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Salzsieden wie vor Jahrhunderten, das zeigt Mimke Koch Besuchern im Salzmuseum. Auch an den Lüneburger Salztagen im Juli ist das Verkochen der Sole auf in einer alten Pfanne ein Thema. Foto: Salzmuseum

Eine salzige Geschichte

Lüneburg. Salz ist das Schicksal der Stadt. Es machte Lüneburg reich und arm, macht es kaputt und wirkt noch immer wie ein Magnet auf Besucher. Nun soll das Kri stall ganz im Mittelpunkt einer Sommeraktion stehen: Am Wochenende 27. bis 29. Juli laden Salzmuseum, SaLü und Stadtmarketing zu den ersten Lüneburger Salztagen ein. Es solle ein Auftakt sein, sagen die Akteure, daraus könne sich mehr entwickeln.

Lüneburg sollen ihre Stadt besser kennenlernen

„Es ist ein Angebot nicht nur für Touristen, sondern auch für Lüneburger“, sagt Julia Steinberg-Böthig, Pressesprecherin der Marketing GmbH. Sie ist sich einig mit Hilke Lamschus vom Salzmuseum, dass viele Menschen aus der Region ihre Stadt besser kennenlernen könnten. Das zeige sich zum Beispiel da­ran, dass im Salzmuseum gut 70 Prozent der Eintrittskarten an Auswärtige verkauft werden.

Nun also ein Heimspiel. SaLü-Geschäftsführer Dirk Günther und seine Kollegen setzen in ihrer Sauna auf Sole-Aufgüsse, auch für Kinder gibt es ein besonderes Angebot. Zudem erklären Mitarbeiter wie Sülfmeister Arne I. beispielsweise, wie ein Salz-Peeling auf der Haut wirkt.

In drei Lokalen und Geschäften, nämlich in der Krone an der Heiligengeiststraße, im „Kleinen“ am Stintmarkt und in der Genusswelt an der Roten Straße soll es salzige Angebote geben.

Führungen durch die Stadt

Dazu kommt ein ganzer Schwung Führungen durch die Stadt. So soll am Kalkberg, der eigentlich Gipsberg heißen müsste, die geologische Geschichte der Stadt beleuchtet werden. Bekanntlich hat der Salzstock den Berg nach oben gedrückt. Dadurch, dass Sole für die Salzgewinnung abgepumpt wurde, gab die Erde nach. Es ist also ein Auf und Ab – Senkungsschäden sind in der Altstadt, an der Fromme Straße und am Ochtmisser Kirchsteig drastisch zu besichtigen. Aber auch das Salz und die Kaufmannschaft sind Thema bei Rundgängen unter anderem im Rathaus und im Brömse-Haus Am Berge. Im Salzmuseum können Interessierte Salz sieden und ein entsprechendes Diplom erwerben. Dabei geht es auch um einen Wissenstest. Zudem steht am Sonnabend eine Theateraufführung unter dem Titel „Aus der Blütezeit der Salz- und Hansestadt“ auf dem Programm. Am Abend spielt am Salzmuseum die Band Magnolia.

Weitere Informationen finden Sie unter www.lueneburg.info/salztage im Internet.

von Carlo Eggeling