aus wenn sie diese Tatsachen nicht verschweigen würden
    WILLKOMMEN Wolf

  2. Die Weide ist zur Fleischtheke für einen Beutegreifer geworden (noch ist nicht klar, ob ein Wolf der Verursacher war) , weil diese an einer Seite offen , also nicht eingezäunt war. Seit November 2014 gehört der Landkreis Lüneburg zur Förderkulisse Herdenschutz .Seit dieser Zeit ist nachweislich bekannt, dass Wölfe im Landkreis Lüneburg leben. Und immer noch stehen viele Tiere ungeschützt, ohne wolfsabweisenden Grundschutz auf den Weiden. Die Tierhalter haben die Verantwortung für ihre Tiere . Wohl wissend um die Gefahr, wird diese offenbar billigend in Kauf genommen. Auch bei dem Übergriff auf drei Heidschnucken in Sülbeck waren die Tiere nicht geschützt. Und obwohl noch gar nicht bewiesen ist, dass ein Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde, titelt die Überschrift: „Wolf tötet drei Tiere in Sülbeck“ Mit keiner Silbe wird jedoch erwähnt, dass in beiden Fällen die Tiere nicht geschützt waren!

    • Liebe Frau Kressel,
      es freut mich , dass es noch sachlich kommentierende Menschen gibt. Ich würde meine Tiere sicher unterbringen, um Ihnen ausreichend Schutz zu gewähren. Eigentlich sollte jeder halbwegs intelligente und TIERLIEBENDE Mensch wissen, dass er seine Tiere zu schützen hat. Da gibt es gar nichts zu diskutieren.
      Solche Nachrichten mit „Beweisfoto“ sind wieder Zündstoff für die Herrschaften, die der Meinung sind, dass der Wolf in Deutschland kein Recht auf ein Leben in freier Wildbahn hat. Und ich könnte wetten, dass die ersten Fanatiker mit Jagdschein schon auf der Lauer liegen. Ein Wolf wurde ja schon vor nicht allzu langer Zeit feige abgeknallt…..
      Herzliche Grüße aus dem Mansfelder Land!

    • Anne Friesenborg

      Im Landkreis Celle hat der Wolf (da sind sich die Beteiligten einig) innerhalb von 5 Wochen stromführende Netze von 1.20 Meter übersprungen und beim letzten Übergriff mit 20 toten Tieren waren es sogar 1.20 stromführendes Netz und zusätzlich Flatterband in Höhe von 1.40 Meter.
      Der Wolf überwindet fast jedes Hindernis…in LK Diepholz hat sich die Goldenstedter Wölfen mit ihrem
      Partner durch einen Untergrabeschutz gebissen. Die Tierhalter haben kaum eine Chance, ihre Tiere zu schützen. Herdenschutzhunde sind nicht überall einsetzbar.

  3. ob die schlachtviehhalter noch mal schlau werden? stelle ich einen koffer voller geld ungesichert an die straße, ist der auch schnell verschwunden. und der täter war dann bestimmt kein vierbeiner.

  4. Wieder ein vermeidbarer Fall, schlimm für die Schafe. Ich kenne die Wiese, und ich würde es wirklich begrüßen, wenn mal auch erwähnt würde, dass die Tiere unzureichend bis gar nicht geschützt waren – und das, obwohl der berühmte „Kurti“ fast in Sichtweise von dem Team im Frühjahr 2016 dort gesehen und per Peilsender verfolgt wurde. Dass es hier Wölfe gibt, ist mehr als bekannt – warum dann nur ein normaler Stacheldraht und Dornenhecke ausreichen sollen, ist mir schleierhaft.
    Noch viel schlimmer finde ich allerdings, dass gerade die Geschädigten, die gar keine oder völlig unzureichende Schutzmaßnahmen treffen (s. Vorfall in Sülbeck neulich, wo ein Stall ja vorhanden ist) immer die ersten sind, die zur Presse laufen und ihre toten Tiere in die Kamera halten. Schande für die, die auch noch meinen, sie wären nicht selbst Schuld daran! Der Wolf ist es sicher nicht, dem wird dadurch nur erst das Maul wässrig gemacht, im übertragenen Sinn.
    Es gibt Fördermaßnahmen, nutzt sie doch endlich und hört auf, öffentliche Stimmungsmache zu betreiben und sich dabei gleich noch selbst das Armutszeugnis auszustellen. Und liebe LZ – wenn ihr Fotos machen geht, seht auch mal die Umzäunung an…

