Donnerstag , 15. November 2018
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Thomas Maack erfährt Rückendeckung vom Landkreis. Foto: cm

Unterstützung für Thomas Maack

Adendorf. Heftige Anschuldigungen hatte die Ratsfraktion „Aktive Bürger Adendorf Erbstorf“ (ABAE) gegen Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack (SPD) erhoben, dem Verwaltungschef unter anderem „dramatische Demokratiedefizite“ und „Absolutismus“ vorgeworfen. Und die ABAE hatte sich mit ihren Vorwürfen an den Landkreis Lüneburg als Kommunalaufsicht gewandt (LZ berichtete).

Rechtsverstoß nicht erkennbar

Doch aus dem Kreishaus liegt mittlerweile eine Antwort auf das Schreiben vor, die dem Bürgermeister Recht gibt: Es sei nicht ersichtlich, dass durch Maack ein Rechtsverstoß begangen worden sei.

Hintergrund für den Zorn der zweiköpfigen ABAE-Fraktion aus Hans-Dieter Wilhus und Daniela Warncke war der geplante Bau der „Arena Lüneburger Land“ an der Lüner Rennbahn, angrenzend an Adendorfer Gemeindegebiet. Viele Adendorfer fürchten sich vor einer erhöhten Verkehrsbelastung durch die Veranstaltungshalle.

Schon frühzeitig, genau am 11. Dezember 2016, so Hans-Dieter Wilhus und Daniela Warncke, habe die ABAE eine Einwohnerversammlung zum Thema „Arena“ beantragt. Zuletzt habe Bürgermeister Maack, so Wilhus, anlässlich der Ratssitzung am 7. Dezember 2017, also ein Jahr später, eine solche Versammlung angekündigt, bis heute fand keine statt. Maack hatte in dem Zusammenhang mehrfach darauf verwiesen, es würden noch nicht ausreichend viele Informationen vorliegen, die eine Einwohnerversammlung sinnvoll machen.

Die Kommunalaufsicht sieht eine Einwohnerversammlung wegen der möglichen Auswirkungen auf Adendorf zwar als sinnvoll an, sie gibt Maack aber Recht. Zwar hätten Wilhus und Warncke eine Versammlung beantragt, aber weder der Rat noch ein Ausschuss hätten beschlossen, die Verwaltung zu beauftagen, eine solche einzuberufen.
Zusammenfassend, so Bürgermeister Maack, habe die Kommunalaufsicht „keine Rechtsverletzungen“ durch ihn feststellen können. „Kommunalaufsichtliche Maßnahmen“, so hieße es im Schreiben des Landkreises, würden daher nicht in Betracht kommen.

„Zunächst einmal war ich erschrocken über die Wortwahl, die die Mitglieder der ABAE-Fraktion in ihrem Antrag an die Kommunalaufsicht an den Tag gelegt haben“, sagt Maack. Jetzt sei er froh, dass die Kommunalaufsicht seine Auffassung bestätige, eine Einwohnerversammlung sei erst sinnvoll, wenn genug Fakten bekannt seien.

Bürgerversammlung findet am 9. April statt

Die von ihm mehrfach angekündigte Info-Veranstaltung werde es in Kürze, wie angekündigt, geben, bisher sei das einfach zu früh gewesen. Nun lädt die Gemeinde für Montag, 9. April, 19 Uhr, zu einer Einwohnerversammlung zum Thema Arena Lüneburger Land in die Aula der Grundschule am Weinbergsweg ein.
Allerdings: Spannend bleibt, ob nach den Entwicklungen der letzten Tage, insbesondere der weiter herrschenden Unsicherheit über den künftigen Betreiber der Arena (LZ berichtete), dann ausreichend belastbare Fakten auf dem Tisch liegen.

von Ingo Petersen

2 Kommentare

  1. Thomas Maack lädt seine Adendorfer Schäfchen am Montag, 9. April, 19 Uhr, mit über einem Jahr Verspätung zu einer Einwohnerversammlung zum Thema Arena Lüneburger Land in die Aula der Grundschule am Weinbergsweg ein, ohne dass irgendwelche belastbaren Fakten über das Ob, Wann, Wie, Wo, Wieviel und über die Auswirkungen des Baus dieser seit zwei Jahren beplanten Unsinnshalle auf dem Tisch liegen?

    Über welche der 87 verschiedenen bisher von „den Verwaltungsspitzen“ herumerzählten Arena-Storys werden die Leute streiten?

    Thomas Maack weiß eben, wie einer sich verhalten muss, der seine Nahrstedt-Nachfolge als Landrat noch in diesem Jahr klarmachen möchte.

  2. Zu Thomas Maack, die Arena und den Adendorfer Verkehrsinfarkt gibts weiteres Interessantes hier:

    https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/1520042-die-geforderte-hilfe-von-aussen-hat-der-landkreis-laengst