Donnerstag , 12. Dezember 2019
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Der Luftsportverein kämpft weiter um seine Heimat. Er will nun erreichen, dass Bürger über die Zukunft des Flugplatzes entscheiden. (Foto: be)

Flieger geben sich noch nicht geschlagen

Lüneburg. Das letzte Wort in der Angelegenheit ist noch nicht gesprochen, hatte Richard Meier, Vorsitzender des Luftsportvereins Lüneburg (LVL) schon nach der jüngsten Ratssitzung angekündigt. Dort war die Lokalpolitik mehrheitlich dem Antrag des SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus-Dieter Salewski gefolgt, der besagte: Keine Verlängerung des Betreibervertrages zwischen LVL und Stadt. Nun wollen die Flieger das Blatt doch noch wenden, sie setzten dabei auf das Votum der Bürger.

Bei der Mitgliederversammlung des Luftsportvereins am Mittwochabend habe er dazu informiert, welche Möglichkeiten es gebe, damit der Flugplatz weiter besteht, sagt Meier gegenüber der LZ. „68 der 70 anwesenden Mitglieder haben dafür gestimmt, dass wir ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen, das in einem Bürgerentscheid enden soll.“ 5800 Unterschriften von wahlberechtigten Bürgern der Stadt müssen zusammenkommen, „sprich: Wir müssen in einem bestimmten Zeitraum zehn Prozent der bei der letzten Kommunalwahl wahlberechtigten Bürger hinter uns bringen“, verdeutlicht Meier. Ob der Verein dafür drei oder sechs Monate Zeit habe, sei noch zu klären. Juristische Beratung soll nicht nur in diesem Punkt in Anspruch genommen werden.

Setzen auf eine Verlängerung des Betreibervertrages

Meier skizziert das weitere Vorgehen: Danach werden die Unterschriften der Stadtverwaltung übergeben, die diese prüft und dann gegebenenfalls den Termin für einen Bürgerentscheid anberaumt. An der Wahlurne gibt der Bürger dann einen Wahlzettel ab, auf dem eine klar formulierte Frage steht, bei der Ja oder Nein angekreuzt werden kann.

„Wir setzen auf eine Verlängerung des Betreibervertrages und den Fortbestand des Flugplatzes.“ Der Verein sieht sich in diesem Anliegen von vielen Bürgern unterstützt. Ihrem Antrag zur vergangenen Ratssitzung auf Verlängerung hatten sie 9500 Unterstützer-Unterschriften beigefügt, die allerdings auch von Bürgern aus der Region kamen, die nicht in der Stadt wohnen.
In den nächsten Wochen wird der Verein das Bürgerbegehren bei der Stadt anmelden, danach mit der Unterschriftensammlung starten.

Von Antje Schäfer