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Außer dem Gerüst für das Arena-Bauschild ist auf dem Areal von der geplanten Halle für bis zu 3500 Besucher nichts zu sehen. (Foto: be)

Wer zahlt was für den Arena-Betrieb?

Lüneburg. Eines der in den vergangenen Monaten am besten gehüteten Geheimnisse der Lüneburger Kreisverwaltung ist gelüftet: Der Betreibervertrag für die geplante „Arena Lüneburger Land“. Er ist Bestandteil der öffentlichen Ausschreibung, mit der nun europaweit nach einem neuen Betreiber für die Sport- und Eventhalle gesucht wird. Die Verhandlungen mit dem Hamburger Konzertveranstalter FKP Scorpio hatte die Kreisverwaltung im Frühjahr abgebrochen. In dem Vertrag ist derweil nicht nur die Zahl der Veranstaltungen festgeschrieben, die in dem weit mehr als zehn Millionen Euro teuren Bau stattfinden sollen, sondern auch Sonderregeln zugunsten der SVG-Volleyballer.

Mindestens 30 000 Euro Pacht

In dem 14-seitigen Papier „Vertrag über den Betrieb der multifunktionalen Sport- und Veranstaltungshalle in Lüneburg“ gibt es nur eine Lücke, und die soll von jedem, der sich als Betreiber bewirbt, ausgefüllt werden: Die Höhe der jährlichen Pachtzahlungen, die er in monatlichen Raten an den Landkreis als künftigen Eigentümer der Arena zahlen will. Laut Zuschlagskriterien soll die jährliche Pachtzahlung „mindestens 30 000 Euro ohne Umsatzsteuer betragen“. Die Laufzeit der ausgeschriebenen Konzession beträgt zehn Jahre, mit Option auf Verlängerung. Bei den vorherigen Verhandlungen mit privaten Betreibern standen sonst immer nur fünf Jahre im Raum. Eine derart kurze Verpflichtung schien aber auch vielen Kreistagsabgeordneten angesichts der hohen Investitionen als zu riskant. Zudem sichert sich der Kreis mit dem Vertrag einen Teil des Gewinns: „Sollte der Gewinn des Betreibers aus dem Betrieb der Arena in einem Geschäftsjahr 100 000 Euro nach Steuern überschreiten, führt der Betreiber von dem überschießenden Betrag 50 Prozent an den Landkreis ab“, heißt es in dem bislang nichtöffentlichen Kontrakt mit Stand vom 28. Juni.

Für den Veranstaltungsbetrieb fordert der Vertrag nach einer Anlaufphase von zwei Jahren „jährlich zirka 15 kommerzielle Sportveranstaltungen und 50 kommerzielle Kulturveranstaltungen mit durchschnittlich 1500 Teilnehmern oder mehr“. Hinzu kommen jährlich zirka „20 sonstige Veranstaltungen wie Messen, Kongresse, Seminare, Versammlungen, Betriebsfeiern oder Ausstellungen mit jeweils mehr als 150 Teilnehmern“.

Vorrang für Volleyballer

Zur Freude von SVG-Vorstand Andreas Bahlburg ist festgeschrieben, dass Pflichtspiele der Volleyballer „Vorrang vor allen anderen Veranstaltungen haben“. Außerdem gibt es zugunsten der Sportler die Sonderregelung, dass der mobile Sportboden vom Landkreis „bauseits zur Verfügung gestellt“ wird. Den Aufwand für Auf- und Abbau bei Veranstaltungen hat so der Betreiber. Allerdings zahlt der Kreis dafür einen jährlichen Zuschuss von pauschal 30 000 Euro netto. Es bleibt aber dabei, dass die Volleyballer pro Pflichtspiel ein Nutzungsentgelt von 5000 Euro zahlen müssen. Laut Bahlburg zahle die SVG bereits jetzt einen ähnlichen Betrag für die Grundmiete, wenn sie für Playoff-Spiele auf die CU-Arena in Hamburg-Harburg ausweichen müssen.

von Dennis Thomas

17 Kommentare

  1. Ich bin mal gespannt wie viele Angebote eingereicht werden. Die Ausschreibung scheint mir , zumindest an den aufgeführten, Daten schwer erfüllen zu sein.

    • man muss kein prophet sein. der dumme wird der bürger und steuerzahler sein. ist wie beim museum und der leuphana. politiker sind leicht mit denkmäler zu locken. und da man sie ungestraft bestechen kann, funktioniert es auch.

      • So negativ sehe ich die Halle nicht. Ich halte Bauwerke für die Bildung und Kultur für äußert wichtig. Diese werden zumeist nicht wie das MoMA rentabel laufen. Sie dienen der Stadt als Aushängeschild wie z.B. die Elbphi. Sie wird ohne das große Ganze nie eigenständig das Feld einspielen was sie kostet. Dennoch ist sie ein großes Aushängeschild von Hamburg. Ähnlich wie die Konzertsäle in Kopenhagen und Oslo.
        Für Lüneburg ist die Leuphana wichtiger geworden als die Kasernen es jemals waren.
        Nun kann man sich fragen ob eine Veranstaltungshalle für Lüneburg ein Aushängeschild wird. Die Galle als solche sicher nicht, da es ein Zweckbau ist und selbst keine Strahlkraft entwickelt. Aber der Inhalt kann es werden. Das hängt von der weiteren Entwicklung der SVG maßgeblich ab. Schafft sie regelmäßig mehr Besucher in die Halle zu locken? Wird das Produkt Volleyball in Deutschland bekannter, so wie der Weg der DVL es erhoffen läßt? Kann man auf Augenhöhe von Flensburg mit seinen Handballern kommen und auch um die Deutsche Meisterschaft mitspielen. Der Trainer ist es ja schon mal….
        Wenn dann noch gut besuchte Hallen bei Konzerten ind Aufführungen hinzukommen, wird sich die Halle für Lüneburg rentieren. Ein richiger Weg ist eingeschlagen. Nur reicht das einem Investor aus. Da bin ich gespannt.
        Auf lange Sicht ist die Halle für Lüneburg wichtig.
        Bestechung kann ich bisher nicht erkennen eher nur Hinterraumpolitik, welche sicher gerade in der aktuellen politischen Lage nicht gut ist.
        Ich hätte mir ein schöneres/besonderes äußeres für die Halle gewünscht. Dafür ist die Lage verkehrstechnisch günstig.
        Busanbindung, Ampelschaltung und Verkehrsführung können ja noch angepasst werden.

