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Birte Schellmann und Berni Wiemann, Vorsitzende der Kulturauschüsse von Stadt und Kreis Lüneburg, gingen in Hannover auf die Straße. (Foto: privat)

Theater können kurz aufatmen

Hannover/Lüneburg. Der Kampf der kommunalen Theater Niedersachsens hat sich gelohnt, zumindest zum Teil. Am Dienstag beschloss die Landesregierung in Hannover, für das Jahr 2019 zusätzlich drei Millionen Euro für die sechs Bühnen und das Göttinger Symphonie Orchester freizugeben. Das Theater Lüneburg kann mit 360 000 Euro rechnen.

Das Geld kommt über die „politische Liste“ in den Landeshaushalt. Dabei handelt es sich um Mittel, die von den Regierungsfraktionen SPD und CDU direkt vergeben werden können. Die „politische Liste“ musste in den vergangenen Jahren schon mehrfach für die Theater herhalten.

„Ich freue mich, dass es geklappt hat, hoffe aber, dass künftig das Kulturministerium die Summe fest in den Haushalt einstellt“, sagt die Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers (SPD). Man wolle den Städten helfen, „ihr breites kulturelles Angebot zu sichern“, ergänzt ihr CDU-Kollege Jörg Hillmer.

„Wir sind natürlich sehr froh über diese Entscheidung“, sagen Hajo Fouquet und Volker Degen-Feldmann als Geschäftsführer des Lüneburger Theaters. Zumindest für ein Jahr sehen sie Entlastung. „Wir hoffen nun darauf, dass die Summe für die kommenden Jahre verstetigt wird“, sagt Fouquet.

Ursprünglich hatten die kommunalen Theater auf eine Erhöhung um sechs Millionen Euro hoffen können. Dafür hatte es eine Absichtserklärung des Ministeriums gegeben. Die sechs Millionen Euro standen auch im Haushalt, wurden aber vom Finanzministerium wieder gestrichen.

Sorgen bereiten den Theatern vor allem Tarifsteigerungen. Sie wurden zeitweise vom Land gar nicht und werden jetzt nicht vollständig übernommen, was zu erheblichen Einbrüchen bei der wirtschaftlichen Bilanz führte.

Von Hans-Martin Koch

3 Kommentare

  1. Ich weiß nicht, ob zwei Theater in Lüneburg noch zeitgemäß sind. Das Theater ist in den letzten Jahrzehnten zu einer Seniorenveranstaltung verkommen. Zur Seniorenbelustigung wird m.E. genug in Lüneburg getan.

    • Tamara
      sie scheinen auch ein problem mit der kausalität zu haben. die kosten und die zeit verhindern, dass der durchschnittsbürger sich kultur leisten kann. wir haben den größten niedriglohnsektor europas, schon vergessen? der durchschnittsbürger wird schon lange nach unten durchgereicht und verdrängt dort, die jetzt schon arm sind. den senior, der sich es leisten kann gibt es , aber er ist nicht mehr in der mehrzahl. er besteht hauptsächlich aus pensionäre. auf schiffen, die weltreisen betreiben, ist es gut zu sehen. sie stinken zum himmel. es ist scheinbar dort egal.nach mir die sintflut.

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