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Teilnehmer des Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers in Erbstorf. (Foto: t&w)

Wichtiger Besuch im Zeltlager

Adendorf/Erbstorf. Ihre Wertschätzung gegenüber den Jugendfeuerwehren wollten gestern die hauptamtlichen Bürgermeister aus dem Landkreis Lüneburg von Bardowick bis Amt Neuhaus zum Ausdruck bringen. Auf Initiative von Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack besuchten sie, gemeinsam mit Landrat Manfred Nahrstedt, das noch bis Sonnabend laufende Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehren in Erbs­torf mit rund 620 Teilnehmern. Kreisjugendfeuerwehrwart Stefan Schulz nutzte auch gleich die Gelegenheit und adressierte einen wichtigen Wunsch an die Verwaltungschefs. Es geht um Sonderurlaub für die Betreuer des Feuerwehrzeltlagers.

Jahres- oder doch Sonderurlaub für Betreuer?

„Es wird immer schwieriger, Betreuer für das Jugendzeltlager zu finden“, sagte Schulz gegenüber der LZ. Als ehrenamtliche Betreuer engagierten sich teilweise auch Mitarbeiter verschiedener Kommunen, die aber wohl unterschiedliche Urlaubsregelungen praktizierten. Die einen bekämen von ihrem kommunalen Arbeitgeber laut Schulz für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei der Jugendfeuerwehr Sonderurlaub, andere müssten ihren regulären Jahresurlaub nehmen.

Nach einem gemeinsamen Frühstück und einer Führung durch das Zeltlager hatten sich alle Verwaltungsvertreter lobend über die Leistungen geäußert, die nötig seien, um das Zeltlager mit mehr als 600 Kindern und Jugendlichen zu organisieren. Dieser Einsatz sei unbezahlbar. Das war die Steilvorlage für Schulz. So hatte auch ein Mitarbeiter der Gemeinde Adendorf privaten Urlaub aufgewandt, um beim Zeltlager zu helfen.

Keine Freistellung vom Arbeitgeber?

Auf LZ-Nachfrage sagte Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack: „Das ist uns durchgerutscht. Ich habe sofort veranlasst, dass das korrigiert wird und der Mitarbeiter entsprechend freigestellt wird. Die Kommunen müssen da als Arbeitgeber mit gutem Vorbild vorangehen, um beispielsweise die Feuerwehr bei ihrer Jugendarbeit zu unterstützen.“ Auch Kreisjugendfeuerwehrwart Schulz hofft, dass das Beispiel bei privaten Arbeitgebern Schule macht.

Zudem nutzte Schulz die Gelegenheit, bei den Verwaltungschefs Werbung zu machen für das nächste Kreisjugendfeuerwehrzeltlager, das turnusgemäß im Jahr 2022 stattfinden wird. Noch wird eine Gemeinde gesucht, die den Gastgeber geben möchte. Schulz sagte: „Ich bin jetzt zuversichtlich, dass wir jemanden finden.“ dth