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Tag des Denkmals
Erstmals für Besucher zu besichtigen ist in diesem Jahr das ehemalige Alte Schulamt an der Egersdorffstraße 1a, das derzeit zum Hotel umgebaut wird. Hier führt der Eigentümer selbst über die Baustelle. (Foto: Hansestadt Lüneburg)

Seltene Einblicke in die Historie

Lüneburg. „Entdecken, was uns verbindet.“ Unter diesem Motto bekommen Besucher am Sonntag, 9. September, wieder seltene Einblicke in zahlreiche Denkmale der Hansestadt Lüneburg. Der bundesweite Tag des offenen Denkmals, koordiniert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, macht es möglich. Gemeinsam mit vielen Mitstreitern, Partnern und privaten Eigentümern haben Lüneburgs Denkmalpflegerinnen Cornelia Abheiden und Doreen Braun ein vielfältiges Programm für Interessierte zusammengestellt. Es umfasst neben Kirchen, Schulen und Museen zahlreiche andere Gebäude, teils in privater, teils in öffentlicher Hand.

Lüneburg

Bei den Führungen und Vorträgen in der Hansestadt werden Besucher auf Spurensuche geschickt. Ein besonderer Dreh- und Angelpunkt sind die Denkmale rund um die Straße „Hinter der Bardowicker Mauer“. Erstmals zu besichtigen ist in diesem Jahr auch das ehemalige Alte Schulamt an der Egersdorffstraße 1a, das derzeit zum Hotel umgebaut wird. Hier führt der Eigentümer über die Baustelle. Spannend sind auch die Einblicke, die Besucher der Ehemaligen Pfarrwitwenwohnungen Hinter der Bardowicker Mauer 10 bekommen. Die Wohnungen aus dem 16. Jahrhundert werden aktuell als Erweiterungsbau für die Kinder- und Jugendbücherei umgebaut. Führungen finden hier um 11, 12.30 und um 15 Uhr statt.

Ebenfalls seine Tore öffnen wird die Seniorenresidenz, Neue Sülze 25, 26. Die ehemaligen Großbürgerhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurden 1989 zu einer Seniorenwohnanlage umgebaut. Stadtarchäologe Prof. Dr. Edgar Ring erläutert in einem Vortrag um 15.30 Uhr die Geschichte des Hauses. Um 16 Uhr tritt hier außerdem der BachChor Lüneburg auf.

Das komplette Programm sowie weitere Informationen zu Öffnungszeiten und Führungen finden Sie in einer Broschüre, die unter anderem in der Tourist-Info Am Markt sowie im Rathaus ausliegt. Das Programm der Hansestadt Lüneburg kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Adendorf

Das historische Zweiständerhaus „Us Heimathus“ öffnet von 11 bis 16 Uhr seine Türen (Kastanienallee 18 a).
Führungen nach Bedarf gibt es zwischen 12 bis 17 Uhr in der evangelisch-lutherischen Johanneskapelle, erbaut 1252 bis 1258 (Dorfstraße 45.

Bardowick

Der Nikolaihof in Bardowick hat von 11 bis 17 Uhr geöffnet: Neben Führungen durch das einstmalige Leprosenhospital und die heutige Samtgemeindebücherei gibt es Kaffee und Kuche sowie Leckereien der Flüchtlingsinitiative.

Für Kinder führt die Mitmachaktion zu „Feuer und Licht“ in die Steinzeit, es gibt ein Puppentheater mit Raubritter Gustav, Seifenblasenwerkstatt und Hüpfburg. Alte Handwerkskunst wie Filzen, Töpfern, Spinnen, Schmieden, Imkern, Buchbinden und Kalligraphie werden vorgeführt. In der Kapelle gibt es die Ausstellung „Leidenschaft Mittelalter“ und die Performance „Wort & Klang“. All das wird untermalt von musikalischer „Kurzweyl“.

Ein Stück weiter an der Ilmenau lädt der Verein Historische Ilmenau e.V. ein zu Führungen an Schleuse und Nadelwehr mit dem Museumsschiff „Ilmenau“ und dem Lüneburger Salzewer. Für das leibliche Wohl wird der Grill angeheizt. Geöffnet ist in Bardowick auch das Heimatmuseum Gildehaus (St. Johannisstraße 3).

