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Das Team hinter dem Kaufhaus-Shop (v.l.): Thomas Grupe, Jonas Griesche (beide LZ), Projektleiterin Sina Kunz und Frank Dalock (beide Marktplatz). (Foto: t&w)
Das Team hinter dem Kaufhaus-Shop (v.l.): Thomas Grupe, Jonas Griesche (beide LZ), Projektleiterin Sina Kunz und Frank Dalock (beide Marktplatz). (Foto: t&w)

Ein virtueller Einkaufsbummel

Lüneburg. Der Handel verändert sich, immer stärker kaufen Kunden auch online ein. Das ist bald auch im Kaufhaus Lüneburg möglich. Jetzt starten Landeszeitung, Lünebote und die Marktplatz GmbH in Kooperation mit dem Handel ein neues Angebot.

Interessenten können von Juni an auch von zu Hause aus einkaufen: Mit ein paar Klicks rufen sie im Internet die Adresse www.shop-lueneburg.de auf und bummeln virtuell durch das Angebot von Lüneburger Händlern. Die Ware bekommen die Kunden binnen eines Tages nach Hause geliefert, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen.

Am Donnerstagabend stellten LZ-Anzeigenleiter Thomas Grupe und Marktplatz-Geschäftsführer Frank Dalock das Angebot vor mehr als 50 Gästen in der Industrie- und Handelskammer vor.

Ergänzung zu den bestehenden Geschäften

Der Shop sei eine Ergänzung zu den bestehenden Geschäften, betonten Grupe und Dalock. Und eine Weiterentwicklung: Seit zwei Jahren nutzt der Handel die Kaufhaus-App. Mehr als 100 Händler stellen sozusagen in ein virtuelles Schaufenster Angebote ein, informieren, dazu kommen Service-Dienste.

Nun treten Kunden quasi durch die digitale Ladentür ins Geschäft. Sie wählen auf der Kaufhaus-Seite aus, welches T-Shirt, welche Schuhe und welchen Wein sie kaufen möchten. Bei ihrem Bummel ordern sie über die App in drei, vier, fünf Geschäften verschiedene Produkte und legen sie in ihren Einkaufskorb. Mitarbeiter des Lüneboten sammeln die Waren in den Läden ein und liefern sie in Lüneburg und Umgebung auf Wunsch schon abends frei Haus. Über Partner ist eine Lieferung auch beispielsweise nach Lübeck oder Lüdenscheid möglich, das dauert dann etwas länger.

Keinen eigenen Online-Shop aufbauen

Der Vorteil für die Händler: Sie brauchen keinen eigenen Online-Shop aufzubauen. LZ und Marktplatz betreuen die Technik, helfen dabei, Produkte zu präsentieren, bieten ein Marketing an und wickeln den Zahlungsverkehr ab. Wer mitmachen möchte, zahlt eine Startgebühr von 999 Euro, die laut Grupe aber über die Wirtschaftsförderung bezuschusst werden kann. Die weiteren Konditionen können im persönlichen Gespräch geklärt werden.

Der Vorsitzende der Lüneburger Einzelhandelsvereinigung LCM, Heiko Meyer, lobte das Projekt, an dessen Entwicklung die heimischen Geschäftsleute beteiligt waren: „Wir brauchen neben dem stationären auch den Online-Handel.“ Der Shop sei eine gute und günstige Möglichkeit, in das digitale Geschäftsleben zu starten. Er verwies auf einen Vortrag des Wilhelmshavener Marketing-Experten Prof. Dr. Dirk von Schnakenburg, den dieser kürzlich bei der Jahresversammlung der LCM gehalten hatte. Der Betriebswirtschaftler hatte aufgezeigt, dass das Internet eine immer größere Rolle im Handel spielen wird. Es gebe gute Ansätze, stationären und virtuellen Handel zu verbinden, und es sei höchste Zeit, sich darum zu kümmern. ca

Weitere Informationen finden Sie unter www.shop-lueneburg.de im Internet.

One comment

  1. Immer noch ein Rätsel wie man sich immer noch mit denen einlassen kann. Zwei Tage bis die DSGVO endgültig in Kraft tritt und eine Seite, die personenbezogene Daten verarbeitet ohne SSL. Und da ist die Kaufhaus Seite nicht die einzige von denen. Von Internet können die nicht viel verstehen.

    Die 999 Euro kann man anderswo deutlich besser investieren.

    Wo sind eigentlich die Artikel zur Defi App von der Marktplatz hin verschwunden? War das so ein freundschaftlicher Dienst?