        • So negativ sehe ich die Halle nicht.
          ich habe auch nichts gegen sportstätten, die für die allgemeinheit gedacht sind. hier stinkt mir das nur zu sehr nach lobbyismus. und weil es so ist, dürfen die dafür bezahlen, die diese sportstätte gar nicht nutzen.

          • Die Frage ist doch, ob man neben der Kultur noch Sport als Aushängeschild haben möchte oder nicht. Kein Sportplatz oder Halle ist in Lüneburg je ohne öffentliche Gelder entstanden.
            Wenn Sie gegen eine Veranstaltungshalle keine Einwände haben, ist die Aufrüstung der Halle zu einer Sportarena nur ein kleines Geld (bezogen auf das Gesamtbudget): höhere Decke, Sportboden und Lagerräume.
            Basketball und Handball wären als Sportarten auf Erstliganiveau auch möglich. Wahrscheinlich müssten hierfür die Leuchtstärke noch erhöht werden. Aber möglich.
            Zum Lobbyismus: Dass Herr Bahlburg für seine Interessen einsteht ist doch klar. Macht der LSK oder Treubund nicht anders. Wäre auch fatal wenn es anders wäre, dann würde es kein Bundesligaverein Volleyball geben.
            Die Autofahrer haben doch auch Lobbyisten: ADAC, KFZ-Hersteller etc.

            Jeder hat doch die Möglichkeit die Halle zu nutzen: Als Fan von der SVG, als Konzertbesucher, als Student beim Ausschenken und Abreißen, als Teilnehmer eines Kongresses. Sicher haben eher die Nprge die Möglichkeit die Halle zu nutzen, die ein vernünftiges Einkommen haben.

  2. Ich lach mich schlapp! Was sind das für Träumer beim Landkreis. Einen Vertrag mit derartigen Bedingungen würde ich als Unternehmer (Betreiber) niemals unterschreiben. Deshalb fürchte ich das die Prophezeihung von Herrn Bruns Realität werden wird. Denn in den „politischen“ Gremien, oder besser in der Verwaltung scheint die Devise zu sein: Das Ding wird so oder so gebaut. Egal wie. Mit gesundem Menschenverstand und wirtschaftlichen Abwägungen hat das m.E. nichts zu tun. Davon ist man weit entfernt.

    Ach! Und noch was. Wurde bislang nicht immer bestritten dass die Arena vorrangig für die SVG gebaut werden soll? Weshalb dann folgende Klausel in der Ausschreibung: „Zur Freude von SVG-Vorstand Andreas Bahlburg ist festgeschrieben, dass Pflichtspiele der Volleyballer „Vorrang vor allen anderen Veranstaltungen haben“. „

  3. Das ist ein Steuergeld-Verbrennen über dreißig Jahre mit Ansage. Knapp drei Millionen Euro sind schon in den Vrestorfer Heidesand gesetzt, weil die beiden alten Männer an den Stadt- und Kreis-Verwaltungsspitzen sich vor knapp drei Jahren mit ihren widervernünftigen privaten PPP-Entscheidungen vergaloppiert hatten und nun an einem in jeder Hinsicht ungeeigneten Grundstück festhalten müssen. Herr Sallier reibt sich seitdem feixend die Hände.

    Und jetzt soll sich ein Betreiber finden, der an dieser unmöglichen Stelle ein Business aufzieht, zusätzlich den privatwirtschaftlichen Geschäftsbetrieb von Andreas Bahlburg mit durchschleppt, die Sportbodenverlegung (jedesmal über € 4.000,-) bei mindestens 15 Bahlburg-Veranstaltungen subventioniert und positive Erträge erwirtschaftet? Muss der Betreiber auch eine Mindestbesuchszahl für Bahlburgs SVG-Zirkus garantieren? Und wo sollen im verkehrlichen Notstandsgebiet an der Lüner Rennbahn siebzig Mal im Jahr die Parkplätze für 1.500 Teilnehmer oder mehr (!) herkommen? Wer wird für die notwendigen Infrastruktur-, Transport- und Service-Kosten aufkommen? Wer zahlt, wenn die Event-Versprechungen um die „Arena“ zu dem gleichen desaströsen, geldverschlingenden Rohrkrepierer werden wie die großmäuligen Stadtmarketingverheißungen um das bisher kaum oder sogar ungebucht dahinvegitierende Libeskind-Veranstaltungszentrum an der Schaumschlägertwiete Nummer Eins?

