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Noch ruhen die Arbeiten auf der Arena-Baustelle. Heute ist Abgabetermin für die geprüfte Statik, am Montag soll ein neuer Zeitplan erarbeitet werden. (Foto: t&w

Arena: Mehr Sport, weniger Event, geringere Kosten

Lüneburg. Es ist viel diskutiert worden in den letzten Tagen des Juni – mit einem klaren Ergebnis: Im Kreistag hat sich eine fraktionsübergreifende Mehrheit formiert, die sich gegen einen möglichen „Weiterso-Kurs“ beim Bau der Arena Lüneburg wendet. Dazu haben die Fraktionen von CDU, Grünen und die Linke sowie die Gruppe FDP/Unabhängige für die Sitzung des Hochbauausschusses am Dienstag, 16. Juli, ab 15 Uhr im Kreishaus einen Antrag gestellt, in dem zum ersten Mal die fraktionsintern oft genannte Kostengrenze von 20 Millionen Euro schriftlich genannt wird.

Inhaltlich lässt sich der Antrag auf die Formel „Mehr Sport, weniger Event, geringere Kosten“ bringen. In dem Antrag heißt es unter Punkt zwei: „Ziel der jetzt anstehenden Einsparungen muss es sein, einen Kostenrahmen von 20 Millionen Euro für das Projekt anzustreben.“

Keine Notwendigkeit für Luxusversion

Aktuell stehen 25,7 Millionen Euro unter dem Strich, enthalten ist darin allerdings ein Sicherheitsaufschlag von rund 3,1 Millionen Euro, der bislang nicht angetastet wurde. Aus Sicht des Bündnisses ergibt sich allein aus der Liste der Abweichungen zwischen Ausführungsplanung und Ausschreibung ein erhebliches Einsparpotenzial. Demnach könnte es unter anderem Einschnitte im VIP-Bereich geben. „Es besteht keine Notwendigkeit, bereits am Anfang … die Luxusversion zu wählen.“

Auch will das vielfarbige Bündnis den Kreistagsbeschluss vom April 2018 umgesetzt wissen: Damals beschloss das Gremium, dass die Arena nicht für Spitzensport und Veranstaltungen genutzt werden, sondern dass auch der Breitensport seinen Platz in der Halle finden soll. Damals sei entschieden worden, „dass die Arena nicht vorrangig eine Eventhalle werden soll“, heißt es in dem gemeinsamen Antrag. Bei den Feinplanungen, spätestens jedoch bei den Ausschreibungen, sei diese Priorität offenbar aus dem Blick geraten. Um das zu korrigieren, sieht der Antrag die Einberufung einer Arbeitsrunde mit allen Beteiligten vor – auch Bundesliga-Volleyballer und Betreiber. Leiten soll diese Gruppe Lüneburgs Kreisrätin Sigrid Vossers.

Korrekturen beim Bodenkonzept?

Korrekturen muss es aus Sicht des bunten Bündnisses auch beim Bodenkonzept geben. Dieses sieht zunächst einen Betongrund vor, auf dem bei Bedarf ein Sportboden aufgebracht wird. Die Kosten wurden zuletzt mit 5000 Euro je Einbau angegeben.

Von Malte Lühr