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Lars Werkmeister wechselt aus dem Münsterland an die Ilmenau. Er kennt Lüneburg und mag die Stadt. Er freut sich auf „kreative und engagierte Mitarbeiter“. Foto: Privat
Lars Werkmeister wechselt aus dem Münsterland an die Ilmenau. Er kennt Lüneburg und mag die Stadt. Er freut sich auf „kreative und engagierte Mitarbeiter“. Foto: Privat

Ein zupackender Mann

Lüneburg. Knapp 50 Bewerber gab es, am Ende hat Lars Werkmeister das Rennen gemacht: Der 36-Jährige soll neuer Chef der Lüneburg Marketing GmbH werden. Dafür hat sich der Aufsichtsrat einstimmig ausgesprochen. Diesem Votum muss noch die Gesellschafterversammlung zustimmen. Das dürfte nach Einschätzung von Beteiligten eine Formsache sein. Der Ingenieur wechselt aus Lüdinghausen im Münsterland an die Ilmenau.

Bislang war der Chefposten beim Stadtmarketing eher ein Schleudersitz, in den vergangenen Jahren waren die leitenden Herren bekanntlich schnell wieder weg. Auf die Frage, wie er seine Zukunft bei diesen Perspektiven sieht, lacht Werkmeister und sagt: „Ich möchte länger bleiben, zehn Jahre kann ich mir gut vorstellen.“ Am Telefon wirkt der Fachmann locker und zupackend. „Ich freue mich auf die Chance“, sagt er. Erst einmal wolle er Mitarbeiter und Stadt kennen lernen, bevor er an einer Konzeption arbeite.

„Er brennt für die neue Aufgabe“

In einer Mitteilung aus dem Rathaus heißt es: „Der Aufsichtsrat hat seine Vorsitzende, Gabriele Lukoschek, einstimmig beauftragt, Vertragsverhandlungen mit Lars Werkmeister zu führen. Wenn die Verträge soweit ausgehandelt sind, haben die Gesellschafter das letzte Wort. Voraussichtlich Mitte Februar stellt sich Lars Werkmeister in der Gesellschafterversammlung in Lüneburg vor.“ Lukoschek lobt gegenüber der LZ: „Herr Werkmeister bringt Kompetenz und Erfahrung im Stadtmarketing mit. Vor allem aber hat er den Aufsichtsrat überzeugt, weil er für die neue Aufgabe in Lüneburg brennt und uns gute Ideen präsentiert hat.“

Der „Neue“ hat laut Vita in Dortmund Raumplanung mit dem Schwerpunkt Stadtmarketing studiert. Praktische Erfahrungen sammelte er in Starnberg in Bayern, seit 2014 sitzt er auf dem Stuhl des Geschäftsführers in Lüdinghausen. Die „Westfälischen Nachrichten“, die im Kreis Coesfeld erscheinen, zeichnen in ihren Artikeln das Bild eines umtriebigen Mannes. So ist die Rede von einer Lüdinghausen-Karte, ein kombiniertes Bonus-System des Handels. Darauf angesprochen sagt Werkmeister: „Wir sind dabei es auszubauen.“ Mittels einer App auf dem Handy sollen in den kommenden Monaten Kunden quasi einen Teil ihrer Parkgebühren in der 25 000-Einwohner-Stadt über den Handel erstattet bekommen.

Ein Sprung auf der Karriereleiter

Auch die Weihnachtsbeleuchtung, an der in Lüneburg seit Jahren rumgedoktert wird, scheint dort besser zu funktionieren. Technik wurde auf LED-Leuchten umgestellt und leuchtete in der vergangenen Saison. Ebenfalls den Handel im Blick haben Abendmärkte, die man regelmäßig auf dem Hof einer alten Wasserburg zwischen 16 und 21 Uhr veranstaltet. Es klingt ein bisschen Wehmut mit, wenn er sagt: „Wir haben in Lüdinghausen in den vergangenen fünf Jahren viel aufgebaut, mit Herzblut.“ Doch es sei Zeit für Neues.

Lüneburg kenne er: „Ein Studienkollege hat hier gewohnt, den haben wir besucht. Und Heiko Meyer kenne ich von einem Seminar, der hat so geschwärmt. . .“ Meyer ist Vorsitzender der Handelsorganisation LCM und ein einflussreicher Mann.

Anfang Juli will Werkmeister seinen Job in den Büros an der Wallstraße antreten. In den drei Abteilungen für Veranstaltungen, Citymanagement und Tourismus ist er dann der Chef von 16 Mitarbeitern, in Lüdinghausen sind es inklusive Aushilfen neun. Es ist also ein Sprung für den Geschäftsführer.
Dass er mit seiner Frau Sarah und der kleinen Tochter nach Lüneburg zieht, ist für Werkmeister selbstverständlich. „Man muss in einer Stadt leben, sonst kapierst Du sie nicht.“

Von Carlo Eggeling

Die LMG hat insgesamt neun Gesellschafter, und zwar

–       Hansestadt Lüneburg: 25 %
–       Kurzentrum Lüneburg Kurmittel GmbH: 19,75 %
–       Lüneburg City Management e.V.: 16 %
–       Schaustellerverband Lüneburg & Umgebung: 10 %
–       Verein Lüneburger Kaufleute: 8,75 %
–       Verein aktiver Hoteliers Lüneburg und Umgebung 7,5 %
–       Verein Lüneburger Marktbeschicker: 6 %
–       Einheitsgemeinde Adendorf: 3,5 %
–       Samtgemeinde Bardowick: 3,5 %