  4. Sie scheinen ja alle sehr viel von Politik zu verstehen und sich intensiv über die Halle informieren. Nur scheinen ihren Informationen irgendwie aus dem Reich der Verschwörungstheorien zu stammen. Es war immer beabsichtigt, eine Sport-und Veranstaltungshalle,vorrangig auch für die SVG zu bauen. Die vom Landkreis erst favorisierte Betreiberfirma wollte u.a. aber mehr ‚Events‘ statt Sport. Das wurde von den Kreistagsmitgliedern mehrheitlich abgelehnt. Der neue Betreibervertrag regelt das somit eindeutiger zu Gunsten der SVG und des Breitensports.
    Sie sollten sich den Betreibervertrag mal im einzelnen vorlesen lassen,statt in Unkenntnis darüber,Blödsinn zu verbreiten. Und bestochen hat mich auch noch keiner und wird mich auch keiner können.. Weder der LK,Landrat, SVG oder sonst wer. Die Äusserung von Herrn Bruns empfinde ich als Frechheit.
    Frank Stoll
    Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Kreistag

    • Frank Stoll
      sie betrachten es als frechheit? es ist doch wunderbar, dass es deutschland endlich 2014 geschafft hat, die bestechung von politikern unter strafe zu stellen. nur, ob sich das überall schon rumgesprochen hat? linke im westen zu bestechen lohnt sich einfach noch nicht. sie sitzen nicht an den schalthebeln , wo sie was verschenken können. schmunzel. deswegen hat man es bei ihnen wohl auch noch nicht versucht.

  5. Sehr geehrter Herr Kreistagsabgeordneter Stoll,

    Ihre Behauptung ist unwahr.

    (Ganz nebenbei: Halten Sie es wirklich für klug, bei LZ-Online kritisch nachfragende, um Nachhilfe in der Praxis des dialektischen Materialismus bittende Proletarier als »Verschwörungstheoretiker« abzukanzeln?)

    Wahr ist: Es war NICHT »immer beabsichtigt, eine Sport-und Veranstaltungshalle vorrangig auch für die SVG zu bauen.«

    Begonnen hat alles vor knapp vier Jahren mit der Erklärung: »Der Kreisausschuss des Landkreises Lüneburg hat in seiner Sitzung am 20.10.2014 u.a. den gemeinsamen Antrag aller Fraktionen im Lüneburger Kreistag vom 30.09.2014 ›Vorbereitende Planung zum Bau einer wettkampfgerechten Sporthalle VORZUGSWEISE im Bereich der Berufsbildenden Schulen in Lüneburg‹ einstimmig beschlossen.«

    Im Juni 2016 lautete die modifizierte Version des Hallenzwecks dann so:

    »Die Nutzung der Arena wird in Schulsport, Breitensport durch Vereine, in kommunalen Veranstaltungen sowie weiteren sportlichen, kulturellen und kommerziellen Veranstaltungen mit lokalem Bezug liegen. Bei der Vorhaltung öffentlicher Einrichtungen für ihre Einwohnerinnen und Einwohner für kulturelle und sportliche Zwecke handelt es sich um originäre Aufgaben der öffentlichen Hand. Die Errichtung der Halle dient somit insoweit der Aufgabenerfüllung von Landkreis und Hansestadt und kommt deren Bewohnerinnen und Bewohnern zugute. Diese kommunalen Nutzungen stellen einen wesentlichen Anteil der Gesamtnutzung der Halle dar. Die vorgesehene Nutzung durch den Volleyball-Bundesligisten ›Spielvereinigung Gellersen-Lüneburg‹ (für Training und Heimspiele) und die Durchführung kommerzieller Veranstaltungen betrifft im Wesentlichen vom Landkreis und von der Hansestadt Lüneburg NICHT nachgefragte Zeiten, die die Nutzung durch diese nicht wesentlich beeinträchtigen.«

    Quelle: Beschlussvorlage (PDF, Seite 4) – VO/6759/16 vom 27. Juni 2016 für den Ausschuss für Wirtschaft und städt. Beteiligungen (10.08.2016), den Verwaltungsausschuss (10.08.2016) und den Rat der Hansestadt Lüneburg (18.08.2016)

    Anschließend wechselten die »Narrative« (dt.: die Zwecklügen über die Bau-Gründe) quasi im Monatstakt, da niemandem verborgen blieb, dass Schulsport aus verkehrlich-zeitlichen Gründen an der Lüner Rennbahn nicht in Frage kommt und darüber hinaus die in Lüneburg bereits vorhandenen Überkapazitäten für Schul-, Breiten- und Vereinssport noch lange nicht ausgeschöpft sind – kurz: KEINERLEI BEDARF für eine weitere Sporthalle besteht (Ihr Kollege Fahrenwaldt ist einer der eifrigsten Arena-Kritiker, der immer wieder auf diesen Punkt hingewiesen hat).

    im Grunde geht es doch darum:

    Für Herrn Andreas Bahlburg, ehemaliger CDU Bürgermeister von Südergellersen (13 Jahre im Amt), der sich in den Karriereportalen des Internets als »Führungskraft« und »Geschäftsführer der SVG Lüneburg Spielbetriebs GmbH« anpreist, soll eine seinem Unternehmen dienliche »Luxus-Arena« gebaut werden.

    Aber das ist mit den Aufgaben einer Kommune und mit dem Beihilferecht des Landes Niedersachsen nicht vereinbar. Der Landkreis darf aus Steuermitteln für einen Zweck, der nicht zu seinem Aufgabenkreis zählt, einem Privatunternehmen keine Zuwendung gewähren. (Schon gar nicht für € 12.000.000,- oder mehr.)