Bleckede

Beim Biosphaerium Elbtalaue (Schlossstrasse 10) wird der Renaissanceflügel des Schlosses in Bleckede für Architektur- und Geschichtsbegeisterte geöffnet. Aktuell werden sowohl im Innen- als auch im Außenbereich umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Von 14 bis 16 Uhr finden drei kostenfreie Führungen von jeweils dreißig Minuten durch die Baustelle im über 400 Jahre alten Nordflügel statt. Die Architekten des Architekturbüros Henschke Schulze Reimers geben bautechnische Hintergrundinformationen.

Scharnebeck

Die Kirchengemeinde bietet gemeinsam mit dem Verein für Heimatkunde im Raum Scharnebeck e. V. Führungen in der St.-Marien-Kirche an: Zwischen 12 und 18 Uhr führt Christian Krohn durch den Außenbereich des ehemaligen Geländes des früheren Zisterzienserklosters, Willi Sgodzaj erläutert Glocken und Uhrwerk (für nicht Schwindelfreie wird ersatzweise ein Film angeboten). Jens Scharnhop erklärt die Orgel von 1754 .

Geesthacht

Ab 11 Uhr zeigt der Förderkreis Industriemuseum Geesthacht e.V. über den ganzen Tag Bilder und Filme aus unserer ehrenamtlichen Tätigkeit, darunter auch Zeitzeugenberichte und die Inspektion des Krümmeler Wasserturms bis hoch in die Kuppel.

Um 11.30 Uhr geht es weiter mit dem Bildervortrag Brisant und interessant – die Industriegeschichte der Stadt Geesthacht. Referenten sind Ulrike Neidhöfer und Jochen Meder über die Industriegeschichte der Stadt Geesthacht.

13 Uhr: Historischer Spaziergang über den Krümmel

15.30 Uhr: Historischer Spaziergang in Düneberg .

Um 14 Uhr wird ein zweiter Vortrag angeboten: Von Dünger bis Dynamit – der Salpeter macht’s. Referent ist Prof. Dr. Dr. Karl W. Böddeker

Die Veranstaltungen finden im Schulungs – und Kommunikationszentrum des Kernkraftwerkes Krümmel, Elbuferstraße 82, Ortsteil Krümmel, in Geesthacht statt. Der Treffpunkt der historischen Spaziergänge ist der Parkplatz beim Elbmatrosen für Krümmel und für Düneberg die Einfahrt zur Lichterfelder Straße an der Infotafel. Es wird um Anmeldung gebeten bis zum 5. September unter TeI.: 04152 – 88 77 840 oder E-Mail industriemuseumgeesthacht@gmx.de

Lauenburg

In Lauenburg an der Elbe befindet sich der größte Denkmalbereich Schleswig-Holsteins. Mehr Denkmäler gibt es sonst nirgendwo im Land auf einem Fleck. Kein Wunder, dass die über 800-jährige Stadt am Tag des offenen Denkmals einiges zu bieten hat.

Etwa 25 historische Gebäude sind am Sonntag, 09. September in Lauenburg/Elbe zwischen 11 und 18 Uhr geöffnet und laden dazu ein, hinter die Fassaden zu blicken. Dabei beantworten die Bewohner der Denkmäler gerne Fragen zur Architektur und Wohnkultur. Auch die Stipendiaten des Künstlerhauses eröffnen ihre Ausstellung und lassen sich an diesem Sonntag bei der Arbeit über die Schulter schauen.

In jedem Jahr wird ein bestimmtes Motto am Tag des offenen Denkmals durch verschiedene Ausstellungen und Führungen aufgegriffen. In diesem Jahr heisst das Motto „Entdecken, was uns verbindet“. So erfahren Besucher des Elbschifffahrtsmuseums, wie sich die Schifffahrt „Vom Segel zum Kolben“ entwickelte. Im Rahmen der Führungen durch die Schatzkammer der Schiffsantriebe werden zudem die historischen Dampf- und Dieselantriebe zum Leben erweckt. Die Sonderausstellungen im Elbschifffahrtsmuseum bieten Informationen zu über 100 Jahren Schiffbau in Lauenburg/Elbe.

