Mittwoch , 18. September 2019
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B209 Amelinghausen
Ende vergangener Woche haben Arbeiter damit begonnen, die Asphaltdecke zum Anschluss des zweiten Bauabschnitts in der Ortsdurchfahrt Amelinghausen aufzubringen. (Foto: bau)

Maschinen arbeiten sich voran

Amelinghausen. Sechs Wochen sind geschafft, aber noch mehr als zwölf Wochen liegen vor Einwohnern und Geschäftsleuten in der Gemeinde Amelinghausen. Erst dann werden die Sanierungsarbeiten im Zuge der Bundesstraße 209, Ortsdurchfahrt Amelinghausen, geschafft sein. Die Amelinghausener hoffen, dass die Arbeiten rechtzeitig vor dem Beginn des Heideblütenfestes erledigt sind.

Von den geplanten sechs Bauabschnitten sind zwei bereits abgeschlossen. Zuletzt fanden die Arbeiten für die neue Asphaltdecke bis hin zur Einmündung Rackerstieg statt. Der dritte Bauabschnitt, auf dem jetzt der alte Belag abgefräst wird, verläuft von dort bis zur Kreuzung L 234/Uelzener Straße.

Die monatelange Vollsperrung sorgt bei der Amelinghausener Geschäftswelt – vor allem entlang der Lüneburger Straße – für finanzielle Einbußen. Kunden bleiben weg, vor allem die potenziellen aus dem Durchgangsverkehr. Der wird durch entsprechende Schilder (Autobahn 7/Lüneburg/Uelzen) schon weiträumig umgeleitet.

Kritik an der Beschilderung

Hauptkritikpunkt von Geschäftsleuten: Die Schilder mit dem „Durchfahrt verboten“-Zeichen würden den Eindruck erwecken, als ob Amelinghausen gar nicht mehr erreichbar oder zu durchfahren wäre. Frage ist, warum nicht zusätzliche Hinweise gegeben werden, wie „Innerörtliche Umfahrung für (zumindest) Pkw möglich“.

Andererseit: Anwohner etwa der Haselhopstraße würde das weniger freuen. Dort wurde zusätzlich zu den 30-km/h-Schildern bereits ein Tempolimit-Display aufgestellt: Einwohner hatten sich über die „Raser“ beschwert.

Einige Amelinghausener Geschäftsleute nutzen die Zeit der schlechteren Erreichbarkeit ihrer Häuser: Entweder zu Umbauarbeiten wie die Bücherstube von Marlene Krüger oder einem kurzfristigen Urlaub wie das Blumengeschäft Blattwerk. Das Gasthaus Fehlhaber hat die Öffnungszeiten geändert. Betreiberfamilie Erler hat auf Facebook geschrieben: „Werte Kunden, aufgrund der Vollsperrung der Bundesstraße 209 vor unserer Hofeinfahrt können wir derzeit von Montag bis Donnerstag keinen Mittagstisch mehr anbieten. Die Öffnungszeiten unseres Restaurants haben wir entsprechend angepasst.“

Voll im Zeitplan

Die Landschlachterei Drewes hat im Ort Hinweisschilder aufgestellt, dass und wie sie zu erreichen ist. Der Spargelstand vom Hof Böther aus Wetzen, er steht an der Lüneburger Straße gegenüber vom Autohaus Bütow, hat in den ersten Wochen nur bis mittags geöffnet gehabt, weil der Durchgangsverkehr fehlte. Gänzlich auf einen Stand verzichten wollten Böthers aber nicht.

Auch in der ehemaligen Bäckerei Worthmann, die vor kurzem verkauft worden ist, finden jetzt die Renovierungs- und Umbauarbeiten statt – dort zieht bald die Salzbäckerei ein.

Aus der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg, hieß es gestern: „Wir sind mit den Arbeiten gut in der Zeit und voll im Zeitplan.“

Von Marcel Baukloh und Ingo Petersen