    Also müssen Geschichten erfunden werden, die aus der steuergeldfinanzierten Maßanfertigung für einen in Rat und Kreistag gut »vernetzten« Privatunternehmer eine »öffentliche« Angelegenheit, ja, ein öffentliches Bedürfnis machen, — welches es eigentlich gar nicht gibt.

    Auf das Erfinden solcher Geschichten haben sich die Anstrengungen unseres Oberbürgermeisters, des Landrates, der Mitglieder des Kreistages und des Rates der Stadt Lüneburg – unter fortwährender kräftiger Hilfestellung von Herrn Hoppe, Herrn Bahlburg, Herrn Morgenstern (SVG-Marketingchef und CDU-Ratsherr) sowie Herrn Dr. Buller (SVG-Mannschaftsarzt und CDU-Ratsherr) während der letzten beiden Jahre konzentriert.

    Sie alle haben ungezählte, nicht miteinander harmonierende „Narrative“ durchprobiert: verkündet, in Abrede gestellt, für alternativlos erklärt, endgültig verworfen und wieder aufgewärmt (Schulsporterfordernis, Stadthalle, Breitensporterfordernis, Messehalle, Veranstaltungserfordernis, Musik-, Tanz- und Entertainementhalle, Kulturerfordernis, Ausstellungshalle, Feiererfordernis, Eventhalle, usw.). Leider konnte KEINES dieser Märchen überzeugen. Eine die Seelen der Wähler begütigende »Verkaufsverpackung« für den beabsichtigten flagranten Rechtsbruch ist einfach nicht zu finden.

    Das niederschmetternde Resultat:

    Es gibt KEINEN KOMMUNALEN BEDARF für die »Arena«. Es gibt nur das Geschäftsinteresse von Herrn Bahlburg.

    Doch es sind von unseren „Verwaltungsspitzen“ bereits knapp drei Millionen Euro für einen untauglichen Plan und einen unbrauchbaren Standort ausgegeben worden. Und noch Mitte Februar ist glasklar festgestellt worden, was ohnehin jeder von Anfang an wusste: »Aus den Heimspielen der SVG entsteht kein positiver Deckungsbeitrag.« (Katrin Holzmann, Sprecherin Landkreis Lüneburg: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1481802-arena-ohne-volleyballer-wirtschaftlicher)

    „Was tun?“, würde Lenin in solch einer Lage fragen.

    Warum nicht einen parteiübergreifenden Appell formulieren, etwas von einer bösen Hamburger Kapitalistenagentur faseln und die Rückkehr zu den »eigentlichen« Bedürfnissen »der Bevölkerung« propagieren? Da, wo Gefühle und Gespürtes zählen, sind valide, auf empirischen Daten beruhende Prognosen und haltbare Argumente nicht mehr so wichtig. »Man« ahnt ja, was »das Volk« will, nicht wahr, Herr Stoll. »Man« hat es sich vertrauensselig vom SVG-Geschäftsführer bestätigen lassen: »Das Volk« wünscht exakt das, was „man“ selbst gern hätte: Eine »Arena« für Herrn Bahlburg und dessen »Breitensportbewegung«.

    Nachdem nun geklärt ist, dass die derzeit geplante Arena weder mit Bürgerwünschen, noch das Geringste mit Daseinsvorsorge, geschweige denn irgendetwas mit Gemeinwohlinteressen zu tun hat, frage ich Sie: Bahnhof-Shuttle zur Arena Lüneburger Land, wegen Parkraumnot im Gewerbegebiet an der Lüner Rennbahn? Wo parken denn dort (am Bahnhof) eigentlich die 3.450 Besucher von außerhalb, die nicht, wie Sie, Herr Stoll, wie ich, mein Freund Reineke, Stefan Hye, Pitch75 oder Karlheinz Fahrenwaldt per pedes apostolorum zur Transfer-Drehscheibe im Viereck zwischen Bleckeder und Dahlenburger Landstraße, Pulverweg und Lösegraben gelangen können?

    Kürzlich las ich, das Fehlen von ca. zweitausend Parkplätzen an der Lüner Rennbahn sowie das Nadelöhr der Zufahrt und das Fehlen von ca. tausend Parkplätzen am Bahnhof und die hunderttausend ungelösten Fragen der Shuttle-Dienst-Organisation würden durch das Angebot von Gisela Plaschka, Günter Dubber, Henrik Philipp Morgenstern und Manfred Nahrstedt kompensiert, sie alle vier würden mindestens die Hälfte der dreitausendfünfhundert Zuschauer – besonders in den iwäntstarken Wintermonaten – von Amelinghausen aus mit dem Fahrrad direkt vor die hypermoderne Kassenanlage der Arena transportieren. Erste Feldversuche, wie das aussehen könnte, sind bereits (allerdings unter den sehr günstigen Witterungsbedingungen von Anfang letzter Woche) zu Werbezwecken für diese pfiffige Idee per Videostream und Standfotos von der LZ dokumentiert worden. Siehe: https://www.landeszeitung.de/wp-content/uploads/2015/06/494787_.jpg

    Was sagen Sie zu diesem (wohl direkt aus dem landratsamtlichen Innovationsinkubator stammenden) Vorschlag zur Verkehrsinfarkt-Prophylaxe im schwer umkämpften Grenzgebiet zwischen Lüneburg und Adendorf?