Wer sich die Hitzler-Werft, das E-Werk, die Palmschleuse oder den Raddampfer Kaiser Wilhelm anschauen möchte, hat dazu ebenfalls Gelegenheit. Neben Schiffen wurden früher jedoch auch Zündhölzer, Bier, Töpferwaren und Fässer in Lauenburg/Elbe produziert.
Auf dem Kirchplatz stehen Trecker, Oldtimer und alte Landtechnik zur Besichtigung bereit, die Familie Wroblewski wird am Ruferplatz für die Besucher ein spezielles Musikprogramm spielen und in der Maria-Magdalenen-Kirche gibt Pastor Billet ein Konzert.

Eröffnet wird der Tag des offenen Denkmals im Lauenburger Elbschifffahrtsmuseum um 11.30 Uhr vom Heimatbund und Geschichtsverein in Kooperation mit dem Fischereimuseum Hohnstorf mit einer Ausstellung.

Die Programmpunkte in Lauenburg/Elbe werden von der ev. Kirchengemeinde, vom Arbeitskreis Altstadt Lauenburg e.V., vom Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg e.V., vom Künstlerhaus, sowie von der Stadt Lauenburg/Elbe in der gesamten Altstadt veranstaltet.

Einen Programm-Flyer und weitere Informationen bekommt man in der Tourist-Information Lauenburg/Elbe, Tel. 04153/5909220 oder online im Veranstaltungskalender auf www.lauenburg-tourismus.de.

Uelzen

Am diesjährigen Tag des offenen Denkmals gibt es in Uelzen  viel zur Geschichte des Hundertwasser-Bahnhofs zu erkunden.  Der  Verein Bahnhof 2000 Uelzen  lädt am Sonntag, 9. September, 10 bis 18 Uhr,  zu Vorträgen, Ausstellungen, Führungen, einer  Fahrt auf der Amerika-Linie und einem Quiz in den Bahnhof ein.

Uelzen hat eine lange Eisenbahngeschichte. Seit 1847 liegt die Stadt an der Bahnstrecke Hannover-Harburg. Die Besucher erwartet in den Räumen des Bahnhofs eine  Ausstellung  zur Historie des Bahnhofs, die in Kooperation mit der Hansestadt Uelzen entstanden ist. Führungen mit dem Titel „Vom Wilhelminischen Bau zum Hundertwasser-Bahnhof“  zeigen die Veränderungen des denkmalgeschützten  Bahnhofsgebäudes. Lichtbildervorträge präsentieren die  Anfänge der Eisenbahn in Uelzen bis in die Gegenwart.

Jesteburg

Auch die Kunststätte Bossard bietet in kostenlosen Führungen und bei freiem Museumseintritt die Gelegenheit, sich näher mit dem Gesamtkunstwerk Bossards auseinander zu setzen.

Um 11 Uhr und um 13 Uhr führt die Museumsleiterin Dr. Gudula Mayr durch das Schaumagazin der Kunststätte Bossard in Jesteburg. Treffpunkt ist hier der Eingang zum Schaumagazin am Sandbarg 32.

Auf dem Museumsgelände im Bossardweg 95 wird um 12 Uhr in einer Allgemeinen Führung Leben und Werk des Künstlerehepaars vorgestellt. Um 16 Uhr führt die Kuratorin Branka de Veer vom NDR durch die Sonderausstellung „Weite und Licht. Norddeutsche Landschaften“.

Für die Teilnahme an den Führungen wird um Anmeldung unter 0 41 83 / 51 12 gebeten, da die Teilnehmerzahlen beschränkt sind.

Zu einer interaktiven Karte, auf der alle Denkmale bundesweit zu finden sind, gelangen Sie mit einem Klick auf das Bild unten. Um das Gebiet einzugrenzen, kann man zum Beispiel „Lüneburg“ in das Suchfeld eingeben.

Alle Programmpunkte am Tag des Offenen Denkmals sind kostenlos. lz