    • Ute Heemann
      ich würde es wirklich begrüßen, wenn mal auch erwähnt würde, dass die Tiere unzureichend bis gar nicht geschützt waren
      so was stört beim geschäftemachen. wer würde sich noch für das thema interessieren, wenn am ende ,,selbst schuld ,,rauskommen würde? ein thema spannend zu halten, hat sehr viele gründe. ein grund ,geld.

    • Na Frau Heemann, ich hoffe Sie haben auch ausreichend Wolfsschutz in Ihrem Garten, nicht das mal ihre Enkelkinder oder Hunde das Wolfsmaul wässrig machen, wenn alle Schafe im Stall stehen.
      Ich hoffe auch, das die einstmals heimischen Braunbären bald mal wieder in der Gegend angesiedelt werden, damit es der Wolf und Frau Heemann nicht zu einfach haben.

      • Peter
        wenn der braunbär bruno heißt, wird er eh gleich erschossen. sich gegenseitig umbringen, sollte tatsächlich dem menschen vorbehalten werden, finden sie nicht?

      • Armer Kommentar, um nicht das Wort asozial zu benutzen!

      • Peter
        ich hoffe doch, sie haben wenigstens einen hund. der kann sie dann vor den vielen horden von freilaufenden wölfen und menschen beschützen. die frage ist nur, wer ist da gefährlicher?

      • Hallo Peter
        das ist einfach lächerlich ,ein Wolf würde nie einen Menschen Angreifen ,es sei denn er wird in die Enge getrieben ,ich gehe seit Jahren Pilze suchen nur leide blieb mir die Freude einen Wolf zu sehen bis jetzt verwährt ,ich hoffe das ändert sich bald auf die Begegnung bin ich gespannt und das ohne Angst !

  5. Leider gibt es viel zu wenig Gegenwehr , die Wölfe breiten sich ungehindert und explosionsartig aus. Wann kommt der erste Mensch zu schaden. Viele Wolfsbegegnungen werden gar nicht gemeldet oder absichtlich verschwiegen. Laufen und spazieren gehen in den Wäldern wird zur Gefahr. Da die Wölfe auch nicht bejagt werden haben sie immer weniger scheu vor dem Menschen. Ich selber habe mit meinem Arbeitskollegen morgens um 08h einen Wolf durch eine Ortschaft laufen sehen. Der wurde dort schon öfters gesehen hieß es als wir das gemeldet haben. Also hören Sie doch bitte mal auf diese Tiere zu verniedlichen. Das sind keine Schosshündchen sondern Raubtiere. Und Deutschland ist zu dicht besiedelt um solche Tiere gefahrlos zu halten. Aber wir sprechen uns wieder wenn der erste Mensch zu schaden gekommen ist. Unsere Großväter haben schon gewußt warum sie den Wolf in Deutschland vertrieben haben. Außerdem ist der Wolf in seiner Art nicht gefährdet. Ich für mein Teil werde keine Organisationen und Regierungen mehr unterstützen die in Deutschland Raubtiere auswildern. Schönen Gruß von Dieter

    • Schützt die Tiere vor Jägern und Angsthasen

      Herzlich willkommen, Canis lupus! Die Angst, dass ein Wolf hierzulande Menschen zu nahe kommen oder gar bedrohen könnte, entspringt purer Hysterie und peinlicher Unwissenheit. Wer sich vor Isegrim fürchtet, sollte nicht die Polizei rufen, sondern zum Psychiater gehen oder seine Wohnung nicht mehr verlassen. Es könnte ihm ja der Himmel auf den Kopf fallen. Wölfe müssen den Menschen – aus gutem Grund – meiden. Der angeblich mit Verstand begabte Mensch hat diese wunderbaren Lebewesen im Unverstand in unseren Breiten vollständig ausgerottet. Es ist endlich an der Zeit, dieses unverzeihliche Verbrechen an unseren Mitgeschöpfen wiedergutzumachen und den Tieren eine neue, geschützte Heimat zu geben.