    Drei letzte, wieder eher praktische Fragen habe ich noch an Sie, Herr Stoll:

    1) Herr Bahlburg selbst (https://www.lzplay.de/index.php/2018/02/13/spielt-die-svg-nur-die-zweite-geige/) hat darauf aufmerksam gemacht: Das Verlegen des mobilen Hallenbodens kostet pro Auf- oder Abbau jeweils rund € 4.000,- Nun muss aber nicht nur vor bzw. nach den fünfzehn SVG-Spielen umgerüstet werden, was € 120.000,- kostet (bei einem kommunalen Zuschuss an den Betreiber von € 30.000) sondern es muss auch beliebig oft zwischen den mindestens fünfzig kommerziellen Veranstaltungen und den angeblich möglichen (obgleich kein Equipement vorgesehen ist) kommunalen Sportnutzungen umgerüstet werden. Sagen wir mindestens weitere fünfzig Mal, was (auf und ab) € 400.000,- kosten würde. WER BEZAHLT DAS?

    2.) Das Wirtschaftsunternehmen von Herrn Bahlburg soll die »Arena« fünfzehn Mal im Jahr nutzen dürfen. Hätte man da nicht besser das Dach der Gellersen-Halle anheben sollen? Lohnt sich dafür die Investition von mindestens zwölf bis wahrscheinlich eher zwanzig Millionen Euro Steuergeld in ein (für jedes andere Vorhaben im Prinzip unbrauchbares und unnötiges) Bauwerk an einem in JEDER Hinsicht komplett ungeeineten Standort, welches alles darüber hinaus eine sinnvolle und dringend erforderliche Sportparklösung für alle Lüneburger Ballsportarten über Jahrzehnte hinaus blockieren wird? (Vgl.: den Appell von LSK-Trainer Rainer Zobel in der Lünepost Sa./So., 14. / 15. Juli 2018, Seiten 1 und 7 und am 26. Juni im Gespräch mit Hans-Herbert Jenckel ab Minute 18:00 hier: https://www.facebook.com/landeszeitung/videos/2002115049822109/)

    3.) Wie kommt es, dass DIE LINKE im Kreistag sich plötzlich für diesen verrückten Schildbürgerstreich voller Widersprüche und Unausgegorenem stark macht? (Siehe: https://www.landeszeitung.de/sport/volleyball/219352-grosser-abend-fuer-die-svg#comment-56822)

  6. „Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“
    übersetzt heißt das: hast du was, bist du was. bist du was ,hast du was. schmunzel. es soll menschen geben, die glauben etwas von politik zu verstehen und dieses nur, weil sie gewählt wurden.

  7. Hallo Herr Stoll, hier einige LINKE Positionen zur Arena, die Ihre plötzliche Lust, ein weiteres kommunales Millionendebakel zum Pampern von einem Privatunternehmer (zwei, wenn „wir“ Herrn Hoppe mit ins Boot holen) in Kauf zu nehmen, recht überraschend erscheinen lassen:

    Karlheinz Fahrenwaldt (Blog.jj, 26. April 2017 um 10:04 Uhr)
    Lieber Herr Jenckel,
    In dem angesprochenen Sporthallen-Gutachten der Stadt [als PDF ganz unten, am Ende der Seite: http://www.stadt.lueneburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=6545%5D wird ein Überhang von mehr als 3000 Quadratmetern festgestellt. Und wenn es nur um die bundesligataugliche Spielstätte für den Volleyball, Hockey oder ähnliche Randsportarten geht: Warum wurde der Ausbau der MTV-Sporthalle 1 am Kreideberg, die der Stadt schon vom Verein angeboten wurde, nicht geprüft? Da gehen jetzt schon 700 Zuscheuer rein und der Einbau von Tribünen an den Stirnseiten könnte ausreichen. Oder warum wird bei der Renovierung der beiden Dreifeldhallen in Kaltenmoor nicht die entsprechende Ertüchtigung der einen Halle geprüft? Es besteht meines Erachtens kein Zeitdruck.
    Den Vorschlag von Frau Hölscher, einen Sportpark mit einer Arena für den LSK, die Leichtathleten und einer angegliederten Sporthalle halte ich für eine interessante Alternative. Da stellt sich dann nur wieder die Kosten- und machtFrage (wer macht das?).

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    Karlheinz Fahrenwaldt (Blog.jj, 4. Mai 2017 um 15:31 Uhr)
    (…) Meine Vision ist ein Sport- und Eventpark mit einer Mehrzweckhalle und angegliedertem Fußballstadion für den LSK. Idealer Weise wird die Halle von einem landkreiseigenem Unternehmen betrieben, um eine Querfinanzierung zwischen profitablen Großveranstaltungen wie DJ Ötzi und weniger profitablen Events zu ermöglichen. Dafür gibt es rund um Lüneburg auch geeignete Plätze (TKK, Flugplatz, Bilmer Berg). Hauptproblem wird nach wie vor die Finanzierung sein.

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    Karlheinz Fahrenwaldt (LZ, 11. Dezember 2016 um 09:57 Uhr)
    (…) für die Verlängerung der Bundesligalizens könnte man innerhalb eines halben Jahres bestehende Hallen in Lüneburg ertüchtigen (die Mehrfeldhallen in Kaltenmoor sollen sowieso renoviert werden und 2014 hat der MTV der Stadt die Halle A am Kreideberg zum Kauf angeboten, die schon heute 700 Zuschauer fasst und ohne größeren Aufwand bundesligatauglich gemach werden könnte. Für den Bau einer Eventhalle besteht also kein Zeitdruck!

