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Die Obstbäume im Hof der Jugendbücherei tragen derzeit Früchte. Foto: privat

Süße Früchte für alle

Lüneburg. Ob Harberts Renette, Kaiser Wilhelm, Jakob Lebel oder der Finkenwerder Herbstprinz – alte Apfelsorten wachsen überall im Lüneburger Stadtgebiet. Verlockend ist das jetzt reifende Obst, das an Straßenrändern, auf Spielplätzen und in Parks ins Auge fällt. Die Obstbäume, die zum einen dem Naturschutz, aber auch dem Erhalt alter Obstsorten dienen, tragen in diesem Jahr besonders viele Früchte – und die stehen allen Lüneburgern zur Verfügung. Denn die Äpfel, Birnen, Kirschen oder Pflaumen dürfen vom Boden eingesammelt und mitgenommen werden. „Wir freuen uns darüber, wenn das Obst gegessen wird“, betont Peter Zurheide, Leiter der Grünplanung bei der Stadt.

Denn zum einen sei es schade, wenn die Früchte am Boden vergammeln. „Zum anderen ist das Aufsammeln auch eine Entlastung für uns“, verdeutlicht Zurheide. Denn mit dem regelmäßigen Beseitigen des Fallobstes und Säubern der Bereiche ist für die Mitarbeiter der AGL enorm viel Arbeit verbunden.

Neben dem Aufsammeln ist auch das Ernten erlaubt

Neben dem Aufsammeln ist auch das Ernten erlaubt, allerdings gilt es hier einiges zu beachten. „Das Obst sollte unbedingt mit Vorsicht gepflückt werden“, betont Zurheide. Das Schütteln an den Ästen ist nicht erlaubt. Da die Äste vieler alter Obstbäume hohl sind und leicht brechen, ist es aus Sicherheitsgründen auch nicht gestattet, zum Pflücken des Obstes in die Bäume zu klettern. Besondere Vorsicht ist außerdem beim Ernten an Straßen geboten. Generell gilt, dass das Ernten und der Verzehr auf eigenes Risiko erfolgt und die Stadt keine Haftung übernimmt.

Zu finden sind städtische Obstbäume überall im Stadtgebiet – unter anderem an diesen Standorten: Obstwiese am Kreidebergsee, Hof der Jugendbücherei „Auf dem Klosterhof“, „Apfelallee“ in Kaltenmoor, Grünflächen in den Wohngebieten „Bülows Kamp“ und „In den Kämpen“, unterhalb der Friedrich-Ebert-Brücke in der „Bülowstraße“, auf dem Spielplatz in der Altstadt „Auf der Rübekuhle“, auf der Grünfläche östlich von Volgershall, im westlichen Teil des Wohngebietes Brockwinkler Weg, in Ochtmissen im Wohngebiet Krähornsberg („Naruto-Straße“, „Lupmerfeld“), in der „Heiligenthaler Straße“ in Richtung Oedeme, in Rettmer im östlichen Teil des Wohngebiets Pilgerpfad, zwischen Rettmer und Häcklingen im Drögenkamp, in Häcklingen im „Embser Kirchweg“, an der „Hauptstraße“ und im „Triftweg“. lz