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In fröhlicher Runde stimmten sich die Gäste aus Geldern auf die Wohnmobiltage in Lüneburg ein. Foto: t&w

Kurzurlaub in Lüneburg

Lüneburg. Für viele Wohnmobilisten aus ganz Deutschland und darüber hinaus hat es schon Tradition. Anfang April steuern sie die Lüneburger Wohnmobiltage auf den Sülzwiesen an, die von der Marketing GmbH organisiert werden. Seit Donnerstag reihen sich dort mehr als 300 Gefährte nebeneinander. Die Gäste erwartet bei der 7. Auflage bis Sonntag ein abwechslungsreiches Programm mit Stadtführungen, Barbecue, Musik, Tanz und einer Caravaning-Messe. Die können auch Lüneburger besuchen, am Sonnabend von 10 bis 18 Uhr, am Sonntag von 12 bis 15 Uhr. Am Sonnabend bis 13 Uhr findet außerdem ein öffentlicher Flohmarkt rund ums Thema Wohnmobil statt.

Die Umgebung mit dem Rad erkunden

Lothar Schaaf aus Bad Breisig am Rhein lehnt an seinem Forster. Seit vier Jahren ist er Wohnmobilist. „Das Schönste, was man sich als Rentner vorstellen kann. Man ist ungebunden, hat die freie Wahl der Orte“, schwärmt er. Lüneburg kennt er schon von früheren Besuchen, aber diesmal ist er mit der Gruppe Forster-Freunde und Eura-Mobil-Freunde gekommen. Kennengelernt hatte sich die Gruppe in Bad Sooden-Allendorf. Mit 20 Wohnmobilen stehen sie nun auf den Sülz­wiesen. Zur Gruppe gehören auch Uschi und Werner Biller aus Ludwigshafen, für die die Salzstadt Neuland ist. „Wir sind neugierig auf die Veranstaltung und die Stadt.“ Sie bleiben sogar über den Sonntag hinaus, weil sie per Rad auch die Umgebung erkunden wollen.

Das Ehepaar Biller macht seit 45 Jahren Camping. „Zuerst mit dem Zelt, danach mit Wohnwagen und VW-Bus und nun altersgemäß mit dem Wohnmobil, weil das einfach komfortabler ist.“ Was Wohnmobilisten ausmacht, beantworten sie so: „Sie lieben den Austausch, das Kennenlernen von neuen Leuten, die man anderswo schon mal wiedertrifft und die Gemeinschaft.“ Dass Lüneburg sie am Donnerstag mit grauem Himmel und frösteligen Temperaturen empfing, finden sie nicht schlimm. „Da braucht man nur die richtige Kleidung.“

Auftritt von Jimmy Green

Gut eingepackt und bester Stimmung hat sich der Geldern-Treff um Camping-Tische neben seine acht Fahrzeuge gruppiert. Selbstgebackenen Marmorkuchen, Rumkugeln, Tee, Kaffee und ein Schnäpschen lassen sie sich schmecken beim Klönschnack. „Wir kommen von Geldern am Niederrhein, haben uns zum Teil vor vier Jahren bei den Wohnmobiltagen kennengelernt“, berichten Marianne und Harald Finke, die bereits zum sechsten Mal an der Veranstaltung teilnehmen. Das von der Marketing auf die Beine gestellte Programm sei klasse. Sie freuen sich unter anderem auf den Auftritt von Jimmy Green, der ist Kult. Und Lüneburg ist für sie ein Traum, Shoppen gehört immer dazu. Im vergangenen Jahr haben sie Monika und Arno Jachtmann beim Zug durch die Geschäfte begleitet. Die brauchten Garderobe für eine Hochzeit, fanden die komplette Ausstattung beim Bummel durch die Stadt. Für alle ein „riesiger Spaß“.

Unterm Jahr treffen sie sich auch immer in Schilling an der Nordsee, sind ansonsten in einer Whatsapp-Gruppe in Kontakt. Denn die Mitglieder der Gruppe im Alter zwischen 53 und 75 Jahren sind viel auf Tour. Sie lieben das freie Leben mit dem Wohnmobil, wie Brigitte Adrian sagt. Inzwischen gebe es viele gut ausgestattete, preiswerte Plätze. Oberstorf, Greetsiel und die Mosel rauf und runter stehen bei der Gruppe hoch im Kurs.

Henkerführung stark nachgefragt

Über die große Resonanz auf die Wohnmobiltage freut sich Florian Lorenzen, Veranstaltungsmanager bei der Marketing GmbH. Mit seinen Kollegen sorgt er nicht nur für einen reibungslosen Ablauf auf den Sülzwiesen, sie haben auch das Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Die Henkerführung durch Lüneburg sei sehr beliebt, berichtet Lorenzen. Außerdem gibt es diesmal einen Line-Dance-Workshop und ein Minigolf-Turnier. Wer mag, kann sich Vorträge bei der Caravaning-Messe anhören oder abends am Lagerfeuer einfach nur die Gemeinschaft genießen.

Von Antje Schäfer