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    Karlheinz Fahrenwaldt (LZ, 12. Dezember 2017 um 17:27 Uhr)
    Mädge wird sich auf Adenauer berufen: „Was stört mich mein Geschwätz von gestern!“ Die Fakten haben sich nicht geändert – nur die Baupreise haben angezogen.

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    Karlheinz Fahrenwaldt (Blog.jj, 8. Dezember 2017 um 8:46 Uhr)
    Lieber HerrJenckel, die Baukosten werden sich aufgrund der Ansprüche des vermutlichen Betreibers aufgrund der Anhebung des Daches auf ganzer Länge und dem Einbau einer VIP-Küche wesentlich erhöhen. Die florierende Bauwirtschaft wird aufgrund mangelnder Kapazitäten den Baupreis ebenfalls noch in die Höhe treiben. Der Betriebskostenzuschuss ist doch eine Alimentierung des Betreibers! Staatsknete für private Profite! Und die Verkehrsregulierung an dieser Stelle liegt ebenfalls in der Verantwortung der Stadt. Am Ende des Baues werden über 20 Millionen zu Buche schlagen – ohne die Betriebskosten.

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    Michèl Pauly (Blog.jj, 10. Dezember 2017 um 9:32 Uhr)
    (…) 1. Die offenbare Eile vor der Kommunalwahl war nicht einer tatsächlichen Eilbedürftigkeit geschuldet, sondern der Kommunalwahl selbst. Eine Abwägung, etwa über andere Standorte, Gesamtkonzepte (Stichwort: Fußballstadion, Hotellandschaft, etc.) aber auch alternative Modelle für Bauträgerschaft und Eigentum konnten so nicht mehr besprochen worden.
    2. Die Bauträgerschaft alleine beim Kreis ist ein Fehler. Jedenfalls bei einer Kreisverwaltung die eigentlich in den letzten 20 Jahren den Titel „die Unvollendete“ verdient hätte. Sie hat keine Expertise in eigener Bauträgerschaft, gibt diese entsprechend weiter „an privat“ und hat damit weder Einfluss noch gibt es aus meiner Sicht ein hinreichend gutes Controlling.
    3. Da sich der Bau ohnehin stark verzögert, sollte man JETZT die Reißleine insofern ziehen, als dass man den Standort wieder aufbohrt, eine Mehrzwecknutzung in Betracht zieht (etwa am Johanneum) gemeinsam mit anderen Sitzungsräumlichkeiten oder gar einem Fußballstadion/Mehrzweckstadion mit Kunstrasen. (…)

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    Karlheinz Fahrenwaldt (LZ, 3. März 2018 um 14:32 Uhr)
    Liebe Frau Schmid, mit freudscher Gelassenheit kann man alles und jedes auf die sexuelle Schiene schieben. Das scheint der Zug der Zeit zu sein. Der Bau von Repräsentationsgebäuden hat schon einen patriarchalen Beigeschmack: Die Machtelite zeigt uns, wo der Hammer hängt.

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    Karlheinz Fahrenwaldt (LZ, 3. März 2018 um 22:07 Uhr)
    Lieber Kurt Becker,
    die Sache mit dem „Piephahn“ ist auf dem Mist von Frau Schmid gewachsen und nicht meine Interpretation. Die Machteliten haben in ihren Perioden immer überdimensinierte Bauwerke errichtet um dem „gemeinen Volk“ ihre Unwichtigkeit zu demonstrieren (kommt daher der Begriff „kleiner Mann“?). Als der Klerus an der Macht war wurden riesige Kirchen gebaut, der Adel baute sich dann prächtige Schlösser, nach der „bürgerlichen Revolution“ wurden gewaltige öffentliche Gebäude (Rathäuser, Gerichte, Schulen etc.) gebaut, nach der „industriellen Revolution“ entstanden überdimensionierte Fabrikgebäude und heute baut die Finanzelite um die Wette die höchsten Wolkenkratzer, teuersten Flughäfen und Konzerthallen. Bezahlt vom Steuerzahler als weitere Form der Umverteilung von Unten nach Oben.

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    Karlheinz Fahrenwaldt (LZ, 3. März 2018 um 22:20 Uhr)
    Liebe Frau Schmid,
    wie Sie sicher dieser Zeitung in ihren verschiedenen Erscheinungsformen entnommen haben (oder dieses nachholen können) gehöre ich aus verschiedenen Gründen zu den Kritikern dieser Halle und äußere meine Fragen und Kritiken auch im Kreistag und seinen Organen. Allerdings wird sich auch hier die Machelite mit ihren Claqueuren voraussichtlich durchsetzen.

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    Karlheinz Fahrenwaldt (LZ, 17. März 2018 um 15:50 Uhr)
    (…) Ich stelle mir nur die Frage, wieso die beiden in der Sanierung befindlichen Dreifeldhallen in Kaltenmoor und der Neubau einer Dreifeldhallen im 3. Baubschnitt des Hanseviertels nicht in die Überlegungen einbezogen worden sind. Mauert hier Herr Mädge?

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    Karlheinz Fahrenwaldt (LZ, 18. März 2018 um 14:09 Uhr)
    (…) da die SPD im Kreistag nicht die Mehrheit hat, ist es spannend zu sehen, wie sich die Mehrheit der CDU im Kreistag bei der entscheidenden Abstimmung verhalten wird. Es waren doch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die bei den Haushaltsberatungen für 2018 eine dauerhafte Zusatzfinanzierung der Arena als Gefahr für die Finanzierung von sozialen Projekten (wie zum Beispiel von Kindergärten) sahen.

