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Nord-West-Ansicht der geplanten Sporthalle in Wittorf. (Grafik: MRO Architekten)

Startschuss für Wittorfer Mehrzweckhalle fällt im August

Wittorf. Im Frühjahr 2007 wurde aus der Idee ein Plan, im Frühsommer 2014 aus dem Plan ein Projekt – am Montagabend aus dem Projekt ein konkreter Auftrag: Sechs Gewerken erteilte der Rat Wittorf den Zuschlag für den Bau der neuen Mehrzweckhalle, Anfang August, so die Prognose von Bürgermeister Michael Herbst, könnte endlich der Startschuss fallen. Mehr als zwölf Jahre liegen dann zwischen Vision und Umsetzung.

Schon Amtsvorgänger Gustav Rieckmann hatte das Vorhaben auf die Agenda des Gemeinderates gesetzt: Weil der kleine Ort weder Schule noch Turnhalle habe, so sein Argument, müsse eine andere Räumlichkeit her, denn Sportler oder Spielmannszug hätten ebenso Bedarf wie Veranstalter von Konzerten oder privaten Feierlichkeiten. Davon, so die Meinung, würde nicht nur Wittorf, sondern die ganze Samtgemeinde profitieren – und die wurde auch gleich mit ins Boot geholt.

Es fehlte das Geld

Das Vorhaben fiel dort zwar auf fruchtbaren Boden – letztlich aber irgendwann aus dem Haushaltsplan: Es fehlte schlicht das Geld. Die Mitgliedskommune wollte ihren Plan aber nicht fallenlassen und nahm das Projekt dann selbst in die Hand – mit Erfolg: Zwar gingen für die Bewilligung des Förderantrags weitere 17 Monate ins Land, dafür aber letztlich auch 500 000 Euro in die Kasse. Ein Kredit soll die Differenz zu den geplanten Baukosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro nun decken.

Roh-, Metall- und Stahlbau, Böden und Tischlerarbeiten sind bereits vergeben, Heizung und Sanitär und Elektrik stehen noch aus. Aber auch das – da ist Bürgermeister Herbst zuversichtlich – wird sich zeitnah klären, damit der Bau, der neben dem Sportplatz errichtet werden soll, beginnen kann.

Nicht nur an der Halle, auch an Straßen wird gearbeitet

Beginnen werden die Arbeiten auch an anderer Stelle: Ebenfalls im August sollen die Straßenzüge Moorweg, Heideweg und ein kleiner Teil des Hohensand ausgebaut werden. „Hier wollen wir ein Tiefbord einlassen und die Bereiche auf 3,50 Meter verbreitern“, so der Bürgermeister, „die Fahrbahnen sollen mit einer zehn Zentimeter hohen Trag- und einer drei Zentimeter dicken Deckschicht versehen werden.“ Die Kosten belaufen sich auf 518 000 Euro – 71 000 Euro weniger als im Haushalt dafür vorgesehen. Die Parkplätze im Bereich des Friedhofs sind in der Maßnahme nicht berücksichtigt, wie Herbst auf Anfrage eines Ratsmitgliedes klarstellte: „Die gehören der Samtgemeinde.“

Ebenfalls verabschiedet wurde der Satzungsbeschluss B-Plan „Altdorf“: Da es für große Teile des Bereichs keinen Bebauungsplan gibt, sollen künftige Grundstücksgrößen und Bebauungsdichten verbindlich geregelt werden. Nicht jeder Ortsbewohner – das wurde während der Sitzung deutlich – ist damit so einverstanden. „Letztlich handeln wir aber auf Grundlage der Gesetze“, erklärte Herbst, „wir wollen den dörflichen Charakter Wittorfs erhalten und keine Kleinsiedlungen zulassen.“ Auch wenn das Gremium mit Klagen rechnet: „Wir haben uns jetzt so lange mit dem Thema befasst, dass wir es endlich auf den Weg bringen wollen“.

Von Ute Lühr