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Ein Bäumchen für die neue Kita: Bürgermeister Kay Benson (v.l.), Leiterin Katharina Speckmann, Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer und Ingenieur Rolf Schröder pflanzen einen Apfelbaum. Foto: cw

Kita-Einweihung in Barendorf: Ostheide baut für die Zukunft

Barendorf. Die Amtsstuben der Ostheide dürften am Freitag wie leer gefegt gewesen sein: Alles, was Rang und Namen hatte, war zur Einweihung des neuen Kindergart ens nach Barendorf gekommen. Denn diese Kindertagesstätte ist anders: „Es ist keine Kita von der Stange“, erklärte Bürgermeister Kay Benson während des kleinen Festaktes. „Der Bau ist modular und extrem flexibel, so dass wir ihn auch in Zukunft möglichen anderen Bedürfnissen problemlos anpassen können.“

St. Vituskindergarten wurde zu eng

Im Juni vergangenen Jahres hatte der Rat Barendorf den Bau der neuen Kita beschlossen, weil der St. Vituskindergarten einfach keinen Platz mehr hatte. Hier werden schon 100 Kinder betreut. Für rund eine Million Euro können jetzt in der neuen Kita weitere 50 Kinder betreut werden. „Im November haben wir mit dem Abriss des alten Gebäudes begonnen“, erinnerte Benson. „Genau neun Monate später, am 1. August, konnte der Kindergarten seinen Betrieb aufnehmen.“ Benson nannte es eine Erfolgsgeschichte und dankte allen Beteiligten.

Einen kleinen Seitenhieb an die Adresse von Landrat Manfred Nahrstedt konnte sich der Bürgermeister jedoch nicht ganz verkneifen. „Wir arbeiten ja bald an einer neuen Kita-Vereinbarung, und ich bin sicher, dass wir das hinbekommen.“ Die Gemeinde hatte die aktuelle gekündigt. Hintergrund ist, dass der Landkreis eigentlich für die Betreuung von Kindern in Kitas und Krippen zuständig ist, diese Aufgabe aber an die Kommunen delegiert hat. Dafür zahlt der Kreis Zuschüsse für Betriebskosten und Personal. Doch schon länger klagen die Gemeinden, dass die Kreismittel nicht ausreichen.

Apfelbaum gepflanzt 

Nahrstedt ging auf Bensons Bemerkung nicht weiter ein und erklärte kurz und bündig, man sei wegen der Kinder hier und deshalb wolle er sich lange Reden sparen. „Wollt Ihr einen Baum pflanzen oder eine Rede hören?“, fragte er in die Runde der Eltern und Kinder. Wenig überraschend wollten alle lieber einen Baum pflanzen. Doch zunächst überreichte Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer dem Kita-Team ein Wappen der Samtgemeinde als Erinnerung an den Tag und wünschte den Mitarbeitern viel Spaß und den Kindern eine unbeschwerte Zeit.

Dann ging es nach draußen, wo bereits ein Pflanzloch für einen Apfelbaum ausgehoben worden war. Dicke rote Äpfel glänzten daran. „Vielen Dank, dass wir dieses Projekt realisieren durften“, sagte Rolf Schröder vom Ingenieur- und Architekturbüro Schröder. „Es ist bereits die vierte Kindereinrichtung, die wir in der Ostheide bauen durften und sicher werden es bald noch mehr werden“, schmunzelte er, wurde aber von einem lachenden Kay Benson in seinen Träumen gestoppt.

Für alle Bürgermeister überreichte Clemens Leder aus Wendisch Evern Leiterin Katharina Speckmann einen Umschlag mit Geld. „Wir kennen Ihre Arbeit aus unserer Krippe, und es war eine gute Arbeit auf hohem Niveau“, lobte er. Schließlich griffen Benson, Schröder und Nahrstedt zur Schaufel und setzten das Bäumchen ein. Die Kinder traten mit Begeisterung die Erde fest, vor allem, als das Ganze auch noch angegossen wurde. Es ist bislang der einzige Baum auf dem Außengelände.

Von Claudia Wesch