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    Ulrike Mädle (LZ, 19. März 2018 um 10:28 Uhr)

    Lieber Karlheinz Fahrenwaldt, lieber Andreas Bahlburg, lieber Klaus Hoppe, lieber Manifredo, lieber Henrik Philipp Morgenstern, lieber Thomas Buller,

    das alles ist Narrstädterei im Lüneburger Land!

    Bitte nicht den Kopf hängen lassen, wenn nun doch alles noch viel teurer wird als versprochen! Denken wir an die liebe Elbbrücke. Sich ehrlich machen ist angesagt. Wo kein Begünstigungserfordernis ist, darf ein Landrat auch keines erfinden!

    Ich zum Beispiel sage: Schluss mit dem Arena-Unsinn! Eine Stadthalle kostet 25 bis 30 Millionen Euro, nochmal zehn Prozent dieser Summe pro Jahr kommen an Folgekosten hinzu. Überall anderswo sind Stadthallen Verlustgeschäfte, mit jährlich rund einer Million Euro Zuschuss kalkuliert die Verwaltung in Lüneburg. Das ist bei der derzeitigen Haushaltslage nicht darstellbar, wir brauchen das Geld für Straßen, Schulen, Kitas, Brücken und Museen, sage ich und werde noch deutlicher: Unter die Pläne für eine Stadthalle mit 3000 Plätzen und mehr müssen wir vorerst einen Schlussstrich ziehen. Mit der kleineren Lösung Audimax, in dem wir in hundert Jahren nicht auf dreißig Nutzungstage kommen, und einer leicht aufgerüsteten Gellersen-Halle für die SVG bin ich als Oberbürgermeister auch zufrieden: Wer Großkonzerte sehen will, kann heute bequem nach Hamburg fahren. In den meisten Tickets ist der HVV-Tarif schon drin.

    (Quelle: LZ vom 17. März 2008 | Gefunden bei Bembel/Jenckel: https://jj12.wordpress.com/2017/12/06/event-halle-auf-treibsand-geplant/#comment-1507)

    • Otto Berg
      sie werden mir zwar immer sympatischer, schmunzel, aber lohnt es sich, mit kanonen auf spatzen zu schießen?

    • Herrn Fahrenwaldts Link zum „Sporthallenkonzept“ vom Juni 2016 funktioniert oben nicht.

      Er lautet korrekt: http://www.stadt.lueneburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=6545

      Das „Konzept“ findet sich als Dateianhang ganz unten auf der sich öffnenden Seite.

      Hallo Herr Bruns, ich „schieße nicht mit Kanonen auf Spatzen“, ich halte es eher mit Büchner, wenn ich unseren Gremienvertretern zurufe: „Geht einmal euren Phrasen nach bis zu dem Punkt, wo sie verkörpert werden.“ Petra Kruse-Runge hatte ihre Kreistagskolleg*inn*en vor einem Jahr mit einer hirnrissigen Blubber-Dummheit von Günter Dubber zum Arena-Beschluss gedrängt: „Weil das Bild so schön ist, verwende ich noch einmal den Aufruf eines Kollegen hier in einem früheren Kreistag: wenn man auf den Turm geklettert ist, muss man sich auch irgendwann trauen zu springen.“ (https://gruene-lueneburg.de/unsere-vertreterinnen/kreistag/meldung/article/arena_lueneburg_beschlossen/) Stellen sie sich bloß einmal vor, die Kreistagsmitglieder erklimmen morgen bei einem Teambuilding-Ausflug gemeinsam den Wasserturm hinter Eberhard Manzkes Sommerresidenz. Wer wischt unten anschließend auf?

  8. Herr Stoll hat sich doch darüber beschwert, dass er von Herrn Bruns in Verbindung mit Korruption gebracht wurde.
    Herr Bruns und Herr Berg biegen aus meiner Sicht falsch ab.

    Zum Thema Halle:
    Das zu Anfang eine Sporthalle angedacht wurde, hielt ich schon damals falsch, da eine gute Veranstaltungshalle in Lüneburg fehlt. Die Nordlandhalle wurde nie adäquat ersetzt.
    Ich denke schon, dass eine zentrale Veranstaltungshalle für ein Einzugsgebiet von 150.000 Einwohnern sinnvoll ist. Beispiele: Flensburg, Kiel, Neumünster, Bamberg, Ludwigsburg.
    Und wenn man sich auch vernünftig mit solchen Hallen beschäftigt, kommt quasi nur ein Betonboden mit später eingebrachten Hallenboden in Frage. Sog. Großsporthallen, wie in Frankfurt oder Berlin funtionieren nur in Großstädten.

    Ich hätte es damals für besser gefunden man hätte von Anfang an das Projekt aus so beschrieben.
    So musste wohl erst eine sinnstiftende Geschichte (Narrativ) erzählt werden, um das Projekt anstoßen zu können. Einen Teil davon ist die SVG.ä (Verein, Spieler, Fans, Funktionsträger) Dass Sie dies auf eine Person verkürzen halte ich für unlauter.

