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In den Neubaugebieten Hanseviertel-Ost und Wienebütteler Weg sollen auch Otto Normalverbraucher heimisch werden können, wünscht sich Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Foto: t&w

Wohnungen für den normalen Geldbeutel

Lüneburg. Ich freue mich auf das Jahr 2019, weil die Hansestadt Lüneburg auch im neuen Jahr weiter an den Aufgaben aus den Vorjahren arbeiten kann. Zum einen weiß ich, dass Entwicklungen nie von jetzt auf gleich zu erzielen sind. Zum anderen zeigt es, dass wir die großen Herausforderungen konzeptionell angehen und Schritt für Schritt abarbeiten. Wobei ich gar nicht verhehlen will, dass ich mir für die Probleme, die die Menschen in Lüneburg am meisten drängen, vor allem beim Wohnungsbau, auch größere Schritte wünsche.

Foto: t&w

Doch demokratische Verfahren und Beteiligungsprozesse erfordern Zeit. Dasselbe gilt für Verhandlungen wie etwa über die Grundstücke, auf denen nun endlich das Hanseviertel-Ost entsteht. Wir wollen dort 250 Wohnungen für ganz normale Geldbeutel realisieren, sichtbar wird das erstmals, wenn unsere Tochter, die LüWoBau GmbH, im Verlauf des Jahres beginnen wird, das erste von insgesamt drei Häusern zu bauen.

Weitergehen soll es auch mit dem Projekt Digital-Campus / Grüngürtel-West

Dicke Bretter haben wir auch gebohrt für das geplante Wohngebiet Am Wienebütteler Weg. Es ist die einzige größere Fläche für Wohnungsbau in städtischem Besitz, so dass wir dort stärker als anderswo festlegen können, was wir dort bauen möchten: vor allem ganz normale Mietwohnungen im öffentlich geförderten Preissegment und Reihenhäuser für junge Familien. Hier möchten wir 2019 Baurecht erzielen. Weitergehen soll es auch mit dem Projekt Digital-Campus / Grüngürtel-West, wo wir Wohnen und Arbeiten 4.0 auf ganz neue Art verbinden wollen. Ebenso mit dem Vorhaben u.a. für Wohnungen, aber auch ein dringend benötigtes Hotel auf dem ehemaligen Lucia-Gelände (Schützenplatz).

Die zweite große Daueraufgabe sind unsere Bildungseinrichtungen. Seien es Krippen, Kitas oder Schulen: Dank der wachsenden Zahl an Kindern in Lüneburg ist hier im Moment kaum ein Ende des Bedarfs für Um-, An- und Neubauten sowie Modernisierungen in Sicht. Es erleichtert Eltern wie Lehrkräften und den beteiligten Planern, dass wir zwei Maßnahmen- und Finanzierungspakete geschnürt haben, die wir Jahr für Jahr abarbeiten. Mit dem Bildungsfonds I werden wir noch bis ins Jahr 2020 beschäftigt sein, mit dem Bildungs- und Infrastrukturpaket II beginnen wir 2019. Insgesamt wollen wir im kommenden Jahr rund 24 Mio. Euro investieren, davon allein die Hälfte für Schulen.

Lüneburg ist nun eine von bundesweit sieben Zukunftsstädten

Viel Arbeit werden daneben größere Projekte machen, ich denke vor allem an das Planfeststellungsverfahren für die A 39. Wir werden auch am Nahverkehrsplan weiterarbeiten müssen, denn wir wollen für den Klimaschutz noch mehr Lüneburgerinnen und Lüneburger bewegen, Bus und Bahn zu nutzen, das Fahrrad sowieso oder einfach zu Fuß zu gehen. Diese und weitere Felder werden wir auch innerhalb des Projektes Zukunftsstadt 2030+ bearbeiten. Es ist ein großer Erfolg für die Hansestadt, die Leuphana Universität und alle anderen Beteiligten, dass Lüneburg nun eine von bundesweit sieben Zukunftsstädten ist. Ich würde mich freuen, wenn wir möglichst viele Menschen in der Stadt zum Mitmachen bewegen könnten!

Auch die Vorbereitungen für das Kant-Jahr 2024 werfen schon ihre Schatten voraus. Ich bin sicher, der geplante Anbau und die Ausstellung werden zu einer Bereicherung für die jetzt schon sehr lebendige und vielfältige Kulturlandschaft Lüneburgs.