      Wer mit einer großkalibrigen Flinte durchs Unterholz stapft und ein unschuldiges, überaus seltenes Tier meuchelt – ob aus Absicht oder Versehen –, muss hart bestraft werden. Keine Gnade mit Rettmer-, Kreideberg- und Lopausee-Pistoleros, kein Verständnis für Angsthasen und Querulanten. Der Wolf gehört in unsere herrlichen Wälder – je früher, je mehr, desto besser. Dass ein einsamer Wolf im Hasenburger Wald, in der Region Bienenbüttel bzw. Medingen oder in der Göhrde einem Wanderer gefährlich werden könnte, ist im Übrigen genauso wahrscheinlich, wie Rotkäppchen in einem Supermarkt zu begegnen, in dem der „große böse Wolf“ an der Fleischtheke Schnitzel verkauft.

      Der Generalverdacht gegen unsere Wölfe ist übelste mittelalterliche Hetze und die psychische Struktur ihrer Vertreter erinnert sicher nicht zufällig an die blindwütig empörten Hexenjäger von PEGIDA (Peinlich extremistisch gedichtete Isegrimisierung des Abendlandes).

      LG, Markus Brauer

    • Dieter Lindner
      die Wölfe breiten sich ungehindert aus? ungehindert? bei dem verkehr auf unseren straßen und in wäldern? auf der straße und im wald wird viel gestorben. beide male sorgt der mensch dafür. waidmanns heil, pkw dank.

  6. Erst wenn das letzte Tier von der Weide verschwunden ist und auch das Wild im Wald reduziert ist, werden die „Wolfsfreunde“ aufwachen.
    Denn dann werden sich die Wölfe ihr „Futter“ in den Dörfern und Randgebieten der Städte suchen.
    Ich bin schon gespannt was im Winter passiert, denn auch dann haben die Wölfe hunger.
    Jetzt von den Tierhaltern kostenintensive Schutzzäune zu verlangen, scheint mir etwas naiv, denn mit Ziegen, Schafen und auf der Weide laufenden Kühen ist wenig Gewinn zu machen.
    Die „Wolfsfreunde“ sollten mal ausrechnen, was 10.000 qm Umzäunung kostet. Sollte die Fläche kleiner sein, so kommen sicher die „Tierfreunde“ auf den Plant und beklagen „KEINE TIERGERECHTE “ Haltung.
    Aber auf dem gemütlichen Sofa zu liegen und alles über das Fernsehen zu sehen, ist sicher einfacher, als sich mit der Materie vor Ort zu auseinander zu setzen.
    Gerne bin ich bereit „Wolfsfreunde“ einzuladen, wenn der Wolf wieder einige meiner Ziegen gerissen hat.
    Diesen Anbilck vergißt man nicht.
    Gruß
    Helmut

    • Helmut Ermisch
      wie wäre es mit informationen? soll ich ihnen mal die liste der toten tiere, allein durch die jägerschaft angerichtet, hier reinstellen? allein im jahr werden bei uns über 1 million rehe getötet. der wolf war das nicht. schmunzeln wenn man sein futter nicht wegballert, hat er ,,alle hände voll damit zu tun,, die tiere im wald auszurotten. zur not können wir ja alle mal im strassenverkehr langsamer fahren, dann können tausend wölfe zusätzlich noch davon leben.

  7. Norbert Kasteinecke

    Kein Wolf ist illegal.

    Und natürlich kommen die ersten Rufe nach Schutz unserer Grenzen, notfalls mit Waffengewalt – auch gegen Welpen.
    Man will Zäune errichten zum Schutz vor den Fachkräften für artgerechte Entsorgung.

    Die Ersten haben Angst um Ihren Arbeitsplatz in der Schlachterei.

    „Schießt sie ab“ rufen die einen – „Welcome wolfugee – kein Wolf ist illegal“ die anderen.
    Der Wolf gehört zu Deutschland lässt die Politik verlauten.

    Es steht Hassrede gegen Fakenews.

    Frauen und Kinder trauen sich nicht mehr auf die Straße.

    An Abtreibung sterben mehr Kinder als durch den Wolf wird in Reppenstedt erzählt.

    Ja was denn nun ?