    Einen Verkehrsinfarkt kann ich daher nicht erkennen. Zeiten des Hallenbetriebes zu Großveranstaltungen werden außerhalb der Stoßzeiten sein. Ähnlich wie bei Konzerthäusern in Hamburg. Dass die Ampel aufgerüstet ubd neu programmiert werden muss, ok. Ggf. Sind noch Bautätigkeiten der Kreuzung nötig. Aber einen drohenden Verkehrsinfarkt (endgültiger Stillstand) kann ich nicht erkennen.

    Was mich sicher interessieren würde, ob und welche Kosten entstehen wenn über den anscheinend (?) Festgeschriebenen Sportveranstaltungen der Boden verlegt werden muss. Das ist aus dem Artikel nicht zu erkennen.

    Sicher ist auch, dass noch ein normale Sporthalle auf 11m lichte Höhe über ein Volleyballfeld als Trainingsstätte ertüchtigt werden muss, wenn die Halle so wie prognostiziert ausgelastet ist.

    Eine Aufrüstung einer Sporthalle, wie vorgeschlagen, (Höhere Decke, 1500 Sitzplätze, Lüftungsanlage, Brandschutzertüchtigungen, mehr Nebenräume, größere elektrische Anschlüsse, etc. wären sicher auch sehr teuer gewesen ohne Mehrwerte wie Möglichkeiten von größeren Veranstaltungen zu schaffen.

    Große Reden mit scharfen Worten helfen niemanden.

    • Kleine Reden mit unscharfen Worten helfen aber auch kaum einem, Torben.

      Dass „Herr Bruns und Herr Berg aus deiner Sicht falsch abbiegen“, klingt zwar cool, ist aber ein Nonsense-Bild.

      Woher weißt du, dass „eine gute Veranstaltungshalle“ in Lüneburg fehlt? Hast du das irgendwie im Urin oder so? Eine professionelle, auf Tatsachen fußende, die Nachfrage, den Zweck und das Potential abschätzende Bedarfsanalyse existiert jedenfalls bis heute nicht. Es wird mit Wunschdenken und Bauchgefühlen für das Verbraten von zweistelligen Millionensummen argumentiert. Der Rest („adäquat ersetzte“ Nordlandhalle, „ich denke schon“, ein „Einzugsgebiet von 150.000 Einwohnern“, Beispiele: „Flensburg, Kiel, Neumünster, Bamberg, Ludwigsburg“) ist dampfplauderndes Quarktreten (wird breit, nicht stark).

      Deine Kompetenz bezüglich der Bodenevaluation ist anzweifelbar. Die flächenelastische PVC-Konstruktion der famosen Nordlandhalle, du schreibst es selbst, hat Peter Alexander, Udo Jürgens, Otto Waalkes, Thomas Gottschalk und Tonnen von Bühnenaufbauten mit elektronischen Geräten ausgehalten, die heute ein Zehntel wiegen (sofern sie überhaupt noch gebraucht werden).

      Ich glaube nicht, dass „die SVG (Verein, Spieler, Fans, Funktionsträger)“ Teil einer „sinnstiftenden Geschichte“ sein kann. Dazu rangiert Volleyball zu sehr am Rande der Aufmerksamkeit. Und die Gruppe der Anteilnehmenden im Landkreis ist viel zu klein. Die Behauptung des Gegenteils, wird auch durch ständiges Wiederholen nicht wahrer.

      Die Interessengruppe der Reklamerackerer hat niemand „auf eine Person verkürzt“ (schiefe Metaphorik, Torben, wie die Sache mit dem Abbiegen). Neben Herrn Bahlburg wird stets „Sponsor“ und Betreiberkandidat Klaus Hoppe erwähnt und auch die für ihre Sache eifernden Ratsherren (und SVG-Mitarbeiter) Morgenstern und Buller finden viel Beachtung.

      Einen drohenden Verkehrsinfarkt kannst du nicht erkennen? Wie schön für dich. Hier ein paar Impressionen von Leuten, die das können:
      https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/405425-wettstreit-um-parkplaetze
      https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/385920-zu-wenig-parkplaetze-an-der-geplanten-arena
      https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1547982-suche-nach-dem-besten-weg
      https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1386562-ungeduldige-abgeordnete-schalten-den-landkreis-ein
      https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1321992-widerspruch-gegen-arena-nicht-ganz-vom-tisch
      – et cetera, et cetera pp.

      Das Verlegen des Sportbodens kostet nach Auskunft von Herrn Bahlburg € 4.000,- pro Aktion.

      Die Gellersen-Halle hat den Volleyballern bisher prima gedient. Warum sollte sie das künftig zu Trainingszwecken nicht mehr können?

      Es gibt in Lüneburg bereits zahlreiche räumliche Möglichkeiten, um „Mehrwerte wie von größeren Veranstaltungen zu schaffen“. In der Enge des Gewerbegebietes an der Lüner Rennbahn wird das aber nicht gelingen. Was wirklich fehlt, ist eine Freilichtanlage für grandiose Konzerte, wie sie in den 90ern auf dem Flugplatz statthatten. Ein Stadion könnte das bieten (vgl. ab Minute 18:00 hier: https://www.facebook.com/landeszeitung/videos/2002115049822109/). In die Nachbarschaft eines solchen Stadions, stelle ich mir vor, würde eine komfortable Ballsporthalle gehören.

  9. Torben
    Herr Stoll hat sich doch darüber beschwert, dass er von Herrn Bruns in Verbindung mit Korruption gebracht wurde.
    wurde er das? wo? ihre behauptung ist eine frechheit. schmunzel. deutsche sprache, schwere sprache. lesen und verstehen ist für manchen zweierlei. nichts geht über denkmalpflege. hm hm.