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Maik Klein (2.v.l.) heißt Stare willkommen. Mitgearbeitet beim Zuschneiden hat auch Christian Kück (l.) unter der Anleitung von Jannes Ode (r.), der Bausatz stammt von Bernhard Stilke (M.). Nicole Bloch (2.v.r.) verteilt die Kästen gegen Spende. (Foto: privat)
Maik Klein (2.v.l.) heißt Stare willkommen. Mitgearbeitet beim Zuschneiden hat auch Christian Kück (l.) unter der Anleitung von Jannes Ode (r.), der Bausatz stammt von Bernhard Stilke (M.). Nicole Bloch (2.v.r.) verteilt die Kästen gegen Spende. (Foto: privat)

Den Star mit dem Star vertreiben

Lüneburg. „Bei Ihnen piept‘s wohl!“ Das mag sich manch einer bei der Idee denken, einen Nistkasten für Stare im Garten aufzustellen und mitten in den Kirschbaum zu hängen. Doch weit gefehlt! „Ein einziges Starenpaar im Kirschbaum hält alle anderen Stare fern“, erklärt Bernhard Stilke vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). „Die Stare schützen ihr eigenes Futter und Zuhause vor ihren Artgenossen.“ Da die gefiederten Baumwächter zudem auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen, täten Gartenbesitzer der Natur sogar einen großen Dienst.

Bernhard Stilke hat einen Bausatz für Staren-Nistkästen entwickelt. Er wird im Auftrag der Sparkassenstiftung Lüneburg in der Tischlerei der Loewe-Stiftung produziert. Einen ersten Schwung hatte Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung bereits Ende 2017 gegen eine Spende an Gartenbesitzer abgegeben. Jetzt folgt die zweite Fuhre. „Wir freuen uns über den großen Erfolg der Nistkästen-Reihe“, sagt Bloch. „Als wir vor einigen Jahren mit der Idee begannen, hätten wir nicht damit gerechnet, dass das Interesse bei Garten- und Balkonbesitzern so groß ist.“

Ein Zuhause für bedrohte Vögel

Der Nistkasten für Stare ist bereits das vierte Projekt der Stiftung, bedrohten Vögeln ein Zuhause zu geben. In den Vorjahren waren es Zaunkönig, Fledermaus und Spatz. Hintergrund ist, dass den Vögeln in der aufgeräumten Landschaft immer weniger natürliche Nistmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Der Experte rät: Der Kasten sollte etwa vier Meter über dem Boden angebracht werden und spätestens Mitte März hängen, um bezogen zu werden. Denn das Starenweibchen legt ab Mitte April fünf bis sechs Eier ab und brütet elf bis zwölf Tage. Im Juni oder Juli kann eine zweite Brut stattfinden. Der Kasten sollte schwer für Katzen und Marder erreichbar sein und an der wetterabgewandten Seite hängen: Einflugloch nach Südosten.

Häuschen für Stare verteilt Nicole Bloch wieder am Montag, 12. Februar, zwischen 15 und 18 Uhr in den Räumen der Sparkassenfiliale im Oedemer Weg 78. Die eingenommenen Spenden gibt die Stiftung an den Kreisimkerverein weiter. lz

One comment

  1. Den Star mit dem Star vertreiben
    am besten geht es mit dem grauen star. man sieht ihn dann bestimmt nicht mehr.